{"id":7812,"date":"2016-02-22T07:25:31","date_gmt":"2016-02-22T06:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/?p=7812"},"modified":"2016-02-22T08:44:51","modified_gmt":"2016-02-22T07:44:51","slug":"fastenimpuls-2-die-werke-der-barmherzigkeit-fuer-unsere-schule-ich-hoere-dir-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/fastenimpuls-2-die-werke-der-barmherzigkeit-fuer-unsere-schule-ich-hoere-dir-zu\/","title":{"rendered":"Fastenimpuls 2 &#8211; &#8222;Die Werke der Barmherzigkeit f\u00fcr unsere Schule&#8220; &#8211; Ich h\u00f6re dir zu"},"content":{"rendered":"<a attid=\"7749\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/2016impuls-fastenzeit.jpg\" rel=\"lightbox[7812]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/2016impuls-fastenzeit-192x300.jpg\" alt=\"2016impuls fastenzeit\" width=\"192\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-7749\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/2016impuls-fastenzeit-192x300.jpg 192w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/2016impuls-fastenzeit.jpg 290w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a>\r\nLied: \u201eHerr, gib Ohren, dich zu versteh\u2018n\u201c.<br><br>\r\n\r\n<strong>Geschichte:<\/strong><br>\r\n\u201eWas die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuh\u00f6ren. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuh\u00f6ren kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuh\u00f6ren k\u00f6nnen nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuh\u00f6ren verstand, war es ganz und gar einmalig.<br>\r\nMomo konnte so zuh\u00f6ren, dass dummen Leuten pl\u00f6tzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie sa\u00df nur da und h\u00f6rte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren gro\u00dfen, dunklen Augen an und der Betreffende f\u00fchlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.<br>\r\nSie konnte so zuh\u00f6ren, dass rastlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Sch\u00fcchterne sich pl\u00f6tzlich frei und mutig f\u00fchlten. Oder dass Ungl\u00fcckliche und Bedr\u00fcckte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf den es \u00fcberhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf \u2013 und er ging hin und erz\u00e4hlte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch w\u00e4hrend er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gr\u00fcndlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise f\u00fcr die Welt wichtig war. So konnte Momo zuh\u00f6ren!\u201c<br>\r\n\r\n(aus: Michael Ende: Momo)<br><br>\r\n\r\n<strong>Gedanken<\/strong><br>\r\nWir k\u00f6nnten meinen, dass wir gerade in der Schule zuh\u00f6ren lernen k\u00f6nnen. Da geht es doch ums nichts anderes, als hinzuh\u00f6ren und zu begreifen. Aber so ist das nicht. Freundschaften zerbrechen oft daran, dass Freunde das Gef\u00fchl haben, der oder die andere h\u00f6rt nicht zu oder ist nur mit einem halben Ohr dabei. Das geschieht z. B. dann, wenn sich zwei Leute begr\u00fc\u00dfen und sie schauen sich nicht an. Oder zwei Menschen sitzen beisammen, und einer guckt st\u00e4ndig aufs Handy oder beginnt mitten im Gespr\u00e4ch eine Nachricht zu tippen. Menschen f\u00fchlen sich dann nicht mehr ernst genommen. Und oft beginnen Menschen dann zu schweigen.<br>\r\nHinh\u00f6ren, aufeinander zu h\u00f6ren ist gar nicht so selbstverst\u00e4ndlich, wie wir das meinen. Aber nur wer hinh\u00f6ren kann, bekommt auch mit, wie es einem anderen Menschen geht. Wer sein Ohr einem anderen \u00f6ffnet, der \u00f6ffnet damit auch das Herz. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: \u201eDas Wort, das dir hilft, kannst du nicht selber sagen.\u201c<br><br>\r\n\r\n<strong>Impuls<\/strong><a attid=\"7814\"  href=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/02-zuh\u00f6ren.jpg\" rel=\"lightbox[7812]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/02-zuh\u00f6ren-300x224.jpg\" alt=\"02 zuh\u00f6ren\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignright size-medium wp-image-7814\" srcset=\"https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/02-zuh\u00f6ren-300x224.jpg 300w, https:\/\/franziskanergymnasium-kreuzburg.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/02-zuh\u00f6ren.jpg 608w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\r\nWir w\u00e4re es, wenn wir in dieser Woche bewusst auf den Umgang mit dem Handy achten? Wenn wir in einer Gruppe zusammensitzen, stellen wir das Handy aus und wenden uns ganz dem Gegen\u00fcber zu. Ich wei\u00df, das ist f\u00fcr manche eine echte Herausforderung. Aber so werde ich aufmerksam f\u00fcr den anderen Menschen, kann h\u00f6ren und ihm oder ihr ein gutes Wort sagen, weil <strong>\u201eich dir zuh\u00f6re\u201c<\/strong>.<br><br>\r\n\r\n<strong>Gebet<\/strong><br>\r\nDu guter Geist Gottes,<br>\r\nweil H\u00f6ren vor dem Sprechen kommt,<br>\r\nweil gerade diejenigen Wertsch\u00e4tzung verdienen,<br>\r\ndie anderer Meinung sind. \u2013<br>\r\nDamit wir gelassen wahrnehmen,<br>\r\nwas ist und was sein kann,<br>\r\nbitten wir um Deinen Geist:<br>\r\nWirke in uns, Du Geist der Achtsamkeit.<br><br>\r\n\r\n(Bernhard Krause)<br><br>\r\n\r\n<strong>Segen<\/strong><br>\r\nEs segne uns in dieser Woche der Gott,<br>\r\nder f\u00fcr uns alle ein Ohr hat:<br>\r\nDer Vater, der Sohn und der Heilige Geist\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lied: \u201eHerr, gib Ohren, dich zu versteh\u2018n\u201c. Geschichte: \u201eWas die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuh\u00f6ren. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuh\u00f6ren kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuh\u00f6ren k\u00f6nnen nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuh\u00f6ren verstand, war es ganz und gar einmalig. Momo konnte so zuh\u00f6ren, dass dummen Leuten pl\u00f6tzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie sa\u00df nur da und h\u00f6rte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren gro\u00dfen, dunklen Augen an und der Betreffende f\u00fchlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten. Sie konnte so zuh\u00f6ren, dass rastlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Sch\u00fcchterne sich pl\u00f6tzlich frei und mutig f\u00fchlten. 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Wenn wir in einer Gruppe zusammensitzen, stellen wir das Handy aus und wenden uns ganz dem Gegen\u00fcber zu. Ich wei\u00df, das ist f\u00fcr manche eine echte Herausforderung. Aber so werde ich aufmerksam f\u00fcr den anderen Menschen, kann h\u00f6ren und ihm oder ihr ein gutes Wort sagen, weil \u201eich dir zuh\u00f6re\u201c. Gebet Du guter Geist Gottes, weil H\u00f6ren vor dem Sprechen kommt, weil gerade diejenigen Wertsch\u00e4tzung verdienen, die anderer Meinung sind. \u2013 Damit wir gelassen wahrnehmen, was ist und was sein kann, bitten wir um Deinen Geist: Wirke in uns, Du Geist der Achtsamkeit. 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