{"id":392,"date":"2013-07-29T14:35:56","date_gmt":"2013-07-29T12:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?page_id=392"},"modified":"2023-09-14T13:38:17","modified_gmt":"2023-09-14T11:38:17","slug":"unterstutzung-bei-lrs","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/unterstutzung-bei-lrs\/","title":{"rendered":"Umgang mit der Lese-Rechtschreib-Schw\u00e4che (LRS) als Teilleistungsschw\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p>Ansprechpartner: <strong>K. Bachmann<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"clear\"><\/div><div class=\"gdl-divider gdl-border-x top\"><div class=\"scroll-top\"><\/div><\/div>\r\n<div class=\"clear\" style=\" height:20px;\" ><\/div> \r\n\r\n<p><em>g\u00fcltig ab dem Schuljahr 2016\/17<\/em><\/p>\r\n\r\n<p><strong>1. Warum ist eine Lese-Rechtschreib-F\u00f6rderung n\u00f6tig?<\/strong><\/p><p>\r\n\r\nDie Kinder, die am Franziskanergymnasium Kreuzburg aufgenommen werden, kommen aus zahlreichen unterschiedlichen Grundschulen, Gemeinden und sogar aus zwei verschiedenen Bundesl\u00e4ndern. Trotz guter Zeugnisnoten beobachten wir vor allem im Deutschunterricht der Eingangsklassen eine gro\u00dfe Heterogenit\u00e4t, was Lesekompetenz und Rechtschreibkenntnisse angeht. Beide F\u00e4higkeiten sind jedoch Grundvoraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Laufbahn an einem Gymnasium und im sp\u00e4teren Studium und Berufsleben. <br>\r\nSch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Defiziten oder Lese-Rechtschreib-Teilleistungsschwierigkeiten (LRS) erhalten an unserer Schule eine F\u00f6rderung, die sie im Laufe der ersten beiden Schuljahre, sp\u00e4testens aber bis zum Ende der Sekundarstufe I, bef\u00e4higen soll, ihre individuellen Probleme auf diesem Gebiet zu \u00fcberwinden, um den Anforderungen des Lernens an einem Gymnasium gut gewachsen zu sein. <\/p>\r\n\r\n\r\n<p><strong>2. Was unternimmt das Franziskanergymnasium Kreuzburg?<\/strong><\/p><p>\r\n\r\nF\u00fcr Lese-Rechtschreib-Teilleistungsschwierigkeiten (LRS) gibt es eine Vielzahl an Ursachen. Schule kann nur auf einen begrenzten Teil von ihnen einwirken: Lesekompetenz f\u00f6rdern, Rechtschreibregeln vermitteln und Grammatikkenntnisse sowie Beziehungen innerhalb der Lerngruppe st\u00e4rken. <br>\r\n\r\nDie rechtlichen Grundlagen, auf denen das gesamte F\u00f6rderangebot der Kreuzburg beruht, sind die Vorgaben des hessischen Kultusministeriums: die Verordnung zur Gestaltung des Schulverh\u00e4ltnisses [VoGSv] vom 19.08.2011, zuletzt ge\u00e4ndert am 29.04.2014, \u00a7\u00a7 5-7, 37-44. Dort ist festgelegt, dass die Schule die Lernausgangslage der Sch\u00fcler bestimmt und bei Bedarf F\u00f6rderma\u00dfnahmen einleitet. Diese F\u00f6rderma\u00dfnahmen sollen sp\u00e4testens bis zum Ende der Sekundarstufe I abgeschlossen sein. \r\nZur Diagnose von besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben sowie zur individuellen F\u00f6rderung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit LRS-Problemen werden am Franziskanergymnasium Kreuzburg folgende Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt:<\/p><p>\r\n\r\n<strong>a. Lesen<\/strong><\/p><p>\r\n\r\nLesen ist eine Basisf\u00e4higkeit, die einen starken Einfluss auf die gesamte Schul- und Berufslaufbahn hat. Probleme im Leseverst\u00e4ndnis wirken sich in der Schule nahezu auf alle F\u00e4cher aus: vom Lesen und Verstehen von Texten im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich bis hin zum Verst\u00e4ndnis von Sachtexten und