{"id":25894,"date":"2020-04-05T01:28:34","date_gmt":"2020-04-04T23:28:34","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=25894"},"modified":"2020-04-03T16:31:31","modified_gmt":"2020-04-03T14:31:31","slug":"blog-fuer-die-seele-palmsonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/blog-fuer-die-seele-palmsonntag\/","title":{"rendered":"Blog f\u00fcr die Seele &#8211; Palmsonntag"},"content":{"rendered":"<a attid=\"25893\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag.jpg\" rel=\"lightbox[25894]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag-300x147.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"147\" class=\"alignright size-medium wp-image-25893\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag-300x147.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag-1024x503.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag-768x377.jpg 768w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2020_04_05-Palmsonntag.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p>\r\n\r\nDie \u201eHeilige Woche\u201c beginnt. Wir werden auch dieses Jahr Ostern feiern \u2013 anders als gewohnt. Stiller als sonst. Von nichts abgelenkt k\u00f6nnten wir die letzten Schritte des Menschen Jesus von Nazareth mitgehen. <br>\r\nAm Palmsonntag f\u00e4ngt es an \u2013 mit einem triumphalen Empfang eines popul\u00e4ren Rabbis und Heilers in Jerusalem; einem Menschen, der f\u00fcr die einen Unterhaltungswert besitzt, der f\u00fcr die anderen ein \u00c4rgernis ist, der f\u00fcr manche aber die gro\u00dfe Hoffnung auf die Befreiung von aller Beklommenheit darstellt. <br>\r\nDamals lernten die Menschen, dass es doch ganz anders kommen wird. Nicht Jubel und l\u00e4rmendes Feiern, sondern das gemeinsame Annehmen, Durchhalten und das stille Loslassen von festgelegten Pl\u00e4nen bereitet den Morgen f\u00fcr neues Leben. Doch dazu braucht es ein Ende, das am Palmsonntag den Anfang nimmt.<br>\r\nUnd gr\u00fcne Zweige lassen uns ahnen: Das Leben wird siegen! <br>\r\n(MB)<\/p>\r\n\r\n<h4>Erz\u00e4hlung zu Palmsonntag<\/h4>\r\n\r\nIch nenne sie Ruth, das kleine M\u00e4dchen.<br>\r\nAn dem Tag war es ein Hasten und Rufen, eine gro\u00dfe, bewegte Volksmenge. &#8222;Wie immer vor dem Pascha,\u201d hatte die Mutter gesagt, und &#8222;hoffentlich passiert nichts Schlimmes!\u201d Ruth traute sich mit ihrem Vetter auf die Gasse,\r\nwurde bald vom Strom der Menschen mitgerissen auf die gepflasterte Stra\u00dfe, die hinauf zum Palast des Pilatus f\u00fchrte. Was f\u00fcr ein Gedr\u00e4nge, ein Rufen und Schreien! &#8222;Der Nazarener kommt, Jesus, der Mann aus Nazaret, der Prophet, der Sohn Davids!\u201d<br>\r\nZwischen den Gro\u00dfen hindurch hatte sich Ruth nach vorne durchgedr\u00e4ngt. &#8222;Da kommt er, der Zimmermannssohn, Jesus von Nazaret!\u201d<br>\r\nVerwunderung, dass er auf einem Eselsfohlen sitzt, lachend und winkend.\r\nEin Gruppe M\u00e4nner um ihn herum mit flinken Augen, um den Rabbi zu sch\u00fctzen.<br>\r\n&#8222;Hosanna! Heil dir, Sohn Davids!\u201d<br>\r\nWie eine Welle braust der Ruf durch die Stra\u00dfen der Stadt.\r\nRuth bekommt von ihrem Vetter einen \u00d6lzweig gereicht.<br>\r\n&#8222;Da, Jesus!\u201d ruft sie, und reicht ihm den Zweig.