{"id":7251,"date":"2015-12-14T08:20:01","date_gmt":"2015-12-14T07:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=7251"},"modified":"2015-12-14T10:56:22","modified_gmt":"2015-12-14T09:56:22","slug":"advent-neu-erzaehlt-kein-platz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/advent-neu-erzaehlt-kein-platz\/","title":{"rendered":"Advent &#8211; neu erz\u00e4hlt \/ &#8222;Kein Platz!&#8220;"},"content":{"rendered":"<strong>Einstimmung:<\/strong><br><br>\r\nWas bisher geschah: Maria und Josef sind ein Paar. Maria ist schwanger geworden. Josef ist nicht der Vater des Kindes. Josef will zun\u00e4chst abhauen. Doch dann kommt er zur\u00fcck. Er will zu Maria stehen.<br>\r\n\r\n<a attid=\"7252\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015.jpg\" rel=\"lightbox[7251]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015-300x224.jpg\" alt=\"03 Josef_Maria2015\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7252\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015-300x224.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015-1024x763.jpg 1024w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015-440x330.jpg 440w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/03-Josef_Maria2015.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br>\r\n\r\n<strong>Biblischer Text (Mt 2, 1-5) \u2013 neu erz\u00e4hlt<\/strong><br><br>\r\nSie mussten aufbrechen. Die staatliche Gewalt nimmt keine R\u00fccksicht auf Arme und Schwangere. Gesetz bleibt Gesetz. Sie machen sich auf den Weg mit Tausenden anderen. Die Stra\u00dfen sind voll. \u00dcberall sind Menschen. Da ist ein Gewimmel, ein Geschiebe. Niemand nimmt sie wahr \u2013 die hochschwangere Frau und ihren Mann.<br>\r\nVerstohlen schaut er sie an. Sie sieht so blass aus und so hilflos. \u201eWas f\u00fcr ein Wahnsinn. Was f\u00fcr ein ungeheurer Wahnsinn\u201c, denkt er.<br>\r\nSie sieht die Falte zwischen seinen Augen. Sie sieht, wie er sich m\u00fchsam beherrscht. <br>\r\n\u201eVerr\u00fcckt! Eine Schwangere durch die Welt zu treiben. Was f\u00fcr ein System\u201c, schimpft er. \u201eEinfach verr\u00fcckt!\u201c<br>\r\nSie ist mit ihren Gedanken woanders, beim Kind. Es kommt bald. <br>\r\n\u201eAlles belegt\u201c \u2013 bekommt er zu h\u00f6ren. \u201eGeht in die n\u00e4chste Unterkunft, in das Auffanglager in der n\u00e4chsten Stadt!\u201c<br>\r\nEr sp\u00fcrt die Wut in sich aufsteigen. Er w\u00fcrde sie am liebsten alle sch\u00fctteln. \u201eSeht ihr denn nicht\u201c, m\u00f6chte er schreien. \u201eSeht ihr nicht, meine Frau bekommt ein Kind! Wo sollen wir denn bleiben?\u201c<br><br>\r\n\r\n<em>nach: Andere Zeiten-Kalender 2006 (ver\u00e4ndert)<\/em><br><br>\r\n\r\n<strong>\u00dcbertragung und Impuls:<\/strong><br><br>\r\nEs kommt vor, dass in meiner unmittelbaren Umgebung meine Aufmerksamkeit gebraucht wird. Ein Mitsch\u00fcler wird von Tag zu Tag stiller, blasser oder w\u00fctender. Vielleicht bekomme ich das gar nicht mit. Vielleicht will ich es gar nicht sehen, weil mir die Ver\u00e4nderung Angst macht. Ich bin unsicher und schaue lieber weg. \u201eEs wird schon Freunde haben\u201c, denke ich. \u201eDie werden sich um ihn k\u00fcmmern! Geh zu dem.\u201c Das geschieht im Kleinen, wie im Gro\u00dfen.<br><br>\r\n\r\nVielleicht k\u00f6nnen wir in dieser Woche unsere Aufmerksamkeit sch\u00e4rfen. Wo kann ich in dem Trubel vor Weihnachten Menschen entdecken, die mein Zu- und Eingreifen gebrauchen k\u00f6nnen? Wem kann ich eine Freude machen? <br>\r\nDazu brauche ich offene Augen und eine gute Portion Mut.<br><br>\r\n\r\n<strong>Gebet und Segen<\/strong><br><br>\r\n\r\nHERR, segne meine H\u00e4nde!<br>\r\nHERR, segne meine Augen,<br>\r\ndass sie Bed\u00fcrftigkeit wahrnehmen,<br>\r\ndass sie das Unscheinbare nicht \u00fcbersehen,<br>\r\ndass sie hindurchschauen durch das Vordergr\u00fcndige,<br>\r\ndass andere sich wohlf\u00fchlen k\u00f6nnen unter meinem Blick.<br><br>\r\n\r\n<em>aus: Gebet von St. Martin aus dem 4. Jahrhundert \r\n<\/em><br><br>\r\n<em>Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung von:<br>\r\nBr. Franz-Leo Barden ofm, Projekt der Jugendleiterrunde St. Matthias, Euskirchen(2006) \r\n<\/em>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einstimmung: Was bisher geschah: Maria und Josef sind ein Paar. Maria ist schwanger geworden. Josef ist nicht der Vater des Kindes. Josef will zun\u00e4chst abhauen. Doch dann kommt er zur\u00fcck. Er will zu Maria stehen. Biblischer Text (Mt 2, 1-5) \u2013 neu erz\u00e4hlt Sie mussten aufbrechen. Die staatliche Gewalt nimmt keine R\u00fccksicht auf Arme und Schwangere. Gesetz bleibt Gesetz. Sie machen sich auf den Weg mit Tausenden anderen. Die Stra\u00dfen sind voll. \u00dcberall sind Menschen. Da ist ein Gewimmel, ein Geschiebe. Niemand nimmt sie wahr \u2013 die hochschwangere Frau und ihren Mann. Verstohlen schaut er sie an. Sie sieht so blass aus und so hilflos. \u201eWas f\u00fcr ein Wahnsinn. Was f\u00fcr ein ungeheurer Wahnsinn\u201c, denkt er. Sie sieht die Falte zwischen seinen Augen. Sie sieht, wie er sich m\u00fchsam beherrscht. \u201eVerr\u00fcckt! Eine Schwangere durch die Welt zu treiben. Was f\u00fcr ein System\u201c, schimpft er. \u201eEinfach verr\u00fcckt!\u201c Sie ist mit ihren Gedanken woanders, beim Kind. Es kommt bald. \u201eAlles belegt\u201c \u2013 bekommt er zu h\u00f6ren. \u201eGeht in die n\u00e4chste Unterkunft, in das Auffanglager in der n\u00e4chsten Stadt!\u201c Er sp\u00fcrt die Wut in sich aufsteigen. Er w\u00fcrde sie am liebsten alle sch\u00fctteln. \u201eSeht ihr denn nicht\u201c, m\u00f6chte er schreien. \u201eSeht ihr nicht, meine Frau bekommt ein Kind! Wo sollen wir denn bleiben?\u201c nach: Andere Zeiten-Kalender 2006 (ver\u00e4ndert) \u00dcbertragung und Impuls: Es kommt vor, dass in meiner unmittelbaren Umgebung meine Aufmerksamkeit gebraucht wird. Ein Mitsch\u00fcler wird von Tag zu Tag stiller, blasser oder w\u00fctender. Vielleicht bekomme ich das gar nicht mit. 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