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Leitung: U. Michaelis

Was ist KNIRPS?

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er pädagogische Ausschuss für die fünften und sechsten Klassen" - Welch eine trockene Bezeichnung für einen sehr lebhaften Arbeitskreis. Schon der Begriff „Ausschuss" kann mitleidiges Lächeln provozieren. Griffige, einprägsame Akronyme haben Hochkonjunktur. Und - das Kind braucht einen Namen: KNIRPS - KinderNahe Integration im Rahmen Projektorientierten Schulalltages. Und doch - hinter dieser Formel steckt mehr als nur ein Wortspiel, denn...

Was will KNIRPS?

KNIRPS will den Jüngsten unserer Schule, den Neuen, eine Integration, eine Eingliederung bzw. einen Übergang in ein neues Lebensfeld ermöglichen, der ihrem Entwicklungsstand, ihren Erfahrungen und Vorkenntnissen entspricht und diese berücksichtigt. Eine neue Schule - das bedeutet: neue Mitschüler, Lehrer, tausend neue Gesichter; neue Fächer, neue Methoden, neue Techniken; nicht zuletzt neue Wege, neue Räume, für viele ein neuer Schulort. Und wenn wir von geographischen Orten reden, dürfen wir auch den inneren Ort, den persönlichen Standort der Kinder nicht vergessen. Es muss ein neuer Platz in der Gemeinschaft gefunden werden, auch ein neuer Rang in der sozialen und der Leistungshierarchie.
Und dies alles geschieht nicht von selbst und ist nicht immer unproblematisch. Dazu braucht das Kind Zeit. Und die wollen wir ihm geben. Zunächst in einer Einführungswoche. Und schließlich - das ist sicher nichts Neues - wenn es dann später an die fachlichen Leistungen geht, an messbare, gute Lernerfolge, so sind diese nur möglich, wenn ihnen ein gutes, stabiles soziales Fundament zu Grunde liegt. Das bedeutet: sich wohl fühlen, sich angenommen fühlen, sich dazugehörig, „zu Hause“ fühlen. „Kindernah" bedeutet das Bemühen, Zusammenhänge in der ganzheitlichen Sicht des Kindes zu betrachten, Prozesse des Lebens als geschlossenes Ganzes zu erleben. Diese Herangehensweise an den Schulalltag verlangt fächerübergreifendes Denken, greifbare Projekte, flexiblen, handelnden Unterricht. KNIRPS will sich dafür einsetzen, dass für diese pädagogische Arbeit Voraussetzungen geschaffen werden und in dieser Hinsicht koordiniert gewirkt werden kann.

Woher kommt KNIRPS?

KNIRPS hat Geschichte. Hinter einem neuen Namen verbergen sich Anregungen und Bemühungen von Kolleginnen und Kollegen, die schon 1982 gewisse Übergangsschwierigkeiten von der Grundschule zur Kreuzburg feststellten und Abhilfe schaffen wollten. Bereits im Schuljahr 1983/84 wurden die neuen Schüler mit einer besonderen Einführung empfangen, und über die Projektwoche 1984/85 entwickelte sich allmählich die Einführungswoche in ihrer heutigen Form.

Was tut KNIRPS?

Übergeordnetes Ziel des Ausschusses ist die Entwicklung, Durchführung und Auswertung eines Konzeptes zur Gestaltung der Eingangsstufe der Schule. Die erste Phase beschäftigte sich in erster Linie mit verschiedenen Organisationsbereichen, wie z. B. Lehrerverteilung, Stundenplangestaltung, Einführungswoche usw. Schwerpunkt einer zweiten Phase ist die Erprobung und Etablierung von fächerübergreifenden Unterrichtsprojekten. Weitere Arbeitsthemen sind das soziale Lernen, die Förderung von Gruppenbildungsprozessen, z.B. in der Gemeinschaftsstunde, und die Lehrerfortbildung. Mit Unterstützung des FBW (Franziskanisches Bildungswerk) veranstaltet KNIRPS ein jährliches Lehrerfortbildungsseminar für Kolleginnen und Kollegen, die schwerpunktmäßig in den Klassen 5 und 6 unterrichten.

In ihren regelmäßigen Sitzungen (ca. ein- bis zweimal im Halbjahr) legen die Ausschussmitglieder besonderen Wert auf die Zusammenarbeit von Eltern, Grundschullehrern und Gymnasiallehrern. Gemeinsam mit dem FBW wird das Patenmodell der Kreuzburg betreut. Langfristiges Ziel ist die Erstellung und ständige Aktualisierung eines projektbegleitenden, konzeptionellen Handbuches.

Wer ist KNIRPS?

Der pädagogische Ausschuss für die fünften und sechsten Klassen besteht aus ca. 15 Mitgliedern.
Diese setzen sich zusammen aus:

  • Klassenlehrern der 5. und 6. Klassen,
  • interessierten Fachkollegen der zwei Jahrgangsstufen,
  • interessierten Mitgliedern des Gesamtkollegiums,
  • drei Vertretern der Elternschaft der zwei Jahrgangsstufen,
  • ein Vertreter der Elternschaft der THS,
  • einem Vertreter des FBW (Leiterin der THS),
  • zwei Vertretern der Paten der 5. und 6. Klassen.