{"id":20419,"date":"2018-11-18T20:46:40","date_gmt":"2018-11-18T19:46:40","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=20419"},"modified":"2020-06-05T13:49:46","modified_gmt":"2020-06-05T11:49:46","slug":"26-erfinderlabor-schueler-helfen-der-evolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/26-erfinderlabor-schueler-helfen-der-evolution\/","title":{"rendered":"26. Erfinderlabor: Sch\u00fcler helfen der Evolution"},"content":{"rendered":"<h3>Noah M. (Jg 13) forschte in Frankfurt und Zwingenberg zum Komplex Biotechnologie \/ Kooperation mit Goethe-Universit\u00e4t und BRAIN AG. <\/h3>\r\n<p>&#8222;Ein solches Ma\u00df an Disziplin, Freude und Energie ist wirklich eindrucksvoll&#8220;, so Dr. Helge Bode beim Finale des j\u00fcngsten Erfinderlabors. Der Professor f\u00fcr Molekulare Biotechnolgie an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt \u00e4u\u00dferte sich begeistert \u00fcber den Elan und die intellektuelle Dynamik der 16. Oberstufensch\u00fcler, die eine Woche lang souver\u00e4n zu diesem schwierigen Themenkomplex geforscht haben. Die Teilnehmer seien allesamt in der Lage gewesen, ihr neu erworbenes Wissen sofort in die Praxis umzusetzen. &#8222;Das macht mir Hoffnung f\u00fcr die Zukunft&#8220;, so Bode bei der Abschlusspr\u00e4sentation vor knapp 200\r\nG\u00e4sten auf dem Campus Riedberg.<\/p><p>\r\n\r\nZum 26. Mal hatte das Zentrum f\u00fcr Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim jeweils acht leistungsstarke und motivierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eingeladen, um eine Woche lang im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft eine wichtige Zukunftstechnologie kennen zu lernen.<\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"20420\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20419]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-20420\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A-300x200.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A-768x512.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11A.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Darunter auch Noah M. (Jg 13) unserer Schule: &#8222;Viele Konzepte der Gentechnologie sind bereits aus dem Unterricht bekannt, aber wenn man selbst mal Hand anlegen darf, ist das nat\u00fcrlich etwas ganz Anderes. Deshalb bin ich froh, dass ich durch das Zentrum f\u00fcr Chemie die Chance bekommen habe, diese wertvollen Erfahrungen zu sammeln und freundliche, motivierte Mitsch\u00fcler aus ganz Hessen kennenzulernen.&#8220;<\/p><p>\r\n\r\nIm Mittelpunkt stand eine wegweisende Querschnittsdiziplin mit enormem Einfluss auf industrielle Anwendungen und Produkte: F\u00fcr ihre biotechnologischen Forschungen wurde die US-Wissenschaftlerin Frances Arnold j\u00fcngst mit dem Nobelpreis f\u00fcr Chemie ausgezeichnet. Und auch beim Biotechnologie-Workshop des ZFC haben die Sch\u00fcler viele spannende Entdeckungen gemacht.<\/p><p>\r\n\r\nDie ganze Faszination des Themas offenbarte sich in den Abschlusspr\u00e4sentationen der vier Teams, die in Frankfurt komplexe Zusammenh\u00e4nge plastisch, eloquent und fundiert erl\u00e4utert haben. Neben inhaltlichem Know-how zeigten sie auch viel methodische Sicherheit und dramaturgischen Pep. Daf\u00fcr gab es den geballten Applaus im H\u00f6rsaal des Fachbereichs Biowissenschaften, wo die Teilnehmer jeweils zehn Minuten Zeit hatten, um ihre Versuche in griffiger und allgemein verst\u00e4ndlicher Form einem interessierten Publikum zu erl\u00e4utern. &#8222;Gro\u00dfes Kino!