Textaufgaben in mathematisch-naturwissenschaftlichen F\u00e4chern. <br>\r\nDie neu aufgenommenen F\u00fcnftkl\u00e4ssler werden in den ersten Wochen der Schulzeit im Rahmen des Deutschunterrichts mit Hilfe des standardisierten \u201eStolperw\u00f6rtertests\u201c auf den Stand ihrer Lesefertigkeit getestet. Nach den Herbstferien teilt der LRS-Beauftragte in enger Absprache mit den jeweiligen Deutschlehrkr\u00e4ften die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit besonderen Defiziten im Lesebereich in Lese-F\u00f6rderkurse ein, die sie dabei unterst\u00fctzen sollen, den sich steigernden Leseanforderungen im Unterricht besser gerecht zu werden. Die F\u00f6rderkurse gehen bis zum Ende des Halbjahres (5 I). Die Teilnahme daran ist nach \u00a7 41,2 VoGSv verpflichtend. <br>\r\nNach Ende des Kurses erfolgt eine standardisierte Evaluation des individuellen Lesefortschritts, die \u00fcber die Deutsch-Lehrkr\u00e4fte an die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zur\u00fcckgemeldet wird.<\/p><p>\r\n<strong>\r\nb. Schreiben<\/strong><\/p><p>\r\n\r\nIm ersten Halbjahr der f\u00fcnften Jahrgangsstufe werden alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit zwei standardisierten Diktaten auf ihre Rechtschreibfertigkeiten hin getestet. Mit den Kindern, die eine deutlich erh\u00f6hte Fehlerzahl in LRS-sensiblen Bereichen aufweisen, wird ein weiterer standardisierter Test durchgef\u00fchrt, der extern beim Lernserver-Institut (M\u00fcnster) ausgewertet wird und eine klare Analyse der Fehlerh\u00e4ufigkeit und -art liefert. Das Lernserver-Institut erstellt f\u00fcr jedes betroffene Kind das individuell passende \u00dcbungsmaterial. <\/p><p>\r\n\r\nAlle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, bei denen die M\u00fcnsteraner Rechtschreib-Analyse einen erh\u00f6hten F\u00f6rderbedarf diagnostiziert hat, werden nach Schweregrad der vorliegenden LRS einem F\u00f6rderkurs zugeteilt. Dieser beginnt mit dem 2. Halbjahr der f\u00fcnften Klasse (5 II) und wird von einer Deutsch-Lehrkraft geleitet. Ziel des F\u00f6rderkurses ist, den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Fehleranalyse- und Schreibstrategien zu vermitteln, ihre Selbstkompetenz zu f\u00f6rdern und sie zum Umgang mit dem individuellen F\u00f6rdermaterial anzuleiten. Die Teilnahme am F\u00f6rderkurs ist f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und  Sch\u00fcler nach \u00a7 41,2 VoGSv verpflichtend. <br>\r\nF\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die einen F\u00f6rderkurs besuchen, erstellt die Deutsch-Lehrkraft einen F\u00f6rderplan, der halbj\u00e4hrlich mit den Eltern besprochen wird. <\/p><p>\r\n\r\nAm Ende jedes Halbjahres erfolgt ein Evaluationstest, der vom Lernserver-Institut M\u00fcnster ausgewertet wird und Aufschluss dar\u00fcber gibt, ob ein Kind weiterhin den F\u00f6rderkurs besuchen muss oder das \u00dcbungsmaterial zu Hause bearbeiten kann. Die Betreuung und Kontrolle erfolgt dabei durch die Deutsch-Lehrkraft. <\/p><p>\r\n\r\nDie maximale Unterst\u00fctzung durch F\u00f6rderkurse betr\u00e4gt vier Halbjahre (5 II \u2013 7 I). Sollte im Anschluss daran noch F\u00f6rderbedarf bestehen, wird dieser im Rahmen eines F\u00f6rderplans von der Deutsch-Lehrkraft individuell festgelegt und mit den betroffenen Kindern sowie den Eltern besprochen. <\/p><p>\r\n\r\n\r\n<strong>3. Was k\u00f6nnen die Eltern tun?