<br>\r\nDer Rabbi nimmt ihn gerne an, ber\u00fchrt ihn sacht, auch mit den Lippen,\r\nund gibt ihn dem M\u00e4dchen zur\u00fcck.<br>\r\nRuth versteht! &#8222;Nein, ich werde dich nicht vergessen!\u201d Jahre sp\u00e4ter erf\u00e4hrt Ruth, zur jungen Frau geworden, von &#8222;Nazar\u00e4ern\u201d, die sich auf Jesus berufen.<br>\r\nSie fasst Mut und n\u00e4hert sich ihrer Versammlung am Tag nach dem Sabbat, den Zweig in den H\u00e4nden, der &#8211; seltsam! &#8211; \u00fcber die Jahre nicht verwelkt ist. Ruth erz\u00e4hlt ihr Erlebnis von damals, sie bleibt und schweigt und h\u00f6rt:<br>\r\nVom Gottesknecht, der diesen Weg gehen musste, den Weg nach Golgota, sein Kreuz tragend; dass er auferstanden ist und lebt;\r\ndass Gott ihn best\u00e4tigt hat als den Sohn Davids, als den Messias und Kyrios. Und jetzt ist er da inmitten der Seinen, da man das Brot bricht und den Wein trinkt zu seinem Ged\u00e4chtnis.<br><br>\r\n\r\n<em>Aus: Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Die vier Evangelien in Ausz\u00fcgen mit Meditationen, kommentierenden Texten und Zeichnungen. Im Eigenverlag (Holsteinstr. 1, D-51065 K\u00f6ln)<\/em><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u201eHeilige Woche\u201c beginnt. Wir werden auch dieses Jahr Ostern feiern \u2013 anders als gewohnt. Stiller als sonst. Von nichts abgelenkt k\u00f6nnten wir die letzten Schritte des Menschen Jesus von Nazareth mitgehen. Am Palmsonntag f\u00e4ngt es an \u2013 mit einem triumphalen Empfang eines popul\u00e4ren Rabbis und Heilers in Jerusalem; einem Menschen, der f\u00fcr die einen Unterhaltungswert besitzt, der f\u00fcr die anderen ein \u00c4rgernis ist, der f\u00fcr manche aber die gro\u00dfe Hoffnung auf die Befreiung von aller Beklommenheit darstellt. Damals lernten die Menschen, dass es doch ganz anders kommen wird. Nicht Jubel und l\u00e4rmendes Feiern, sondern das gemeinsame Annehmen, Durchhalten und das stille Loslassen von festgelegten Pl\u00e4nen bereitet den Morgen f\u00fcr neues Leben. Doch dazu braucht es ein Ende, das am Palmsonntag den Anfang nimmt. Und gr\u00fcne Zweige lassen uns ahnen: Das Leben wird siegen! (MB) Erz\u00e4hlung zu Palmsonntag Ich nenne sie Ruth, das kleine M\u00e4dchen. 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Ruth bekommt von ihrem Vetter einen \u00d6lzweig gereicht. &#8222;Da, Jesus!\u201d ruft sie, und reicht ihm den Zweig. Der Rabbi nimmt ihn gerne an, ber\u00fchrt ihn sacht, auch mit den Lippen, und gibt ihn dem M\u00e4dchen zur\u00fcck. Ruth versteht! &#8222;Nein, ich werde dich nicht vergessen!\u201d Jahre sp\u00e4ter erf\u00e4hrt Ruth, zur jungen Frau geworden, von &#8222;Nazar\u00e4ern\u201d, die sich auf Jesus berufen. Sie fasst Mut und n\u00e4hert sich ihrer Versammlung am Tag nach dem Sabbat, den Zweig in den H\u00e4nden, der &#8211; seltsam! &#8211; \u00fcber die Jahre nicht verwelkt ist. Ruth erz\u00e4hlt ihr Erlebnis von damals, sie bleibt und schweigt und h\u00f6rt: Vom Gottesknecht, der diesen Weg gehen musste, den Weg nach Golgota, sein Kreuz tragend; dass er auferstanden ist und lebt; dass Gott ihn best\u00e4tigt hat als den Sohn Davids, als den Messias und Kyrios. 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