{"id":10708,"date":"2016-12-05T07:12:27","date_gmt":"2016-12-05T06:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=10708"},"modified":"2016-12-02T15:18:23","modified_gmt":"2016-12-02T14:18:23","slug":"ich-achte-auf-die-andern-2-montagmorgenimpuls-im-advent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/ich-achte-auf-die-andern-2-montagmorgenimpuls-im-advent\/","title":{"rendered":"\u201eIch achte auf die anderen!\u201c  &#8211;  2. Montagmorgenimpuls im Advent"},"content":{"rendered":"<p><strong>05. Dezember 2016<\/strong>.<\/p><p>\r\n\r\n<strong><em>1. Lied<\/em><\/strong><\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"10709\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02.jpg\" rel=\"lightbox[10708]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02-300x225.jpg\" alt=\"02\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-10709\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02-300x225.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02-768x576.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02-440x330.jpg 440w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/02.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em><strong>2. Geschichte<\/strong><\/em>\r\nEines Morgens klopfte ein Bauer kr\u00e4ftig an das Tor eines Klosters. Als ihm der Bruder Pf\u00f6rtner \u00f6ffnete, reichte er ihm eine wundersch\u00f6ne Weintraube. &#8222;Lieber Bruder Pf\u00f6rtner, dies sind die besten Trauben, die mein Weinberg hervorgebracht hat. Und ich komme, um sie Euch zu schenken.&#8220;<br>\r\n&#8222;Herzlichen Dank! Ich werde sie sogleich zum Abt bringen, der sich \u00fcber dieses Geschenk freuen wird.&#8220; &#8222;Nein, nein, ich habe sie Euch gebracht.&#8220; &#8222;Mir? Ich verdiene kein so sch\u00f6nes Geschenk der Natur.&#8220;<br>\r\n&#8222;Ihr habt mir immer ge\u00f6ffnet, wenn ich an das Tor geklopft habe. Als ich Hilfe ben\u00f6tigte, weil die Ernte durch die Trockenheit zerst\u00f6rt war, habt Ihr mir t\u00e4glich ein St\u00fcck Brot und ein Glas Wein gegeben. Ich m\u00f6chte, dass diese Trauben Euch ein wenig von der Liebe der Sonne, der Sch\u00f6nheit des Regens und des Wunders Gottes bringen.&#8220;<br>\r\nDer Bruder Pf\u00f6rtner legt die Trauben vor sich hin und betrachtete sie den ganzen Morgen lang voller Bewunderung: Sie waren wirklich sch\u00f6n. Und deshalb beschloss er, sie dem Abt zu schenken, der ihn stets mit weisen Worten ermutigt hatte.<br>\r\nDer Abt freute sich sehr \u00fcber die Trauben. Ihm fiel jedoch ein, dass es im Kloster einen kranken Bruder gab, und er dachte: Ich\r\nwerde ihm die Trauben schenken. Sie werden ihm Freude machen.<br>\r\nDoch die Trauben blieben nicht lange in der Zelle des kranken Bruders, denn dieser \u00fcberlegte: Der Bruder K\u00fcchenmeister sorgt f\u00fcr mich, ern\u00e4hrt mich mit allerbesten Speisen. Ich bin sicher, diese Trauben w\u00fcrden ihn sehr gl\u00fccklich machen. Als der Bruder K\u00fcchenmeister zur Mittagsstunde erschien und das Essen brachte, \u00fcbergab er ihm die Trauben.<br>\r\n&#8222;Sie sind f\u00fcr Euch. Da Ihr immer mit den Fr\u00fcchten der Natur umgeht, werdet Ihr etwas mit diesem Werk Gottes anzufangen wissen.&#8220;<br>\r\nDer Bruder K\u00fcchenmeister war von der Sch\u00f6nheit der Trauben hingerissen und zeigt sie seinem Gehilfen. Sie waren so vollkommen, dass niemand sie mehr sch\u00e4tzen w\u00fcrde als der Bruder Sakristan, dem das Heilige Sakrament anvertraut war und den viele im Kloster f\u00fcr einen heiligen Mann hielten.<br>\r\nDer Bruder Sakristan schenkte die Trauben seinerseits dem j\u00fcngsten Novizen, damit dieser sehen m\u00f6ge, dass Gottes Werk sich in den kleinsten Dingen der Sch\u00f6pfung offenbarte. Als der Novize die Trauben erhielt, f\u00fchlte sein Herz den Ruhm Gottes. Weil er noch nie sch\u00f6nere Weintrauben gesehen hatte. Und er erinnerte sich daran, wie er zum ersten Mal ins Kloster gekommen war, und an den Menschen, der ihm das Tor ge\u00f6ffnet hatte. Das \u00d6ffnen des Tores hatte es m\u00f6glich gemacht, dass er heute in dieser Gemeinschaft von Menschen lebte, die Wunder zu sch\u00e4tzen wussten. Also trug er, kurz bevor des dunkel wurde, die Trauben zum Bruder Pf\u00f6rtner. Lasst sie Euch gut schmecken. Denn Ihr verbringt die meiste Zeit allein, und diese Trauben werden euch gut tun.