{"id":41621,"date":"2024-08-31T19:16:19","date_gmt":"2024-08-31T17:16:19","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=41621"},"modified":"2024-08-31T19:16:19","modified_gmt":"2024-08-31T17:16:19","slug":"kein-tschuess-sondern-ein-bis-bald-freundinnen-und-freunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/kein-tschuess-sondern-ein-bis-bald-freundinnen-und-freunde\/","title":{"rendered":"Kein Tsch\u00fcss, sondern ein: Bis bald, Freundinnen und Freunde!"},"content":{"rendered":"<p>Ashot Hakobyan, Mitglied der Brasilienaustauschgruppe 2023\/24 und Teilnehmer des Gegenbesuchs der elfk\u00f6pfigen deutschen Gruppe in diesem Sommer, berichtet:<\/p>\r\n\r\n<p>Wahrscheinlich kann man sagen, dass wir vor einem Jahr die beste Entscheidung unseres bisherigen Lebens getroffen haben, denn die f\u00fcnf Wochen in Brasilien waren eine spannende und erstaunliche Zeit f\u00fcr uns! Nach 12 Stunden Flug von Frankfurt nach S\u00e3o Paulo wurden wir am 12.08. erst einmal von unseren Familien abgeholt und verabschiedeten uns von den anderen deutschen Gruppenmitgliedern. Da es in Brasilien die Zeit der Winterferien war, hatten die brasilianischen Familien f\u00fcr uns schon sehr sch\u00f6ne Urlaubsziele ausgesucht. Man muss sagen, dass der Winter in Brasilien sehr warm ist, sodass die Durchschnittstemperatur oft zwischen 25-30 Grad betr\u00e4gt. Manche sind ganz weit in den Norden gereist, wo es viel w\u00e4rmer als in S\u00e3o Paulo war, z.B. nach Jericoacoara im Bundesstaat C\u00e9ara. Da Brasilien ein riesiges Land ist, ca. 30-mal gr\u00f6\u00dfer als Deutschland, muss man manchmal auch vier Stunden bis zu seinem gew\u00fcnschten Reiseziel fliegen. Fast alle aus unserer Gruppe waren mit ihren Familien auch in Rio de Janeiro und haben dort die Str\u00e4nde, die Christusstatue, den Zuckerhut und tolle Sehensw\u00fcrdigkeiten besichtigt.<\/p>\r\n\r\n<p>Nach fast 2,5 Wochen Urlaub begannen dann die Gruppenreisen f\u00fcr uns deutsche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Wir sind mit unserer Lehrerin, Frau Fritsche, nach Bonito geflogen und haben Teile des Pantanals, des gr\u00f6\u00dften tropischen Sumpfgebiets der Erde, besichtigt. Auf einer Safari-Tour bestaunten wir \u2013 nat\u00fcrlich mit Sicherheitsabstand &#8211; Schlangen, Affen, Strau\u00dfe, Krokodile, Capivaras und vieles mehr. An einem Tag haben wir w\u00e4hrend einer idyllischen Flo\u00dffahrt auch Piranhas geangelt. An zwei Tagen schnorchelten wir in kristallklaren Fl\u00fcssen und hatten Kontakt zu faszinierenden Fischen. Eine Woche sp\u00e4ter flogen wir dann auf unserer zweiten Gruppenreise nach Salvador im Bundesstaat Bahia. Auf einer Stadttour lernten wir einiges \u00fcber die Geschichte dieser Stadt des einstigen Sklavenhandels und sahen zum Beispiel den Ort, an dem Michael Jackson sein Musikvideo \u201eThey don\u2018t care about us\u201c gedreht hat. Danach konnten wir in Praia do Forte vor allem Strandleben genie\u00dfen und sahen dort auch tartarugas, Riesenschildkr\u00f6ten. In Praia do Forte trafen wir an einem Tag unsere ehemalige Lehrerin, Frau Weiser, da sie dort ein Haus besitzt und in den Ferien oft da ist.