&#8220;, kommentierte Thomas Deichmann, Kommunikationschef bei der BRAIN AG in Zwingenberg. Der Diplom-Ingenieur und erfahrene Wissenschafts-Journalist lobte die Teilnehmer ebenso wie den Ansatz des Erfinderlabors, relevanten Zukunftstechnolgien bereits auf schulischer Ebene eine prominente Platform zu geben.<\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"20422\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20419]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-20422\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c-300x200.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c-768x512.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11_c.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Unter knapp 200 hochkar\u00e4tigen Bewerbern aus 73 hessischen Schulen hatte das ZFC im laufenden Schuljahr die besten ausgew\u00e4hlt und eingeladen. &#8222;Das Thema Biotechnologie verzeichnet jedes Jahr die gr\u00f6\u00dfte Resonanz&#8220;, so Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier in der Goethe-Universit\u00e4t. Das Interesse an den Workshops sei konstant hoch, so der Lehrer aus Bensheim, der das Erfinderlabor seit 2005 organisiert. Bisher haben \u00fcber 430 Top-Sch\u00fcler teilgenommen. &#8222;Wir m\u00f6chten Berufsperspektiven er\u00f6ffnen und konkretisieren und dabei insbesondere umweltfreundliche Technologien in den Fokus nehmen&#8220;, so Schneidermeier. Das Erfinderlabor ist Teil der Initiative &#8222;Schule 3.0&#8220;, die in Zusammenarbeit mit Schule, Wirtschaft und Politik relevante Zukunftstechnologien in den Regelunterricht integriert. Laut verschiedener Studien f\u00fchlen sich viele Oberstufensch\u00fcler nicht ausreichend \u00fcber ihre beruflichen M\u00f6glichkeiten informiert, wie Schneidermeier in Frankfurt betonte. Die Biotechnolgie b\u00f6te gute Chancen. In der Branche habe sich die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdreifacht.<\/p><p>\r\n\r\nProf. Dr. Helge Bode bezeichnete die Biotechnologie als eine einschneidende Schl\u00fcsseltechnologie, die im Rahmen des normalen Schulunterrichts entweder \u00fcberhaupt nicht oder nur als theoretische Fu\u00dfnote vorkomme. &#8222;Im Erfinderlabor dagegen werden viele praktischen Aspekte der biotechnologischen Forschung durchgespielt &#8211; und das weit \u00fcber Unterrichtswissen und die experimentellen M\u00f6glichkeiten von Schule hinaus.&#8220;<\/p><p>\r\n\r\nDas kann Stephan Rollmann nur best\u00e4tigen. Der Referatsleiter Gymnasien im Hessischen Kultusministerium (HKM) stellt fest: &#8222;Im Unterricht kommt das Experimentieren leider zu kurz.&#8220; Der langj\u00e4hrige Schulleiter und Chemielehrer wei\u00df, von was er spricht. In Frankfurt lobte er den Anspruch des ZFC, naturwissenschaftlich interessierte Sch\u00fcler zu unterst\u00fctzen und sie durch ein breit gef\u00e4chertes Angebot auf Studium und Beruf vorzubereiten.<\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"20421\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20419]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b-300x178.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"178\" class=\"alignleft size-medium wp-image-20421\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b-300x178.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b-768x455.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b-1024x607.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11b.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Hessen ist ein Kooperationspartner der ersten Stunde. &#8222;Aus \u00dcberzeugung&#8220;, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gregor Disson in Frankfurt betonte. Es komme bereits heute darauf an, sich aktiv um die klugen K\u00f6pfe von Morgen zu k\u00fcmmern. Mit rund 60.000 Besch\u00e4ftigten und knapp 27 Milliarden Euro Umsatz ist die chemische Industrie der besch\u00e4ftigungs-, umsatz- und exportst\u00e4rkste Wirtschaftszweig Hessens. In der Branche seien biotechnologische Verfahren heute immer h\u00e4ufiger Standard, so Disson weiter.