{"id":20539,"date":"2018-12-03T07:25:56","date_gmt":"2018-12-03T06:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=20539"},"modified":"2019-04-23T10:41:25","modified_gmt":"2019-04-23T08:41:25","slug":"advent-mit-allen-sinnen-1-montagsimpuls-im-advent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/advent-mit-allen-sinnen-1-montagsimpuls-im-advent\/","title":{"rendered":"Advent mit allen Sinnen  &#8211;  1. Montagsimpuls im Advent"},"content":{"rendered":"<h4>Einf\u00fchrung<\/h4>\r\n<p>Am Beginn der kommenden Wochen w\u00fcnschen wir uns manchmal einen \u201ebesinnlichen Advent\u201c. Wir meinen damit, dass wir nicht wie von Sinnen durch die Tage hetzen, sondern etwas zur Ruhe kommen sollen. Da das sowieso selten gelingt, wollen wir in diesen Impulsen nicht weniger machen, sondern Sie alle zu einem \u201eMehr\u201c anregen. Wir wollen in diesen Tagen jede Wochen einen unserer Sinne \u201etrainieren\u201c und uns damit konzentrieren auf das H\u00f6ren, Sehen und Sp\u00fcren. Wir wollen unsere Sinne sch\u00e4rfen und w\u00fcnschen somit allen einen beSINNlichen Advent!<\/p><p>\r\n<h3>3. Dezember 2018 \u2013 1. Adventswoche\r\nH\u00d6REN<\/h3>\r\n<a attid=\"20540\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr.jpg\" data-rel=fancybox rel=\"lightbox[20539]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-20540\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr-200x300.jpg 200w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr-768x1152.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr-682x1024.jpg 682w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/01-Ohr.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><h4>Lied: O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu (GL233)<\/h4>\r\n<h4>Geschichte<\/h4>\r\nEin Indianer besucht einen wei\u00dfen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem L\u00e4rm, den Autos und den vielen Menschen \u2013 all dies ist ungewohnt und verwirrend f\u00fcr ihn. Die beiden M\u00e4nner gehen die Stra\u00dfe entlang, als der Indianer pl\u00f6tzlich stehen bleibt: \u201eH\u00f6rst du auch, was ich h\u00f6re?\u201c Der Freund horcht: \u201eAlles, was ich h\u00f6re, ist das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse.\u201c \u201eIch h\u00f6re ganz in der N\u00e4he eine Grille zirpen.\u201c \u201eDu musst dich t\u00e4uschen. Hier gibt es keine Grillen. Und selbst wenn es eine g\u00e4be, man w\u00fcrde sie bei dem L\u00e4rm nicht h\u00f6ren.\u201c Der Indianer geht ein paar Schritte weiter und bleibt vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankt an der Mauer. Er schiebt die Bl\u00e4tter auseinander \u2013 und da sitzt\r\ntats\u00e4chlich eine Grille. Der andere sagt: \u201eIndianer k\u00f6nnen eben besser h\u00f6ren als Wei\u00dfe.\u201c \u201eIch bin nicht sicher\u201c, erwidert der Indianer, l\u00e4sst sich ein 50-Cent-St\u00fcck geben und wirft es auf das Pflaster. Es klimpert auf dem Asphalt, Leute bleiben stehen und sehen sich suchend um. \u201eSiehst du\u201c, sagt der Indianer, \u201edas Ger\u00e4usch, das das Geldst\u00fcck gemacht hat, war nicht lauter als das der Grille. Und doch h\u00f6rten es viele. Wir alle h\u00f6ren eben das gut, worauf wir zu achten gewohnt sind.\u201c<br><br>\r\n\r\n<em>(Aus: Andere Zeiten e.V.: Typisch! Kleine Geschichten f\u00fcr andere Zeiten. S. 38f)<\/em><\/p><p>\r\n<h4>Gedanken<\/h4>\r\n<strong>Unsere Ohren sind ganz besondere Sinnesorganen:<\/strong><br>\r\nDie Ohren sind immer offen. Sie lassen sich nicht verschlie\u00dfen. Alles geht durch sie hinein: die Beleidigung, die verletzt, das tr\u00f6stende Wort, das heilt.