<\/p> \r\n<p>In der letzten Woche begleiteten wir unsere Austauschpartner und -partnerinnen in ihrem Schulalltag. Wir waren mit ihnen im Unterricht, erhielten aber auch F\u00fchrungen durch die Schule. Von der Spaltung des Landes in Arm und Reich bekamen wir z.B. durch die Besuche in zwei Sozialprojekten einiges mit, in einer Schule f\u00fcr Kinder und Jugendliche aus sozial schw\u00e4cheren Familien der an das Col\u00e9gio Porto Seguro angrenzenden Favela (Elendsviertel) und in dem Projekt \u201eSanta F\u00e9\u201c, in dem alleinerziehende junge M\u00fctter leben. Hierhin gingen auch Spenden aus unseren Familien. In diesen 5 Wochen ist die Freundschaft mit den Familien und ganz besonders mit dem Austauschpartner bzw. der Austauschpartnerin sehr gest\u00e4rkt worden. Die Brasilianerinnen und Brasilianer hatten zudem \u2013 auch durch ihren Besuch vor rund 8 Monaten bei uns &#8211; noch die M\u00f6glichkeit, ihr Deutsch zu verbessern und wir konnten ihnen einige Eindr\u00fccke aus unserem deutschen Leben vermitteln. Es war echt sch\u00f6n, dass sich jeder gut mit seinem Austauschpartner verstanden hat und dass die Familien uns sehr warm und mit offenen Armen und Herzen willkommen gehei\u00dfen haben, sodass man sich wirklich als ein Teil der Familie gef\u00fchlt hat. In diesen f\u00fcnf Wochen haben wir sehr vieles gesehen und gelernt, wie z.B. auch etwas Portugiesisch, aber am dankbarsten sind wir daf\u00fcr, dass wir die Gelegenheit hatten, diese sch\u00f6ne und sehr besondere Zeit erleben zu d\u00fcrfen. Der Abschied fiel nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht leicht, sodass viele am Flughafen sehr traurig waren. Wir sind uns aber sicher, dass der Kontakt noch lange anhalten wird. Bruno, einer unserer brasilianischen Partner, sprach es in der gro\u00dfen tr\u00e4nenreichen Abschiedsrunde am Flughafen aus: \u201eLeute, das hier ist kein `Tsch\u00fcss`, das hier ist ein `Bis bald`!\u201c<\/p>\r\n\r\nngg_shortcode_0_placeholder","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ashot Hakobyan, Mitglied der Brasilienaustauschgruppe 2023\/24 und Teilnehmer des Gegenbesuchs der elfk\u00f6pfigen deutschen Gruppe in diesem Sommer, berichtet: Wahrscheinlich kann man sagen, dass wir vor einem Jahr die beste Entscheidung unseres bisherigen Lebens getroffen haben, denn die f\u00fcnf Wochen in Brasilien waren eine spannende und erstaunliche Zeit f\u00fcr uns! Nach 12 Stunden Flug von Frankfurt nach S\u00e3o Paulo wurden wir am 12.08. erst einmal von unseren Familien abgeholt und verabschiedeten uns von den anderen deutschen Gruppenmitgliedern. Da es in Brasilien die Zeit der Winterferien war, hatten die brasilianischen Familien f\u00fcr uns schon sehr sch\u00f6ne Urlaubsziele ausgesucht. Man muss sagen, dass der Winter in Brasilien sehr warm ist, sodass die Durchschnittstemperatur oft zwischen 25-30 Grad betr\u00e4gt. Manche sind ganz weit in den Norden gereist, wo es viel w\u00e4rmer als in S\u00e3o Paulo war, z.B. nach Jericoacoara im Bundesstaat C\u00e9ara. Da Brasilien ein riesiges Land ist, ca. 30-mal gr\u00f6\u00dfer als Deutschland, muss man manchmal auch vier Stunden bis zu seinem gew\u00fcnschten Reiseziel fliegen. Fast alle aus unserer Gruppe waren mit ihren Familien auch in Rio de Janeiro und haben dort die Str\u00e4nde, die Christusstatue, den Zuckerhut und tolle Sehensw\u00fcrdigkeiten besichtigt. Nach fast 2,5 Wochen Urlaub begannen dann die Gruppenreisen f\u00fcr uns deutsche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. 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