<\/p><p>\r\n\r\nDie Hessische Wirtschaftsf\u00f6rderung setzt fr\u00fch an, wenn die Zukunft des Standorts auf dem Spiel steht. &#8222;Uns geht es nicht nur um das Thema Nachwuchssicherung. Wir wollen Begeisterung s\u00e4en&#8220;, sagte Dr. Carsten Ott von der Hessen Trade &#038; Invest GmbH. Der Abteilungsleiter Technologie &#038; Innovation pl\u00e4dierte an die Sch\u00fcler, selbstbewusst und offen in ihre Berufsbiografie zu starten. Das Erfinderlabor sei eine ideale Gelegenheit, pers\u00f6nliche Interessen auszuloten und zu konkretisieren.<\/p><p>\r\n\r\nBei den Pionieren der wei\u00dfen Biotechnologie erfuhren die Sch\u00fcler bereits am ersten Tag, wie auf der Grundlage biologischer Ressourcen, etwa durch die kontrollierte Evolution von Enzymen, neue Anwendungen und Produkte in der Konsumg\u00fcter- und Chemieindustrie entwickelt werden. Das b\u00f6rsennotierte Unternehmen war wiederholt Kooperationspartner des ZFC. In Zwingenberg erlebten die Teilnehmer einen Fachvortrag zum Thema Bio-Actives und Labor-Rundg\u00e4nge. Dr. Ute Dechert (Unit Head Organisation &amp; Processes) informierte \u00fcber Karrierechancen im verzweigten Biotech-Kosmos.<\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"20423\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20419]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-20423\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d-300x200.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d-768x512.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11d.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Thomas Deichmann richtete den Blick auf das innovative Potenzial der Biotechnologie als Treiber einer so genannten Bio\u00f6konomie, die auf nachwachsenden Rohstoffen basiert und die traditionelle Erd\u00f6l-basierte Wirtschaft abl\u00f6sen wird. Denn Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind sich einig: Das Zeitalter der Bio\u00f6konomie hat l\u00e4ngst begonnen. &#8222;Ein Megatrend&#8220;, so Deichmann, der naturwissenschaftlich interessierten Sch\u00fclern in diesem Segment gl\u00e4nzende berufliche Zukunftssausichten vorhersagt. Beispielhaft erl\u00e4uterte Dirk Ritzmann, Biologielaborant bei der BRAIN AG, seine Perspektiven in einer aufstrebenden Branche.<\/p><p>\r\n\r\nAm Fachbereich Biowissenschaften der Goethe-Universit\u00e4t, einer der gr\u00f6\u00dften seiner Art in ganz Deutschland, haben sich die Sch\u00fclerteams unter anderem mit der Biosynthese in Pflanzen und Mikroorganismen, der Herstellung von Proteinen sowie mit genetisch ver\u00e4nderten Naturstoffen besch\u00e4ftigt. Die Betreuung durch die Wissenschaftler des Fachbereichs wurde von den Teilnehmern allgemein hoch gelobt. &#8222;Der Spa\u00df am Forschen stand immer im Mittelpunkt. Auch, wenn ein Experiment einmal nicht funktioniert hat&#8220;, berichtet ZFC-Projektleiterin Binke Friedrich aus dem Labor.<\/p><p>\r\n\r\n&#8222;Wir brauchen solche extrem cleveren K\u00f6pfe wie euch&#8220;, so das Fazit von Prof. Dr. Helge Bode am Finaltag, der von Dr. Janin Sameith (Hessen Trade &amp; Invest) moderiert wurde. Neben zwei Tagen im Labor und einer F\u00fclle von Informationen genossen die Sch\u00fcler auch noch ein Rhetorik-Seminar von der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Die Jury aus Thomas Deichmann, Dr. Carsten Ott, Stephan Rollmann und Christine Hauck (Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Rhein-Main-Taunus) gab s\u00e4mtlichen Teams ein positives Feedback. Neben Zertifikaten erhielten die erfolgreichen Forscher jeweils ein Jahresabonnement der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. Vier Teilnehmer freuten sich \u00fcber Sonderpreise der Fraunhofer-Gesellschaft.