{"id":4915,"date":"2015-03-02T07:00:49","date_gmt":"2015-03-02T06:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=4915"},"modified":"2015-02-20T20:57:04","modified_gmt":"2015-02-20T19:57:04","slug":"fastenzeit-2015-das-kreuzbild-von-san-damiano-2-impulse-durch-die-jahrhunderte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/fastenzeit-2015-das-kreuzbild-von-san-damiano-2-impulse-durch-die-jahrhunderte\/","title":{"rendered":"Fastenzeit 2015  &#8211; Das Kreuzbild von San Damiano 2 \u2013 Impulse durch die Jahrhunderte"},"content":{"rendered":"<h3>Die Augen \u2013 schauen und angeschaut.<\/h3>\r\n<a href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Gesicht.jpg\" data-rel=\"fancybox\" rel=\"lightbox[4915]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4917\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Gesicht-300x287.jpg\" alt=\"2015Gesicht\" width=\"300\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Gesicht-300x287.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Gesicht-1024x980.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Gesicht.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Christus auf dem Kreuzbild von San Damiano hat weit ge\u00f6ffnete Augen. An anderen Kreuzen sind Jesu Augen manchmal geschlossen, weil am Kreuz der tote Jesus h\u00e4ngt. Auf diesem Kreuz aber ist es der lebendige Jesus &#8211; nach der Auferstehung.\r\nFranziskus kam zu diesem Kreuz in einer Situation, in der er niemandem in die Augen blicken konnte und wollte. Er hat seinen Vater entt\u00e4uscht, weil er im Krieg versagt und keine Karriere gemacht hat. Er will auch nicht mehr im Gesch\u00e4ft mitarbeiten. Seinen Freunden geht er aus dem Wege, weil er vorher so gro\u00dfe T\u00f6ne gespuckt hat. Die Leute in der Stadt meidet er aus, weil sie auf ihn mitleidig oder sp\u00f6ttisch herabschauen. Franziskus scheut jeden Blick. Doch er hat Sehnsucht nach liebevollen Augen, nach jemandem, der ihn versteht. Diesen Blick findet er in der Kirche San Damiano. Pl\u00f6tzlich hat er das Gef\u00fchl, Jesus schaut ihn freundlich an. Vor ihm braucht er die Augen nicht niederzuschlagen. Dieser Augenblick ist wichtig. In diesem Blick sp\u00fcrt er, dass er leben kann.\r\n\r\n<strong>\u00dcbertragung:<\/strong>\r\nManchmal haben auch wir das Gef\u00fchl, dass wir niemandem in die Augen blicken wollen. Wir sch\u00e4men uns, weil wir nicht so toll sind, wie andere. Wir meinen, unsere Leistungen sind nicht gut genug, um mit erhobenem Haupt durch die Schule zu gehen. Wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir irgendeinen Fehler gemacht oder gar gelogen haben. Manchmal setzen wir dann auch eine Maske auf und verstecken unser wahres Gesicht, damit man uns nicht ansehen kann.\r\nWie wichtig ist es dann, eine Freundin oder einen Freund zu haben, die oder der mich anschaut \u2013 ohne Vorwurf. Dann kann ich aufblicken und wei\u00df, sie oder er mag mich, obwohl ich so bin, wie ich bin.\r\nIch glaube, genauso liebevoll schaut Gott uns an, wie auf dem Kreuz. Vielleicht kann ich lernen, mit den Augen Gottes zu sehen.\r\n\r\n<strong>\u00dcbung der Woche<\/strong>\r\nIch suche mir eine vertraute Person. Wir setzen uns f\u00fcr ein paar Minuten in aller Ruhe gegen\u00fcber und schauen uns einander an. Wir k\u00f6nnen die \u00dcbung auch teilen. Erst schlie\u00dft mein Freund, meine Freundin die Augen und ich schaue sie oder ihn an. Dann schlie\u00dfe ich die Augen und lasse mich anschauen. Zuletzt schauen wir einander an und sehen uns in den Augen des anderen. Das ist vielleicht zuerst komisch. Aber es kann auch ein tiefes Gef\u00fchl von Verstehen und Vertrauen schaffen.