\r\nUnser Ohr mahnt: Mensch, hab <strong>ein offenes Ohr f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr die Welt, f\u00fcr Gott.<\/strong><br>\r\n\r\nDer Geh\u00f6rsinn ist der einzige von den 5 Sinnen, der rundherum alle Ger\u00e4usche aufnehmen kann. Die anderen Sinne, wie z.B. die Augen,\r\nk\u00f6nnen hinten nichts sehen, sondern nur das, was in ihr Blickfeld kommt.<br>\r\nDie Ohren k\u00f6nnen uns das mitteilen, was nicht im Blickfeld ist, was hinter uns geschieht, was wir nicht sehen, f\u00fchlen oder riechen k\u00f6nnen. Das Ohr ist also ein umfassender Sinn. Seien wir also wachsam f\u00fcr das, was um uns herum passiert.<br>\r\n\r\nDas Ohr nimmt Unsichtbares auf: den Klang, den Laut, die Sprache, die Botschaft.\r\nSo steht das Ohr auch f\u00fcr jenen Sinn, \u00fcber den Gott seine Botschaft an uns Menschen heranbringt. Gott ist unsichtbar. Und doch kann unser Herz ihn h\u00f6ren, wenn wir unser Herz \u00f6ffnen. H\u00f6ren ist der Glaubenssinn.\r\n\r\nOhren sind immer offen. Sie lassen sich nicht verschlie\u00dfen. Aber sie lassen sich schulen und trainieren. Sie lassen sich \u00f6ffnen, um hinzuh\u00f6ren, z.B. auf die Not unserer Mitmenschen. Um das zu h\u00f6ren, woran das Herz glaubt.<\/p><p>\r\n<h4>IMPULS:<\/h4>\r\nSo wollen wir in dieser Adventswoche versuchen, unsere Ohren zu trainieren. Wir wollen sie nicht auf Durchzug stellen, sondern mal bewusst hinh\u00f6ren. Vielleicht ist es m\u00f6glich, beim morgendlichen Gebet zwei Minuten Stille zu halten, diese Stille zu genie\u00dfen und uns w\u00e4hrenddessen \u00fcberlegen, wo wir am jeweiligen Tag den Filter der Liebe vor unsere Ohren halten wollen.\r\nWir w\u00fcnschen spannende Erfahrungen damit.<\/p><p>\r\n<h4>Vater unser<\/h4>\r\n<h4>Segen<\/h4>\r\nHerr, segne meine Ohren,<br>\r\ndass sie deine Stimme<br>\r\nzu erhorchen verm\u00f6gen,<br>\r\ndass sie hellh\u00f6rig seien<br>\r\nf\u00fcr die Stimme der Not,<br>\r\ndass sie verschlossen seien<br>\r\nf\u00fcr den L\u00e4rm und das Geschw\u00e4tz,<br>\r\ndass sie das Unbequeme nicht \u00fcberh\u00f6ren.<br><br>\r\n\r\n<em>(Sabine Naegeli: Du hast mein Dunkel geteilt S.104f)<\/em><\/p><p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einf\u00fchrung Am Beginn der kommenden Wochen w\u00fcnschen wir uns manchmal einen \u201ebesinnlichen Advent\u201c. 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Die Ohren k\u00f6nnen uns das mitteilen, was nicht im Blickfeld ist, was hinter uns geschieht, was wir nicht sehen, f\u00fchlen oder riechen k\u00f6nnen. Das Ohr ist also ein umfassender Sinn. Seien wir also wachsam f\u00fcr das, was um uns herum passiert. Das Ohr nimmt Unsichtbares auf: den Klang, den Laut, die Sprache, die Botschaft. So steht das Ohr auch f\u00fcr jenen Sinn, \u00fcber den Gott seine Botschaft an uns Menschen heranbringt. Gott ist unsichtbar. Und doch kann unser Herz ihn h\u00f6ren, wenn wir unser Herz \u00f6ffnen. H\u00f6ren ist der Glaubenssinn. Ohren sind immer offen. Sie lassen sich nicht verschlie\u00dfen. Aber sie lassen sich schulen und trainieren. Sie lassen sich \u00f6ffnen, um hinzuh\u00f6ren, z.B. auf die Not unserer Mitmenschen. Um das zu h\u00f6ren, woran das Herz glaubt. IMPULS: So wollen wir in dieser Adventswoche versuchen, unsere Ohren zu trainieren. Wir wollen sie nicht auf Durchzug stellen, sondern mal bewusst hinh\u00f6ren. 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