<\/p><p>\r\n\r\n&#8222;Nehmt diese Begeisterung mit an eure Schulen&#8220;, so Stephan Rollmann im H\u00f6rsaal.<\/p><p>\r\n\r\n<a attid=\"20424\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20419]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e-300x155.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"155\" class=\"alignleft size-medium wp-image-20424\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e-300x155.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e-768x397.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e-1024x530.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_11e.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Erfinderlabor wird seit 2005 vom Zentrum f\u00fcr Chemie mit Sitz in Bensheim an der Bergstra\u00dfe organisiert. Das Projekt greift Themengebiete auf, die im Unterricht nicht vorkommen oder in diesem Kontext nur partiell behandelt werden k\u00f6nnen. Mit seinen Veranstaltungen m\u00f6chte das ZFC das Interesse und die Kreativit\u00e4t junger Menschen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften wecken und sie f\u00fcr aktuelle naturwissenschaftliche Themen nachhaltig begeistern. Die Zusammenarbeit mit Industrie- und Hochschulpartnern erm\u00f6glicht Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern einen Zugang zu aktuellen Forschungsmethoden und vermittelt dar\u00fcber hinaus einen Eindruck von der interdisziplin\u00e4ren Ausrichtung und den verschiedenen Arbeitsgebieten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.<\/p><p>\r\n\r\nDas Erfinderlabor ist Teil der ZFC-Initiative \u201cSchule 3.0 \u2013 Zukunftstechnologien in den Unterricht\u201c. Das 2013 gestartete Angebot umfasst unter anderem Workshop- Programme f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte aller MINT-F\u00e4cher in den Bereichen organische Elektronik, Elektromobilit\u00e4t und Digitalisierung. Dem gleichnamigen Schulnetzwerk geh\u00f6ren aktuell 13 hessische Schulen mit gymnasialer Oberstufe und die Deutsche Schule Seoul an.<\/p><p>\r\n\r\nIm Schuljahr 2018\/19 finden im Februar und April weitere Workshops zu den\r\nThemen Elektromobilit\u00e4t und Organische Elektronik statt.<\/p><p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Noah M. (Jg 13) forschte in Frankfurt und Zwingenberg zum Komplex Biotechnologie \/ Kooperation mit Goethe-Universit\u00e4t und BRAIN AG. &#8222;Ein solches Ma\u00df an Disziplin, Freude und Energie ist wirklich eindrucksvoll&#8220;, so Dr. Helge Bode beim Finale des j\u00fcngsten Erfinderlabors. Der Professor f\u00fcr Molekulare Biotechnolgie an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt \u00e4u\u00dferte sich begeistert \u00fcber den Elan und die intellektuelle Dynamik der 16. Oberstufensch\u00fcler, die eine Woche lang souver\u00e4n zu diesem schwierigen Themenkomplex geforscht haben. Die Teilnehmer seien allesamt in der Lage gewesen, ihr neu erworbenes Wissen sofort in die Praxis umzusetzen. &#8222;Das macht mir Hoffnung f\u00fcr die Zukunft&#8220;, so Bode bei der Abschlusspr\u00e4sentation vor knapp 200 G\u00e4sten auf dem Campus Riedberg. Zum 26. Mal hatte das Zentrum f\u00fcr Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim jeweils acht leistungsstarke und motivierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eingeladen, um