{"id":20252,"date":"2018-09-25T22:09:13","date_gmt":"2018-09-25T20:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=20252"},"modified":"2018-10-15T22:54:23","modified_gmt":"2018-10-15T20:54:23","slug":"nachruf-frater-ingbert-alfons-ziegler-ofm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/nachruf-frater-ingbert-alfons-ziegler-ofm\/","title":{"rendered":"Nachruf Frater Ingbert Alfons Ziegler OFM"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><a href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tau.png\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20252]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-20253\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tau.png\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"240\"><\/a>Ihn wollen wir preisen und ihm Dank erweisen,<br> dem Sch\u00f6pfer von allem und dem Retter aller,<br>\r\ndie an ihn glauben, auf ihn hoffen und ihn lieben.<br>\r\nFranziskus von Assisi<\/em><\/p>\r\n\r\n<p><h4><strong>Frater Ingbert Alfons Ziegler OFM<\/strong><\/h4>\r\nstarb in der Neurologischen Klinik in Frankfurt\/Main am<br>\r\n<strong>13. September 2018<\/strong><\/p><p>\r\n\r\n\u201eDas tut mir leid. Ihr verliert einen so freundlichen Bruder. Seine Freude war oft so ansteckend\u201c, stand schon im ersten Kondolenzschreiben, das uns nach der Bekanntgabe von Fr. Ingberts Tod erreichte. Viele andere best\u00e4tigten dies in ihren \u00c4u\u00dferungen. Sie bezeugen damit, welch liebvollen, menschenzugewandten Bruder wir mit Ingbert loslassen m\u00fcssen. Einen Menschen, der mit seinem verschmitzten L\u00e4cheln und seiner ruhigen Art unsere Gemeinschaft mit w\u00e4rmender Atmosph\u00e4re erf\u00fcllte. Auf ihn schien das Wort wahrhaftig zu passen: \u201eDort, wo man singt, da lass dich ruhig nieder. B\u00f6se Menschen kennen keine Lieder.\u201c<\/p><p>\r\nAm 28. August 1942 wurde Ingbert in Frankfurt am Main geboren. Ausgewachsen ist der kleine Alfons jedoch in Mernes im Spessart. Seine Mutter Ottilia Ziegler, geborene Desch, musste ihre 5 Kinder alleine gro\u00dfziehen. Sein Vater Bernhard Ziegler kehrte aus dem Krieg nicht zur\u00fcck. Schon fr\u00fch kam Ingbert mit den Franziskanern in Salm\u00fcnster in Kontakt. Im Jahr 1954 ging er darum auf die Schule des Ordens in Watersleyde. \u201eDa wuchs man eben so in den Orden hinein\u201c, sagte Ingbert. 1963 machte er sein Abitur und trat im gleichen Jahr ins Noviziat der Th\u00fcringischen Franziskanerprovinz in Salm\u00fcnster ein. Wieder war er in Heimatn\u00e4he, was ihm als wirklicher Familienmensch fast ein Leben lang verg\u00f6nnt war. Nur seine Studienzeit in Gorheim-Sigmaringen ab 1965 und ab 1967 im Rahmen des Generalstudiums in M\u00fcnchen f\u00fchrte ihn die Ferne. Dort widmete sich Ingbert zun\u00e4chst dem Theologiestudium bis zur Subdiakonenweihe 1966. Dann jedoch begann er sein Studium der Kirchenmusik an der \u201eHochschule f\u00fcr Musik\u201c. Als leidenschaftlicher Musiker wird uns Ingbert v.a. in Erinnerung bleiben.<\/p><p>\r\nVon 1973 bis 2007 begeisterte er nicht nur Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Franziskanergymnasiums Kreuzburg in Gro\u00dfkrotzenburg. Vielen Ch\u00f6ren in der Umgebung war er ein kompetenter und motivierender Leiter. Jahrelang brachte er den Junioren der \u201eThuringia\u201c den Chorlagesang n\u00e4her und sorgte f\u00fcr deren Stimmbildung. Mit seiner frohen Art brachte er noch fast jedem ein Minimum musikalischen Geschicks bei. \u201e\u00dcben hilft \u2013 leider\u201c, war eine seiner Weisheiten. Ingbert komponierte und nat\u00fcrlich spielte er die Orgel treu und verl\u00e4sslich. Fast jeden Morgen sa\u00df er auf dem Orgelbock und \u00fcbte. Die Aufgabe als letzter Provinzsekret\u00e4r der \u201eThuringia\u201c verrichtete er von 2007 bis 2010. Und so manche Kunstgegenst\u00e4nde tragen die Signatur in seiner feinen Schrift, denn er inventarisierte mit Akribie und gro\u00dfer Geduld die Kunst der alten th\u00fcringischen Provinz.<\/p><p>\r\nDie Spuren aber, die er in den Herzen der Menschen hinterlie\u00df, konnten wir in den letzten Tagen sehen. Nach seinem Schlaganfall am 2. September 2018 versammelten sich immer wieder Menschen an seinem Krankenbett. Als er am Abend des 13. September 2018 starb waren nicht nur Br\u00fcder und Familie anwesend. Auch zwei seiner ehemaligen Sch\u00fcler waren dabei, als er friedlich einschlief.