{"id":11572,"date":"2017-04-03T07:25:03","date_gmt":"2017-04-03T05:25:03","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=11572"},"modified":"2017-03-20T10:58:18","modified_gmt":"2017-03-20T09:58:18","slug":"fastenimpuls-fuer-montag-den-03-april-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/fastenimpuls-fuer-montag-den-03-april-2017\/","title":{"rendered":"Fastenimpuls f\u00fcr Montag, den 03. April 2017"},"content":{"rendered":"<h2>Spoleto \u2013 meine Tr\u00e4ume &#8211;<\/h2>\r\n<h4>Lied: \u201eEin neuer Tag beginnt\u201c<\/h4>\r\n<h4>Aus dem Franziskusleben<\/h4>\r\n<p>\u201eFranziskus!\u201c Der Ruf der Mutter schallte durch das ganze Haus. Als sie keine Antwort bekam, suchte sie weiter. Schlie\u00dflich fand sie ihn im Schlafzimmer. Er lag auf dem Bett und starrte mit offenen Augen an die Decke.<br>\r\n\u201eFranziskus, du Tr\u00e4umer!\u201c, rief die Mutter. Sie war erleichtert, ihn so schnell gefunden zu haben. In den letzten Tagen versteckte er sich \u00f6fter. Manchmal musste sie lange nach ihm suchen.<br>\r\n\u201eDer Junge hat in letzter Zeit viel durchmachen m\u00fcssen\u201c, dachte die Mutter. Viel Leidvolles und Unverst\u00e4ndliches war passiert. Sie verstand vieles davon nicht. Auch nicht, warum Franziskus mit seinen Freunden in den Krieg gegen Perugia, der Nachbarstadt, ziehen wollte. Er wollte Ritter werden. Das war sein Traum. Ja, davon wusste sie. Perugia war aber viel gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker als Assisi. Franziskus und viele seiner Freunde wurden gefangen genommen, einige sogar get\u00f6tet. Ein Jahr lang hatte Franziskus in einem dunklen kalten Gef\u00e4ngnis gesessen. Dann gelang es seinem Vater, ihn gegen ein L\u00f6segeld freizukaufen.<br>\r\nDanach war Franziskus lange krank. Er zog sich zur\u00fcck. Nur ganz allm\u00e4hlich hatte er sich wieder erholt.<br>\r\n<a attid=\"11574\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[11572]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-11574\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto-300x225.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto-768x576.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/05-Spoleto-440x330.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Irgendwann begann Franziskus erneut zu tr\u00e4umen. In die weite Welt wollte er hinausziehen und Ruhm und Ehre gewinnen. Sein Vater kaufte ihm eine pr\u00e4chtige Ritterr\u00fcstung und ein Pferd. Dann zog Franziskus los. Ganz Assisi war auf den Beinen, als er sich auf den Weg machte. Doch Franziskus ritt nur einen Tag bis zur Stadt Spoleto, so erz\u00e4hlte er seiner Mutter sp\u00e4ter. Am Abend habe er sich schlafen gelegt. Da h\u00f6rte er eine Stimme, die ihn fragte: \u201eFranziskus, was hast Du vor?\u201c<br>\r\n\u201eIch ziehe in den Krieg\u201c, gab Franziskus zur Antwort.<br>\r\nDie Stimme fragte: \u201eWem willst du eigentlich dienen \u2013 dem Herrn oder dem Knecht!\u201c<br>\r\nFranziskus antworte: \u201eDem Herrn nat\u00fcrlich!\u201c<br>\r\nDarauf die Stimme: \u201eWarum dienst du dann dem Knecht?\u201c<br>\r\nDie Stimme habe ihn dann aufgefordert, nach Assisi zur\u00fcckzukehren und dort abzuwarten, was passieren w\u00fcrde.<br>\r\nDie Mutter konnte nicht verstehen, warum Franziskus den Traum so ernst nahm. Sie tr\u00e4umte auch ab und zu. Aber sie w\u00e4re nie auf die Idee gekommen, das zu tun, was sie im Traum erlebte. Die meisten Tr\u00e4ume verga\u00df sie sowieso ganz schnell.<br>\r\nAber ihr Sohn nahm den Traum ernst. Seitdem aber hatte sich die Stimme nicht mehr gemeldet. Ihr Sohn wurde immer stiller. Franziskus hatte sich ver\u00e4ndert. Auch die Mutter hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Sie sp\u00fcrte nur, dass ein gro\u00dfes Geheimnis Franziskus umgab.<\/p><p>\r\n\r\n<em>(nach: Franz Josef Kr\u00f6ger: Franziskus. Kevelar.2001)<\/em><\/p>\r\n<h4>Gedanken<\/h4>\r\n<p>Auch in der Bibel gibt es immer viele Tr\u00e4umer: die beiden Josefs im Alten und Neuen Testament, Jakob, Elija und andere. In den Tr\u00e4umen, sagen uns die Therapeuten heute, spricht das Innere zu den Menschen. Glaubende dr\u00fccken es so aus: \u201eIn den Tr\u00e4umen spricht GOTT zu uns!\u201c Wir Menschen reagieren unterschiedlich auf unsere Tr\u00e4ume.\r\nFranziskus l\u00e4sst sich von seinen Tr\u00e4umen ansprechen. Der Traum von Spoleto war ihm allerdings keine Antwort auf seine Lebensfrage. Doch der Traum lie\u00df ihn aufhorchen. Er traute dieser inneren Stimme und damit seinem Herzen, selbst als die anderen dar\u00fcber lachten.