eine Woche lang im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft eine wichtige Zukunftstechnologie kennen zu lernen. Darunter auch Noah M. (Jg 13) unserer Schule: &#8222;Viele Konzepte der Gentechnologie sind bereits aus dem Unterricht bekannt, aber wenn man selbst mal Hand anlegen darf, ist das nat\u00fcrlich etwas ganz Anderes. Deshalb bin ich froh, dass ich durch das Zentrum f\u00fcr Chemie die Chance bekommen habe, diese wertvollen Erfahrungen zu sammeln und freundliche, motivierte Mitsch\u00fcler aus ganz Hessen kennenzulernen.&#8220; Im Mittelpunkt stand eine wegweisende Querschnittsdiziplin mit enormem Einfluss auf industrielle Anwendungen und Produkte: F\u00fcr ihre biotechnologischen Forschungen wurde die US-Wissenschaftlerin Frances Arnold j\u00fcngst mit dem Nobelpreis f\u00fcr Chemie ausgezeichnet. Und auch beim Biotechnologie-Workshop des ZFC haben die Sch\u00fcler viele spannende Entdeckungen gemacht. Die ganze Faszination des Themas offenbarte sich in den Abschlusspr\u00e4sentationen der vier Teams, die in Frankfurt komplexe Zusammenh\u00e4nge plastisch, eloquent und fundiert erl\u00e4utert haben. Neben inhaltlichem Know-how zeigten sie auch viel methodische Sicherheit und dramaturgischen Pep. Daf\u00fcr gab es den geballten Applaus im H\u00f6rsaal des Fachbereichs Biowissenschaften, wo die Teilnehmer jeweils zehn Minuten Zeit hatten, um ihre Versuche in griffiger und allgemein verst\u00e4ndlicher Form einem interessierten Publikum zu erl\u00e4utern. &#8222;Gro\u00dfes Kino!&#8220;, kommentierte Thomas Deichmann, Kommunikationschef bei der BRAIN AG in Zwingenberg. Der Diplom-Ingenieur und erfahrene Wissenschafts-Journalist lobte die Teilnehmer ebenso wie den Ansatz des Erfinderlabors, relevanten Zukunftstechnolgien bereits auf schulischer Ebene eine prominente Platform zu geben. Unter knapp 200 hochkar\u00e4tigen Bewerbern aus 73 hessischen Schulen hatte das ZFC im laufenden Schuljahr die besten ausgew\u00e4hlt und eingeladen. &#8222;Das Thema Biotechnologie verzeichnet jedes Jahr die gr\u00f6\u00dfte Resonanz&#8220;, so Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier in der Goethe-Universit\u00e4t. Das Interesse an den Workshops sei konstant hoch, so der Lehrer aus Bensheim, der das Erfinderlabor seit 2005 organisiert. Bisher haben \u00fcber 430 Top-Sch\u00fcler teilgenommen. &#8222;Wir m\u00f6chten Berufsperspektiven er\u00f6ffnen und konkretisieren und dabei insbesondere umweltfreundliche Technologien in den Fokus nehmen&#8220;, so Schneidermeier. Das Erfinderlabor ist Teil der Initiative &#8222;Schule 3.0&#8220;, die in Zusammenarbeit mit Schule, Wirtschaft und Politik relevante Zukunftstechnologien in den Regelunterricht integriert. Laut verschiedener Studien f\u00fchlen sich viele Oberstufensch\u00fcler nicht ausreichend \u00fcber ihre beruflichen M\u00f6glichkeiten informiert, wie Schneidermeier in Frankfurt betonte. Die Biotechnolgie b\u00f6te gute Chancen. In der Branche habe sich die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdreifacht. Prof. Dr. Helge Bode bezeichnete die Biotechnologie als eine einschneidende Schl\u00fcsseltechnologie, die im Rahmen des normalen Schulunterrichts entweder \u00fcberhaupt nicht oder nur als theoretische Fu\u00dfnote vorkomme. &#8222;Im Erfinderlabor dagegen werden viele praktischen Aspekte der biotechnologischen Forschung durchgespielt &#8211; und das weit \u00fcber Unterrichtswissen und die experimentellen M\u00f6glichkeiten von Schule hinaus.&#8220; Das kann Stephan Rollmann nur best\u00e4tigen. Der Referatsleiter Gymnasien im Hessischen Kultusministerium (HKM) stellt fest: &#8222;Im Unterricht kommt das Experimentieren leider zu kurz.