<\/strong><\/p><p>\r\n\r\nWenn man die t\u00e4glichen Verweilzeiten der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler betrachtet, so wird klar, dass den Eltern im h\u00e4usli\u00acchen Umfeld eine herausragende Rolle bei der Unterst\u00fctzung der Schule im Bem\u00fchen um die Lese-Rechtschreib-Erziehung zukommt. Eltern k\u00f6nnen ihre Kinder vielf\u00e4ltig un-terst\u00fctzen, wenn diese von einer LRS betroffen sind. Dazu geh\u00f6rt z. B., zu Hause f\u00fcr ausreichende k\u00f6r\u00acperliche Bewegung zu sorgen, eine anregende Leseatmosph\u00e4re \u2013 einschlie\u00dflich Vorlesen! \u2013 zu schaffen und die Kinder zu Schreib\u00fcbungen zu ermuntern bzw. sie bei Schreibaufgaben zu unterst\u00fctzen. Dies alles sollte in enger Abstimmung mit der Deutsch-Lehrkraft erfolgen.<\/p><p> \r\n \r\nZur Abkl\u00e4rung der gesamten Symptomatik und zum Aufdecken m\u00f6glicher organischer Defizite (Sehen\/H\u00f6ren) kann die Einholung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens sinnvoll sein.<\/p><p>\r\n\r\nEltern von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit LRS-Problemen k\u00f6nnen zu Beginn eines jeden Halbjahres  einen Antrag auf Nachteilsausgleich an die entsprechende Klassenleitung\/Klassenkonferenz stellen. \u00dcber diese M\u00f6glichkeit werden sie zu Beginn des Schuljahres von der Schulleitung schriftlich informiert. Die Entscheidung \u00fcber Gew\u00e4hrung und Form eines Nachteilsausgleichs liegt bei den Fachlehrkr\u00e4ften einer Klasse. Der Nachteilsausgleich wird in der Regel f\u00fcr die Dauer eines Schulhalbjahres gew\u00e4hrt.<br>\r\nF\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die einen Nachteilsausgleich erhalten, erstellt die Deutschlehrkraft nach R\u00fccksprache mit der Klassenkonferenz einen F\u00f6rderplan, der mit den Eltern sowie mit der Sch\u00fclerin und dem Sch\u00fcler er\u00f6rtert und in der Sch\u00fclerakte abgelegt wird. <\/p><p>\r\n\r\nGrunds\u00e4tzlich gilt, dass Hilfen in Form von Nachteilsausgleich oder dem Abweichen von den allg. Grunds\u00e4tzen der Leistungsfeststellung vorrangig sind gegen\u00fcber dem Abweichen von den allg. Grunds\u00e4tzen der Leistungsbewertung, also z. B. dem vor\u00fcbergehenden Verzicht auf die Rechtschreibnote. Nur in besonders begr\u00fcndeten Einzelf\u00e4llen k\u00f6nnen sie auch nebeneinander gew\u00e4hrt werden (\u00a7 7,1 VoGSv). <\/p><p>\r\n\r\nSollte entgegen der Annahme der VoGSv eine Sch\u00fclerin oder ein Sch\u00fcler auch in der Sekundar\u00acstufe II noch mas\u00acsive LRS-Probleme haben, so erfolgt die F\u00f6rderung in Absprache mit der Deutsch-Lehrkraft durch innere Differenzierung bzw. durch Zusatzmaterial. Auch in dieser Stufe k\u00f6nnen die Eltern \u2013 bei Vollj\u00e4hrigkeit die Sch\u00fclerin oder der Sch\u00fcler selbst \u2013 einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Das Beschlussgremium ist hier die Kursleiterkonferenz, einberufen durch den Tutor; ihr Votum wird \u00fcber die Schulleitung dem Staatlichen Schulamt gemeldet, das einmalig zu Beginn der Sekundarstufe II \u00fcber die Genehmigung der Ma\u00dfnahmen entscheidet.  <br>\r\nGanz wichtig ist hier der Hinweis: Wird als Nachteilsausgleich eine &#8218;Abweichung von den allg.  Grunds\u00e4tzen der Leistungsbewertung&#8216; gew\u00e4hrt, also z. B. der Verzicht auf die Bewertung der Rechtschreibleistung, so erscheint ein Vermerk dar\u00fcber nicht nur \u2013 wie bisher auch schon \u2013 in den laufenden Zeugnissen, sondern auch im Abiturzeugnis. Dies gilt es im Hinblick auf k\u00fcnftige Bewerbungssituationen besonders zu bedenken.