&#8220;<br>\r\nDer Bruder Pf\u00f6rtner begriff, dass die Trauben tats\u00e4chlich f\u00fcr ihn bestimmt waren. Er genoss jede einzelne Beere und schlief gl\u00fccklich ein. So wurde der Kreis geschlossen. Ein Kreis des Gl\u00fccks und der Freude, der sich immer um den legt, der mit der Energie der Liebe in Kontakt steht.<br>\r\naus: Paulo Coelho, Der Zahir<\/p><p>\r\n<strong><em>3. Impuls<\/em><\/strong><br>\r\nWie sch\u00f6n ist es doch, wenn wir mit Freundlichkeit bedacht und mit Liebe beschenkt werden. Oft behalten wir das f\u00fcr uns, in unserem Herzen geborgen. Aber richtig sch\u00f6n wird es erst, wenn wir Freundlichkeit und Liebe weiterschenken. Dann vermehrt sich n\u00e4mlich das sch\u00f6ne Gef\u00fchl; so wie die Trauben zuletzt die ganze Gemeinschaft erfreut haben \u2013 auch, wenn sie dann doch von dem einen gegessen wurden.<br>\r\nSo viele Menschen um uns sind es wert, mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Wir k\u00f6nnen ihnen so leicht eine Freude machen.<br>\r\nLass uns eine Woche aufeinander achten, um die Liebe in unserer Schule so zu vermehren!<br><br>\r\nAchten wir darauf und<br>\r\n&#8211; \u2026 teilen wir von den S\u00fc\u00dfigkeiten, die wir dabei haben und alleine essen wollten.<br>\r\n&#8211; \u2026 gr\u00fc\u00dfen wir einander bewusst und \u00fcben das Anl\u00e4cheln!<br>\r\n&#8211; \u2026 sagen \u00f6fters: \u201eKann ich dir \/ Ihnen helfen?\u201c oder greifen wir spontan zu, halten eine T\u00fcr auf, tragen eine Tasche mit oder \u2026.\r\n<\/p><p>\r\n<em><strong>4. Gebet<\/strong><\/em><br>\r\nDer Herr segne eure H\u00e4nde und alles,<br>\r\nwas ihr damit vollbringt,<br>\r\ndamit sie helfen und tr\u00f6sten.<br>\r\nDer Herr segne eure Augen,<br>\r\ndass andere sich wohl f\u00fchlen k\u00f6nnen unter ihrem Blick.<br>\r\nDer Herr segne eure Ohren,<br>\r\ndass sie hellh\u00f6rig seien f\u00fcr die Stimmen der anderen.<br>\r\nDer Herr segne euren Mund,<br>\r\ndass er heilende Worte spreche.<br>\r\nGott segne euer Herz,<br>\r\ndass es W\u00e4rme schenken und bergen kann.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"05. Dezember 2016. 1. Lied 2. Geschichte Eines Morgens klopfte ein Bauer kr\u00e4ftig an das Tor eines Klosters. Als ihm der Bruder Pf\u00f6rtner \u00f6ffnete, reichte er ihm eine wundersch\u00f6ne Weintraube. &#8222;Lieber Bruder Pf\u00f6rtner, dies sind die besten Trauben, die mein Weinberg hervorgebracht hat. Und ich komme, um sie Euch zu schenken.&#8220; &#8222;Herzlichen Dank! Ich werde sie sogleich zum Abt bringen, der sich \u00fcber dieses Geschenk freuen wird.&#8220; &#8222;Nein, nein, ich habe sie Euch gebracht.&#8220; &#8222;Mir? Ich verdiene kein so sch\u00f6nes Geschenk der Natur.&#8220; &#8222;Ihr habt mir immer ge\u00f6ffnet, wenn ich an das Tor geklopft habe. Als ich Hilfe ben\u00f6tigte, weil die Ernte durch die Trockenheit zerst\u00f6rt war, habt Ihr mir t\u00e4glich ein St\u00fcck Brot und ein Glas Wein gegeben. Ich m\u00f6chte, dass diese Trauben Euch ein wenig von der Liebe der Sonne, der Sch\u00f6nheit des Regens und des Wunders Gottes bringen.