&#8220; Der langj\u00e4hrige Schulleiter und Chemielehrer wei\u00df, von was er spricht. In Frankfurt lobte er den Anspruch des ZFC, naturwissenschaftlich interessierte Sch\u00fcler zu unterst\u00fctzen und sie durch ein breit gef\u00e4chertes Angebot auf Studium und Beruf vorzubereiten. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Hessen ist ein Kooperationspartner der ersten Stunde. &#8222;Aus \u00dcberzeugung&#8220;, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gregor Disson in Frankfurt betonte. Es komme bereits heute darauf an, sich aktiv um die klugen K\u00f6pfe von Morgen zu k\u00fcmmern. Mit rund 60.000 Besch\u00e4ftigten und knapp 27 Milliarden Euro Umsatz ist die chemische Industrie der besch\u00e4ftigungs-, umsatz- und exportst\u00e4rkste Wirtschaftszweig Hessens. In der Branche seien biotechnologische Verfahren heute immer h\u00e4ufiger Standard, so Disson weiter. Die Hessische Wirtschaftsf\u00f6rderung setzt fr\u00fch an, wenn die Zukunft des Standorts auf dem Spiel steht. &#8222;Uns geht es nicht nur um das Thema Nachwuchssicherung. Wir wollen Begeisterung s\u00e4en&#8220;, sagte Dr. Carsten Ott von der Hessen Trade &#038; Invest GmbH. Der Abteilungsleiter Technologie &#038; Innovation pl\u00e4dierte an die Sch\u00fcler, selbstbewusst und offen in ihre Berufsbiografie zu starten. Das Erfinderlabor sei eine ideale Gelegenheit, pers\u00f6nliche Interessen auszuloten und zu konkretisieren. Bei den Pionieren der wei\u00dfen Biotechnologie erfuhren die Sch\u00fcler bereits am ersten Tag, wie auf der Grundlage biologischer Ressourcen, etwa durch die kontrollierte Evolution von Enzymen, neue Anwendungen und Produkte in der Konsumg\u00fcter- und Chemieindustrie entwickelt werden. Das b\u00f6rsennotierte Unternehmen war wiederholt Kooperationspartner des ZFC. In Zwingenberg erlebten die Teilnehmer einen Fachvortrag zum Thema Bio-Actives und Labor-Rundg\u00e4nge. Dr. Ute Dechert (Unit Head Organisation &amp; Processes) informierte \u00fcber Karrierechancen im verzweigten Biotech-Kosmos. Thomas Deichmann richtete den Blick auf das innovative Potenzial der Biotechnologie als Treiber einer so genannten Bio\u00f6konomie, die auf nachwachsenden Rohstoffen basiert und die traditionelle Erd\u00f6l-basierte Wirtschaft abl\u00f6sen wird. Denn Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind sich einig: Das Zeitalter der Bio\u00f6konomie hat l\u00e4ngst begonnen. &#8222;Ein Megatrend&#8220;, so Deichmann, der naturwissenschaftlich interessierten Sch\u00fclern in diesem Segment gl\u00e4nzende berufliche Zukunftssausichten vorhersagt. Beispielhaft erl\u00e4uterte Dirk Ritzmann, Biologielaborant bei der BRAIN AG, seine Perspektiven in einer aufstrebenden Branche. Am Fachbereich Biowissenschaften der Goethe-Universit\u00e4t, einer der gr\u00f6\u00dften seiner Art in ganz Deutschland, haben sich die Sch\u00fclerteams unter anderem mit der Biosynthese in Pflanzen und Mikroorganismen, der Herstellung von Proteinen sowie mit genetisch ver\u00e4nderten Naturstoffen besch\u00e4ftigt. Die Betreuung durch die Wissenschaftler des Fachbereichs wurde von den Teilnehmern allgemein hoch gelobt. &#8222;Der Spa\u00df am Forschen stand immer im Mittelpunkt. Auch, wenn ein Experiment einmal nicht funktioniert hat&#8220;, berichtet ZFC-Projektleiterin Binke Friedrich aus dem Labor. &#8222;Wir brauchen solche extrem cleveren K\u00f6pfe wie euch&#8220;, so das Fazit von Prof. Dr. Helge Bode am Finaltag, der von Dr. Janin Sameith (Hessen Trade &amp; Invest) moderiert wurde. 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