<\/p><p>\r\nSein Platz im \u201ePferdestall\u201c wird leer bleiben. Sein Orgelspiel und seinen Gesang werden wir nicht mehr h\u00f6ren. Doch wir sind dankbar, dass wir dieses Leben mit ihm teilen durften.<\/p><p>\r\n\r\nAllen, die Fr. Ingbert in seiner Krankheit beigestanden haben, sagen wir ein herzliches Vergelt\u2019s Gott.<\/p><p>\r\n\r\nDer Auferstehungsgottesdienst ist am Mittwoch, dem 19. September 2018 um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius in Gro\u00dfkrotzenburg. Anschlie\u00dfend ist die Beisetzung auf dem Friedhof.<\/p><p>\r\n\r\nF\u00fcr den Konvent der Kreuzburg <br>P. Michael Blasek OFM Guardian<\/p><p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ihn wollen wir preisen und ihm Dank erweisen, dem Sch\u00f6pfer von allem und dem Retter aller, die an ihn glauben, auf ihn hoffen und ihn lieben. Franziskus von Assisi Frater Ingbert Alfons Ziegler OFM starb in der Neurologischen Klinik in Frankfurt\/Main am 13. September 2018 \u201eDas tut mir leid. Ihr verliert einen so freundlichen Bruder. Seine Freude war oft so ansteckend\u201c, stand schon im ersten Kondolenzschreiben, das uns nach der Bekanntgabe von Fr. Ingberts Tod erreichte. Viele andere best\u00e4tigten dies in ihren \u00c4u\u00dferungen. Sie bezeugen damit, welch liebvollen, menschenzugewandten Bruder wir mit Ingbert loslassen m\u00fcssen. Einen Menschen, der mit seinem verschmitzten L\u00e4cheln und seiner ruhigen Art unsere Gemeinschaft mit w\u00e4rmender Atmosph\u00e4re erf\u00fcllte. Auf ihn schien das Wort wahrhaftig zu passen: \u201eDort, wo man singt, da lass dich ruhig nieder. B\u00f6se Menschen kennen keine Lieder.\u201c Am 28. August 1942 wurde Ingbert in Frankfurt am Main geboren. Ausgewachsen ist der kleine Alfons jedoch in Mernes im Spessart. Seine Mutter Ottilia Ziegler, geborene Desch, musste ihre 5 Kinder alleine gro\u00dfziehen. Sein Vater Bernhard Ziegler kehrte aus dem Krieg nicht zur\u00fcck. Schon fr\u00fch kam Ingbert mit den Franziskanern in Salm\u00fcnster in Kontakt. Im Jahr 1954 ging er darum auf die Schule des Ordens in Watersleyde. \u201eDa wuchs man eben so in den Orden hinein\u201c, sagte Ingbert. 1963 machte er sein Abitur und trat im gleichen Jahr ins Noviziat der Th\u00fcringischen Franziskanerprovinz in Salm\u00fcnster ein. Wieder war er in Heimatn\u00e4he, was ihm als wirklicher Familienmensch fast ein Leben lang verg\u00f6nnt war. Nur seine Studienzeit in Gorheim-Sigmaringen ab 1965 und ab 1967 im Rahmen des Generalstudiums in M\u00fcnchen f\u00fchrte ihn die Ferne. Dort widmete sich Ingbert zun\u00e4chst dem Theologiestudium bis zur Subdiakonenweihe 1966. Dann jedoch begann er sein Studium der Kirchenmusik an der \u201eHochschule f\u00fcr Musik\u201c. Als leidenschaftlicher Musiker wird uns Ingbert v.a. in Erinnerung bleiben. Von 1973 bis 2007 begeisterte er nicht nur Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Franziskanergymnasiums Kreuzburg in Gro\u00dfkrotzenburg. Vielen Ch\u00f6ren in der Umgebung war er ein kompetenter und motivierender Leiter. Jahrelang brachte er den Junioren der \u201eThuringia\u201c den Chorlagesang n\u00e4her und sorgte f\u00fcr deren Stimmbildung. Mit seiner frohen Art brachte er noch fast jedem ein Minimum musikalischen Geschicks bei. \u201e\u00dcben hilft \u2013 leider\u201c, war eine seiner Weisheiten. Ingbert komponierte und nat\u00fcrlich spielte er die Orgel treu und verl\u00e4sslich. Fast jeden Morgen sa\u00df er auf dem Orgelbock und \u00fcbte. Die Aufgabe als letzter Provinzsekret\u00e4r der \u201eThuringia\u201c verrichtete er von 2007 bis 2010. Und so manche Kunstgegenst\u00e4nde tragen die Signatur in seiner feinen Schrift, denn er inventarisierte mit Akribie und gro\u00dfer Geduld die Kunst der alten th\u00fcringischen Provinz. Die Spuren aber, die er in den Herzen der Menschen hinterlie\u00df, konnten wir in den letzten Tagen sehen. Nach seinem Schlaganfall am 2. September 2018 versammelten sich immer wieder Menschen an seinem Krankenbett. Als er am Abend des 13. September 2018 starb waren nicht nur Br\u00fcder und Familie anwesend. Auch zwei seiner ehemaligen Sch\u00fcler waren dabei, als er friedlich einschlief. 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