<br>\r\nAuch wir tr\u00e4umen ganz oft und manchmal sehr konkret. Ich glaube, Gott spricht auch in unseren Tr\u00e4umen zu uns!<\/p>\r\n<h4>Impuls<\/h4>\r\n<p>Haben wir heute Nacht auch getr\u00e4umt? Und k\u00f6nnen wir uns an die Tr\u00e4ume erinnern?<br>\r\nEs macht Spa\u00df, sich einander die Tr\u00e4ume zu erz\u00e4hlen. Manchmal kommen einem beim Erz\u00e4hlen sogar Ideen, was die Tr\u00e4ume f\u00fcr unser konkretes Handeln bedeuten k\u00f6nnten. Hin und wieder haben sie Botschaften f\u00fcr uns, die uns motivieren oder ebenso warnen wollen.<br>\r\nWir k\u00f6nnten in dieser Woche ein Traumtagebuch f\u00fchren. Vielleicht erkennen wir eine Botschaft GOTTES f\u00fcr uns darin.<\/p>\r\n<h4>Gebet<\/h4>\r\n<p>Herr, ich komme zu dir,<br>\r\ndass deine Ber\u00fchrung mich segne,<br>\r\nehe ich meinen Tag beginne.<\/p><p>\r\n\r\nHerr, lass deine Augen eine Weile ruhen auf meinen Augen.<\/p><p>\r\n\r\nHerr, lass mich das Wissen um deine Freundschaft mitnehmen in diesen Tag.<\/p><p>\r\n\r\nHerr, f\u00fclle meine Seele mit deiner Musik,<br>\r\nmit deinem Frieden, mit deiner Freude,<\/p><p>\r\n\r\nHerr, begleite mich durch die Anspannungen dieses Tages,<br>\r\nlass den Sonnenschein deiner Liebe<br>\r\ndie Gipfel meiner Gedanken k\u00fcssen.<\/p><p>\r\n\r\nHerr, segne mich,<br>\r\ndamit im Tal meiner M\u00fchen die Ernte reif wird.<\/p><p>\r\n<em>\r\nnach Rabindranath Tagore<\/em><\/p><p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spoleto \u2013 meine Tr\u00e4ume &#8211; Lied: \u201eEin neuer Tag beginnt\u201c Aus dem Franziskusleben \u201eFranziskus!\u201c Der Ruf der Mutter schallte durch das ganze Haus. 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Dann gelang es seinem Vater, ihn gegen ein L\u00f6segeld freizukaufen. Danach war Franziskus lange krank. Er zog sich zur\u00fcck. Nur ganz allm\u00e4hlich hatte er sich wieder erholt. Irgendwann begann Franziskus erneut zu tr\u00e4umen. In die weite Welt wollte er hinausziehen und Ruhm und Ehre gewinnen. Sein Vater kaufte ihm eine pr\u00e4chtige Ritterr\u00fcstung und ein Pferd. Dann zog Franziskus los. Ganz Assisi war auf den Beinen, als er sich auf den Weg machte. Doch Franziskus ritt nur einen Tag bis zur Stadt Spoleto, so erz\u00e4hlte er seiner Mutter sp\u00e4ter. Am Abend habe er sich schlafen gelegt. Da h\u00f6rte er eine Stimme, die ihn fragte: \u201eFranziskus, was hast Du vor?\u201c \u201eIch ziehe in den Krieg\u201c, gab Franziskus zur Antwort. Die Stimme fragte: \u201eWem willst du eigentlich dienen \u2013 dem Herrn oder dem Knecht!\u201c Franziskus antworte: \u201eDem Herrn nat\u00fcrlich!\u201c Darauf die Stimme: \u201eWarum dienst du dann dem Knecht?\u201c Die Stimme habe ihn dann aufgefordert, nach Assisi zur\u00fcckzukehren und dort abzuwarten, was passieren w\u00fcrde. Die Mutter konnte nicht verstehen, warum Franziskus den Traum so ernst nahm. Sie tr\u00e4umte auch ab und zu. Aber sie w\u00e4re nie auf die Idee gekommen, das zu tun, was sie im Traum erlebte. Die meisten Tr\u00e4ume verga\u00df sie sowieso ganz schnell. Aber ihr Sohn nahm den Traum ernst. Seitdem aber hatte sich die Stimme nicht mehr gemeldet. Ihr Sohn wurde immer stiller. Franziskus hatte sich ver\u00e4ndert. Auch die Mutter hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Sie sp\u00fcrte nur, dass ein gro\u00dfes Geheimnis Franziskus umgab. (nach: Franz Josef Kr\u00f6ger: Franziskus. Kevelar.2001) Gedanken Auch in der Bibel gibt es immer viele Tr\u00e4umer: die beiden Josefs im Alten und Neuen Testament, Jakob, Elija und andere. In den Tr\u00e4umen, sagen uns die Therapeuten heute, spricht das Innere zu den Menschen. Glaubende dr\u00fccken es so aus: \u201eIn den Tr\u00e4umen spricht GOTT zu uns!\u201c Wir Menschen reagieren unterschiedlich auf unsere Tr\u00e4ume. Franziskus l\u00e4sst sich von seinen Tr\u00e4umen ansprechen. Der Traum von Spoleto war ihm allerdings keine Antwort auf seine Lebensfrage. Doch der Traum lie\u00df ihn aufhorchen. Er traute dieser inneren Stimme und damit seinem Herzen, selbst als die anderen dar\u00fcber lachten. Auch wir tr\u00e4umen ganz oft und manchmal sehr konkret. Ich glaube, Gott spricht auch in unseren Tr\u00e4umen zu uns! Impuls Haben wir heute Nacht auch getr\u00e4umt? Und k\u00f6nnen wir uns an die Tr\u00e4ume erinnern? Es macht Spa\u00df, sich einander die Tr\u00e4ume zu erz\u00e4hlen. 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