<br>\r\nDar\u00fcber hinaus ist f\u00fcr Abschlusspr\u00fcfungen eine \u201aAbweichung von den allg. Grunds\u00e4tzen der Leistungsbewertung&#8216; ausgeschlossen (\u00a7 7,6 VoGSv; vgl. auch \u00a7 31,3 OAVO); d. h. vereinfacht: In Abiturpr\u00fcfungen gibt es keine Befreiung von der Rechtschreibnote.<\/p><p>\r\n\r\nMit seinem Konzept zur F\u00f6rderung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Lese-Rechtschreib-Problemen unterst\u00fctzt das Franziskanergymnasium Kreuzburg das Ziel der staatlichen Verordnung: der lese- und schreibm\u00fcndige Mensch, der den Herausforderungen von Studium, Ausbildung und Beruf gelassen ins Auge sehen kann.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ansprechpartner: K. Bachmann g\u00fcltig ab dem Schuljahr 2016\/17 1. Warum ist eine Lese-Rechtschreib-F\u00f6rderung n\u00f6tig? Die Kinder, die am Franziskanergymnasium Kreuzburg aufgenommen werden, kommen aus zahlreichen unterschiedlichen Grundschulen, Gemeinden und sogar aus zwei verschiedenen Bundesl\u00e4ndern. Trotz guter Zeugnisnoten beobachten wir vor allem im Deutschunterricht der Eingangsklassen eine gro\u00dfe Heterogenit\u00e4t, was Lesekompetenz und Rechtschreibkenntnisse angeht. Beide F\u00e4higkeiten sind jedoch Grundvoraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Laufbahn an einem Gymnasium und im sp\u00e4teren Studium und Berufsleben. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Defiziten oder Lese-Rechtschreib-Teilleistungsschwierigkeiten (LRS) erhalten an unserer Schule eine F\u00f6rderung, die sie im Laufe der ersten beiden Schuljahre, sp\u00e4testens aber bis zum Ende der Sekundarstufe I, bef\u00e4higen soll, ihre individuellen Probleme auf diesem Gebiet zu \u00fcberwinden, um den Anforderungen des Lernens an einem Gymnasium gut gewachsen zu sein. 2. Was unternimmt das Franziskanergymnasium Kreuzburg? F\u00fcr Lese-Rechtschreib-Teilleistungsschwierigkeiten (LRS) gibt es eine Vielzahl an Ursachen. Schule kann nur auf einen begrenzten Teil von ihnen einwirken: Lesekompetenz f\u00f6rdern, Rechtschreibregeln vermitteln und Grammatikkenntnisse sowie Beziehungen innerhalb der Lerngruppe st\u00e4rken. Die rechtlichen Grundlagen, auf denen das gesamte F\u00f6rderangebot der Kreuzburg beruht, sind die Vorgaben des hessischen Kultusministeriums: die Verordnung zur Gestaltung des Schulverh\u00e4ltnisses [VoGSv] vom 19.08.2011, zuletzt ge\u00e4ndert am 29.04.2014, \u00a7\u00a7 5-7, 37-44. Dort ist festgelegt, dass die Schule die Lernausgangslage der Sch\u00fcler bestimmt und bei Bedarf F\u00f6rderma\u00dfnahmen einleitet. Diese F\u00f6rderma\u00dfnahmen sollen sp\u00e4testens bis zum Ende der Sekundarstufe I abgeschlossen sein. Zur Diagnose von besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben sowie zur individuellen F\u00f6rderung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit LRS-Problemen werden am Franziskanergymnasium Kreuzburg folgende Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt: a. Lesen Lesen ist eine Basisf\u00e4higkeit, die einen starken Einfluss auf die gesamte Schul- und Berufslaufbahn hat. Probleme im Leseverst\u00e4ndnis wirken sich in der Schule nahezu auf alle F\u00e4cher aus: vom Lesen und Verstehen von Texten im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich bis hin zum Verst\u00e4ndnis von Sachtexten und Textaufgaben in mathematisch-naturwissenschaftlichen F\u00e4chern. Die neu aufgenommenen F\u00fcnftkl\u00e4ssler werden in den ersten Wochen der Schulzeit im Rahmen des Deutschunterrichts mit Hilfe des