\r\n\r\n<strong>Gebet:<\/strong>\r\nH\u00f6chster, glorreicher Gott,\r\nerleuchte die Finsternis meines Herzens\r\nund schenke mir rechten Glauben,\r\nsichere Hoffnung\r\nund vollkommene Liebe.\r\nGib mir, Herr,\r\ndas rechte Empfinden und Erkennen,\r\ndamit ich deinen heiligen und wahrhaften\r\nAuftrag erf\u00fclle.\r\n\r\nAmen","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Augen \u2013 schauen und angeschaut. Christus auf dem Kreuzbild von San Damiano hat weit ge\u00f6ffnete Augen. An anderen Kreuzen sind Jesu Augen manchmal geschlossen, weil am Kreuz der tote Jesus h\u00e4ngt. Auf diesem Kreuz aber ist es der lebendige Jesus &#8211; nach der Auferstehung. Franziskus kam zu diesem Kreuz in einer Situation, in der er niemandem in die Augen blicken konnte und wollte. Er hat seinen Vater entt\u00e4uscht, weil er im Krieg versagt und keine Karriere gemacht hat. Er will auch nicht mehr im Gesch\u00e4ft mitarbeiten. Seinen Freunden geht er aus dem Wege, weil er vorher so gro\u00dfe T\u00f6ne gespuckt hat. Die Leute in der Stadt meidet er aus, weil sie auf ihn mitleidig oder sp\u00f6ttisch herabschauen. Franziskus scheut jeden Blick. Doch er hat Sehnsucht nach liebevollen Augen, nach jemandem, der ihn versteht. Diesen Blick findet er in der Kirche San Damiano. Pl\u00f6tzlich hat er das Gef\u00fchl, Jesus schaut ihn freundlich an. Vor ihm braucht er die Augen nicht niederzuschlagen. Dieser Augenblick ist wichtig. In diesem Blick sp\u00fcrt er, dass er leben kann. \u00dcbertragung: Manchmal haben auch wir das Gef\u00fchl, dass wir niemandem in die Augen blicken wollen. Wir sch\u00e4men uns, weil wir nicht so toll sind, wie andere. Wir meinen, unsere Leistungen sind nicht gut genug, um mit erhobenem Haupt durch die Schule zu gehen. Wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir irgendeinen Fehler gemacht oder gar gelogen haben. Manchmal setzen wir dann auch eine Maske auf und verstecken unser wahres Gesicht, damit man uns nicht ansehen kann. Wie wichtig ist es dann, eine Freundin oder einen Freund zu haben, die oder der mich anschaut \u2013 ohne Vorwurf. Dann kann ich aufblicken und wei\u00df, sie oder er mag mich, obwohl ich so bin, wie ich bin. Ich glaube, genauso liebevoll schaut Gott uns an, wie auf dem Kreuz. Vielleicht kann ich lernen, mit den Augen Gottes zu sehen. \u00dcbung der Woche Ich suche mir eine vertraute Person. Wir setzen uns f\u00fcr ein paar Minuten in aller Ruhe gegen\u00fcber und schauen uns einander an. Wir k\u00f6nnen die \u00dcbung auch teilen. Erst schlie\u00dft mein Freund, meine Freundin die Augen und ich schaue sie oder ihn an. Dann schlie\u00dfe ich die Augen und lasse mich anschauen. Zuletzt schauen wir einander an und sehen uns in den Augen des anderen. Das ist vielleicht zuerst komisch. Aber es kann auch ein tiefes Gef\u00fchl von Verstehen und Vertrauen schaffen. Gebet: H\u00f6chster, glorreicher Gott, erleuchte die Finsternis meines Herzens und schenke mir rechten Glauben, sichere Hoffnung und vollkommene Liebe. Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen, damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erf\u00fclle. 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