&#8220; Der Bruder Pf\u00f6rtner legt die Trauben vor sich hin und betrachtete sie den ganzen Morgen lang voller Bewunderung: Sie waren wirklich sch\u00f6n. Und deshalb beschloss er, sie dem Abt zu schenken, der ihn stets mit weisen Worten ermutigt hatte. Der Abt freute sich sehr \u00fcber die Trauben. Ihm fiel jedoch ein, dass es im Kloster einen kranken Bruder gab, und er dachte: Ich werde ihm die Trauben schenken. Sie werden ihm Freude machen. Doch die Trauben blieben nicht lange in der Zelle des kranken Bruders, denn dieser \u00fcberlegte: Der Bruder K\u00fcchenmeister sorgt f\u00fcr mich, ern\u00e4hrt mich mit allerbesten Speisen. Ich bin sicher, diese Trauben w\u00fcrden ihn sehr gl\u00fccklich machen. Als der Bruder K\u00fcchenmeister zur Mittagsstunde erschien und das Essen brachte, \u00fcbergab er ihm die Trauben. &#8222;Sie sind f\u00fcr Euch. Da Ihr immer mit den Fr\u00fcchten der Natur umgeht, werdet Ihr etwas mit diesem Werk Gottes anzufangen wissen.&#8220; Der Bruder K\u00fcchenmeister war von der Sch\u00f6nheit der Trauben hingerissen und zeigt sie seinem Gehilfen. Sie waren so vollkommen, dass niemand sie mehr sch\u00e4tzen w\u00fcrde als der Bruder Sakristan, dem das Heilige Sakrament anvertraut war und den viele im Kloster f\u00fcr einen heiligen Mann hielten. Der Bruder Sakristan schenkte die Trauben seinerseits dem j\u00fcngsten Novizen, damit dieser sehen m\u00f6ge, dass Gottes Werk sich in den kleinsten Dingen der Sch\u00f6pfung offenbarte. Als der Novize die Trauben erhielt, f\u00fchlte sein Herz den Ruhm Gottes. Weil er noch nie sch\u00f6nere Weintrauben gesehen hatte. Und er erinnerte sich daran, wie er zum ersten Mal ins Kloster gekommen war, und an den Menschen, der ihm das Tor ge\u00f6ffnet hatte. Das \u00d6ffnen des Tores hatte es m\u00f6glich gemacht, dass er heute in dieser Gemeinschaft von Menschen lebte, die Wunder zu sch\u00e4tzen wussten. Also trug er, kurz bevor des dunkel wurde, die Trauben zum Bruder Pf\u00f6rtner. Lasst sie Euch gut schmecken. Denn Ihr verbringt die meiste Zeit allein, und diese Trauben werden euch gut tun.&#8220; Der Bruder Pf\u00f6rtner begriff, dass die Trauben tats\u00e4chlich f\u00fcr ihn bestimmt waren. Er genoss jede einzelne Beere und schlief gl\u00fccklich ein. So wurde der Kreis geschlossen. Ein Kreis des Gl\u00fccks und der Freude, der sich immer um den legt, der mit der Energie der Liebe in Kontakt steht. aus: Paulo Coelho, Der Zahir 3. Impuls Wie sch\u00f6n ist es doch, wenn wir mit Freundlichkeit bedacht und mit Liebe beschenkt werden. Oft behalten wir das f\u00fcr uns, in unserem Herzen geborgen. Aber richtig sch\u00f6n wird es erst, wenn wir Freundlichkeit und Liebe weiterschenken. Dann vermehrt sich n\u00e4mlich das sch\u00f6ne Gef\u00fchl; so wie die Trauben zuletzt die ganze Gemeinschaft erfreut haben \u2013 auch, wenn sie dann doch von dem einen gegessen wurden. So viele Menschen um uns sind es wert, mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Wir k\u00f6nnen ihnen so leicht eine Freude machen. Lass uns eine Woche aufeinander achten, um die Liebe in unserer Schule so zu vermehren! Achten wir darauf und &#8211; \u2026 teilen wir von den S\u00fc\u00dfigkeiten, die wir dabei haben und alleine essen wollten. &#8211; \u2026 gr\u00fc\u00dfen wir einander bewusst und \u00fcben das Anl\u00e4cheln! &#8211; \u2026 sagen \u00f6fters: \u201eKann ich dir \/ Ihnen helfen?\u201c oder greifen wir spontan zu, halten eine T\u00fcr auf, tragen eine Tasche mit oder \u2026. 4. Gebet Der Herr segne eure H\u00e4nde und alles, was ihr damit vollbringt, damit sie helfen und tr\u00f6sten. Der Herr segne eure Augen, dass andere sich wohl f\u00fchlen k\u00f6nnen unter ihrem Blick. Der Herr segne eure Ohren, dass sie hellh\u00f6rig seien f\u00fcr die Stimmen der anderen. Der Herr segne euren Mund, dass er heilende Worte spreche. Gott segne euer Herz, dass es W\u00e4rme schenken und bergen kann.","protected":false},"author":3,"featured_media":10709,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10708","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 11:19:03","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10708"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10708\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10711,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10708\/revisions\/10711"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}