standardisierten \u201eStolperw\u00f6rtertests\u201c auf den Stand ihrer Lesefertigkeit getestet. Nach den Herbstferien teilt der LRS-Beauftragte in enger Absprache mit den jeweiligen Deutschlehrkr\u00e4ften die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit besonderen Defiziten im Lesebereich in Lese-F\u00f6rderkurse ein, die sie dabei unterst\u00fctzen sollen, den sich steigernden Leseanforderungen im Unterricht besser gerecht zu werden. Die F\u00f6rderkurse gehen bis zum Ende des Halbjahres (5 I). Die Teilnahme daran ist nach \u00a7 41,2 VoGSv verpflichtend. Nach Ende des Kurses erfolgt eine standardisierte Evaluation des individuellen Lesefortschritts, die \u00fcber die Deutsch-Lehrkr\u00e4fte an die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zur\u00fcckgemeldet wird. b. Schreiben Im ersten Halbjahr der f\u00fcnften Jahrgangsstufe werden alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit zwei standardisierten Diktaten auf ihre Rechtschreibfertigkeiten hin getestet. Mit den Kindern, die eine deutlich erh\u00f6hte Fehlerzahl in LRS-sensiblen Bereichen aufweisen, wird ein weiterer standardisierter Test durchgef\u00fchrt, der extern beim Lernserver-Institut (M\u00fcnster) ausgewertet wird und eine klare Analyse der Fehlerh\u00e4ufigkeit und -art liefert. Das Lernserver-Institut erstellt f\u00fcr jedes betroffene Kind das individuell passende \u00dcbungsmaterial. 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Eltern k\u00f6nnen ihre Kinder vielf\u00e4ltig un-terst\u00fctzen, wenn diese von einer LRS betroffen sind. Dazu geh\u00f6rt z. B., zu Hause f\u00fcr ausreichende k\u00f6r\u00acperliche Bewegung zu sorgen, eine anregende Leseatmosph\u00e4re \u2013 einschlie\u00dflich Vorlesen! \u2013 zu schaffen und die Kinder zu Schreib\u00fcbungen zu ermuntern bzw. sie bei Schreibaufgaben zu unterst\u00fctzen. Dies alles sollte in enger Abstimmung mit der Deutsch-Lehrkraft erfolgen. Zur Abkl\u00e4rung der gesamten Symptomatik und zum Aufdecken m\u00f6glicher organischer Defizite (Sehen\/H\u00f6ren) kann die Einholung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens sinnvoll sein. Eltern von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit LRS-Problemen k\u00f6nnen zu Beginn eines jeden Halbjahres einen Antrag auf Nachteilsausgleich an die entsprechende Klassenleitung\/Klassenkonferenz stellen. \u00dcber diese M\u00f6glichkeit werden sie zu Beginn des Schuljahres von der Schulleitung schriftlich informiert. Die Entscheidung \u00fcber Gew\u00e4hrung und Form eines Nachteilsausgleichs liegt bei den Fachlehrkr\u00e4ften einer Klasse. Der Nachteilsausgleich wird in der Regel f\u00fcr die Dauer eines Schulhalbjahres gew\u00e4hrt. F\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die einen Nachteilsausgleich erhalten, erstellt die Deutschlehrkraft nach R\u00fccksprache mit der Klassenkonferenz einen F\u00f6rderplan, der mit den Eltern sowie mit der Sch\u00fclerin und dem Sch\u00fcler er\u00f6rtert und in der Sch\u00fclerakte abgelegt wird. Grunds\u00e4tzlich gilt, dass Hilfen in Form von Nachteilsausgleich oder dem Abweichen von den allg. Grunds\u00e4tzen der Leistungsfeststellung vorrangig sind gegen\u00fcber dem Abweichen von den allg. Grunds\u00e4tzen der Leistungsbewertung, also z. B. dem vor\u00fcbergehenden Verzicht auf die Rechtschreibnote. Nur in besonders begr\u00fcndeten Einzelf\u00e4llen k\u00f6nnen sie auch nebeneinander gew\u00e4hrt werden (\u00a7 7,1 VoGSv). 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