{"id":4919,"date":"2015-03-09T07:00:15","date_gmt":"2015-03-09T06:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=4919"},"modified":"2015-02-20T21:32:01","modified_gmt":"2015-02-20T20:32:01","slug":"fastenzeit-2015-das-kreuzbild-von-san-damiano-3-impulse-durch-die-jahrhunderte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/fastenzeit-2015-das-kreuzbild-von-san-damiano-3-impulse-durch-die-jahrhunderte\/","title":{"rendered":"Fastenzeit 2015 &#8211; Das Kreuzbild von San Damiano 3 \u2013 Impulse durch die Jahrhunderte"},"content":{"rendered":"<h3>Die H\u00e4nde \u2013 halten und gehalten.<\/h3>\r\n<a href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Arme.jpg\" data-rel=\"fancybox\" rel=\"lightbox[4919]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-4922\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Arme-300x48.jpg\" alt=\"2015Arme\" width=\"394\" height=\"63\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Arme-300x48.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/2015Arme-1024x165.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 394px) 100vw, 394px\" \/><\/a>Vielleicht k\u00f6nnen wir uns noch daran erinnern, wenn wir als kleine Kinder auf die Eltern zu gelaufen sind. Vielleicht haben wir erst vor kurzem die Erfahrung gemacht, einen lieben Menschen wiederzusehen und auf ihn zuzurennen. Der andere und ich selbst haben die Arme ausgebreitet. Das Gegen\u00fcber hat sich ganz weit gemacht. Wir begegnen uns offen. Dann schlie\u00dfen sich die Arme um uns. Wir sind geborgen. Wie schlimm ist es, wenn stattdessen die Arme vor der Brust verschlossen bleiben. Wenn sich H\u00e4nde gegen eine Ber\u00fchrung wehren oder gar zur Faust geballt werden.\r\nFranziskus begegnet diesem Kreuz, als er selbst ganz verschlossen ist. Seine Eltern k\u00f6nnen ihm nichts mehr sagen. Er will nichts von ihnen h\u00f6ren, keine Ratschl\u00e4ge von ihnen annehmen. Seine Freunde verstehen ihn nicht mehr. Er ist so anders, nachdem er aus dem Krieg zur\u00fcckkam. Er redet seltsame Sachen und feiert nicht mehr. Franziskus hat ja selber keinen Zugang mehr zu sich. Sein Herz ist eng geworden. Nichts und niemand erreicht ihn. Er ist einsam.\r\nDoch nun steht er vor diesem Kreuz. Jesus hat die Arme weit ausgebreitet. Er l\u00e4dt ihn ein, zu ihm zu kommen. Jesus sagt ihm in dieser Geste: \u201eIch warte auf dich. Wenn du willst, dann komm!\u201c Franziskus nimmt diese Einladung an.\r\n\r\n<strong>\u00dcbertragung<\/strong>\r\nEs gibt solche Zeiten, da m\u00f6chten wir uns einigeln, verstecken, kleinmachen und mit niemanden etwas zu tun haben. Wir wollen in unserer kleinen Welt bleiben. Aber dann f\u00fchlen wir uns doch isoliert und einsam. Wir w\u00fcnschen uns, dass dann jemand kommt und uns aus unserem inneren Gef\u00e4ngnis herausholt.\r\nIch glaube, jeder von uns hat wenigstens einen Menschen, der mit offenen Armen auf uns wartet. Nicht immer kommt jemand auf uns zu. Aber irgendwo wartet jemand: eine Freundin, ein Freund, Geschwister, die Eltern. Wenn wir dann den Mut haben, aufzubrechen, die Arme zu \u00f6ffnen, dann k\u00f6nnen wir aufeinander zulaufen, uns begegnen und gar in die Arme nehmen. Wir sp\u00fcren, dass wir einander halten k\u00f6nnen. Dazu braucht es die bewusste Entscheidung, die Arme auszustrecken und die eigenen Panzer aufzubrechen.\r\n\r\n<strong>\u00dcbung der Woche<\/strong>\r\na. Ich probiere f\u00fcr mich alleine eine Haltung aus. Ich stelle mich aufrecht. Ich verschr\u00e4nke die Arme und halte das aus. Dann \u00f6ffne ich ganz langsam die Arme. Ich breite sie aus. Mein Brustraum wird ganz weit. Ich atme tief ein und aus. Das kann auch eine \u00dcbung beim Morgengebet in der ersten Stunde sein.\r\nb. Ich suche mir eine vertraute Person. Wir stellen uns gegen\u00fcber und kommen uns langsam immer n\u00e4her. Wir sp\u00fcren, wie es ist, Distanz zu \u00fcberwinden. Eventuell trauen wir uns, einander die Hand zu geben und sie einen Zeitlang festzuhalten. Vielleicht kennen wir uns ja so gut, dass wir einander auch mal in den Arm nehmen k\u00f6nnen.\r\nDas kann auch mal ein Morgengebet sein.\r\n\r\n<strong>Gebet:<\/strong>\r\nH\u00f6chster, glorreicher Gott,\r\nerleuchte die Finsternis meines Herzens\r\nund schenke mir rechten Glauben,\r\nsichere Hoffnung\r\nund vollkommene Liebe.\r\nGib mir, Herr,\r\ndas rechte Empfinden und Erkennen,\r\ndamit ich deinen heiligen und wahrhaften\r\nAuftrag erf\u00fclle.\r\n\r\nAmen","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die H\u00e4nde \u2013 halten und gehalten. Vielleicht k\u00f6nnen wir uns noch daran erinnern, wenn wir als kleine Kinder auf die Eltern zu gelaufen sind. Vielleicht haben wir erst vor kurzem die Erfahrung gemacht, einen lieben Menschen wiederzusehen und auf ihn zuzurennen. Der andere und ich selbst haben die Arme ausgebreitet. Das Gegen\u00fcber hat sich ganz weit gemacht. Wir begegnen uns offen. Dann schlie\u00dfen sich die Arme um uns. Wir sind geborgen. 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