Projektwoche der Q1 – Reise durch die Naturwissenschaften
Lesen Sie im Folgenden den Bericht zum Projekt “Reise durch die Naturwissenschaften” der Q1-Projektwoche. Erstellt wurde er von Maja S. und Mayra P. und ergänzt durch das Feedback der Gruppe. Zum Schluss haben wir die KI mit einbezogen, um diese bei der Reise durch die Naturwissenschaften auch nicht zu vergessen 😉.
Von Tatorten, Tönen und technischen Tüfteleien
Eine Projektwoche zwischen CSI, Hochschulluft und mathematischen Herausforderungen
Was haben ein Kriminalfall, ein selbst programmierter Synthesizer, metallisch beschichtete Verpackungen und mathematische Knobeleien gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht besonders viel. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts „Reise durch die Naturwissenschaften“ waren sie jedoch Teil einer abwechslungsreichen Projektwoche, in der es einiges zu entdecken, auszuprobieren und gelegentlich auch zu verzweifeln gab. Statt grauer Theorie standen spannende Experimente, Einblicke in Unternehmen und Hochschulen sowie Begegnungen mit Menschen aus Wissenschaft und Technik auf dem Programm. Und eines vorweg: Langweilig wurde es dabei selten!
CSI Kreuzburg – dem Täter auf der Spur
Gleich zu Beginn wurde es kriminalistisch. Dank der Kathinka-Platzhoff-Stiftung durften wir an der Ludwig-Geißler-Schule in die Welt der forensischen Wissenschaft eintauchen. Im CSI-Labor schlüpften wir in die Rolle von Ermittlerinnen und Ermittlern – allerdings statt Sonnenbrille mit Schutzbrille.
Nach einer Einführung in die Laborarbeit und einer Führung durch die Labore ging es ans Eingemachte: Wir extrahierten unsere eigene DNA, vervielfältigten sie und analysierten sie anschließend mithilfe der Gelelektrophorese. Was im Fernsehen meist innerhalb weniger Sekunden erledigt ist, erfordert in Wirklichkeit eine Menge Präzision, Geduld und Fachwissen.
Das Urteil der Nachwuchsermittler fiel eindeutig aus: „Super, spannend und interessant!“ Besonders gelobt wurden die freundliche Betreuung und die vielen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Und das Beste: Auch ohne vorheriges Biologiestudium war das Programm gut zu bewältigen.
Wenn Mathematik plötzlich Musik macht
Dass Mathematik und Musik mehr miteinander zu tun haben, als man zunächst vermuten würde, erfuhren wir an der Technischen Hochschule Aschaffenburg.
Hier wurde nicht einfach Musik gehört, sondern selbst programmiert. Mithilfe von MATLAB beziehungsweise Octave entwickelten wir einen einfachen Synthesizer und lernten, wie sich Töne und sogar ganze Lieder mathematisch erzeugen lassen.
Allerdings stellte sich schnell heraus: Einen Song zu programmieren ist dann doch etwas komplizierter, als ihn einfach über Spotify abzuspielen.
„Besser als gedacht, aber viel zu schwer“, lautete eine ehrliche Rückmeldung. Andere fühlten sich zunächst „etwas überfordert“, lobten aber den ausgesprochen netten und hilfsbereiten Professor. Besonders gut kam die Verbindung von Mathematik, Informatik und Musik an. Und offenbar gab es trotz aller Herausforderungen auch einiges zu lachen.
Nebenbei konnten wir bei einer Führung über das Hochschulgelände einen Eindruck vom Studienalltag gewinnen. Ein kurzer Abstecher in die Ausbildungsräume des Hebammenstudiengangs zeigte zudem, wie vielfältig das Studienangebot einer Hochschule sein kann.
Das Fazit eines Teilnehmers: „Super, eine Alternative zur Uni zu sehen!“
Mathematik zum Anfassen – ja, das geht!
Wer beim Wort „Mathematik“ sofort an Formelsammlungen, Klassenarbeiten und verzweifelte Blicke auf das Aufgabenblatt denkt, wurde im Mathematikum eines Besseren belehrt.
Hier hieß es: ausprobieren, knobeln, experimentieren und gemeinsam Lösungen finden. In Kleingruppen beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen mathematischen Herausforderungen und präsentierten unsere Ergebnisse anschließend den anderen Gruppen.
Dass Mathematik durchaus Spaß machen kann, bestätigten viele Rückmeldungen. Besonders das spielerische Entdecken kam gut an. Die Führung selbst erhielt allerdings eher gemischte Kritiken – oder, um es mit den Worten eines Teilnehmers zu sagen: „Führung naja, aber der Rest spielerisch und dadurch super.“
Natürlich gab es auch kritische Stimmen. Einigen fehlte der Bezug zum späteren Leben, anderen vor allem eines: Freizeit! Offenbar kann selbst ein interaktives Mathematikmuseum nicht jeden Wunsch erfüllen.
Immerhin waren sich viele einig, dass sie Neues gelernt hatten – und das sogar mit Spaß.
Hightech statt Hexerei – zu Besuch bei Singulus Technologies
Wie kommt eigentlich eine hauchdünne metallische Beschichtung auf eine Verpackung? Und welche chemischen und physikalischen Verfahren stecken hinter modernen Produktionsprozessen?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten wir bei unserem Besuch von Singulus Technologies.
Das Unternehmen gewährte uns Einblicke in seine Arbeitsbereiche und zeigte, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse in der industriellen Praxis eingesetzt werden. Besonders interessant war die Führung durch die Ausbildungsbereiche. Hier stellten Auszubildende ihre Berufe vor und berichteten aus erster Hand von ihrem Arbeitsalltag.
Auch die Begegnungen mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen und mit verschiedenen beruflichen Werdegängen kamen gut an.
Die Rückmeldungen waren allerdings durchaus differenziert: Während einige die „praxisnahen Einblicke“ und „sehr anschaulichen Erklärungen“ lobten, fanden andere das Programm stellenweise „ein bisschen trocken“. Auch hätten sich manche mehr Möglichkeiten zum eigenen Experimentieren gewünscht.
Ein Schüler brachte es treffend auf den Punkt: „Nicht das Richtige für mich, aber für Interessierte super.“
Und genau darum geht es schließlich auch bei der Berufsorientierung: herauszufinden, was zu einem passt – und was vielleicht eher nicht.
Zurück an der Kreuzburg – und dann?
Eine besondere Perspektive boten uns ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die zu Besuch kamen, um von ihrem weiteren Werdegang zu berichten.
Ob Medizin, Energie- und Informationstechnologie oder Robotik – die beruflichen Möglichkeiten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sind vielfältig. Unsere Ehemaligen erzählten von ihren Erfahrungen im Studium, ihrem Berufsalltag und den unterschiedlichen Wegen, die sie nach dem Abitur eingeschlagen hatten.
Dabei wurde deutlich: Nach der Schule führen viele Wege zum Ziel, und nicht jeder Lebenslauf muss von Anfang an perfekt durchgeplant sein.
Besonders wertvoll war die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Informationen aus erster Hand zu erhalten. Schließlich ist es etwas anderes, von Studiengängen und Berufen in einer Broschüre zu lesen, als mit Menschen zu sprechen, die selbst einmal an unserer Schule die Schulbank gedrückt haben.
Viel erlebt, viel gelernt – und ein bisschen zu wenig Bio
Besonders positiv bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die große Vielfalt der Angebote. „Lobenswert, wie viele verschiedene Ausflüge und praktische Angebote es waren“, hieß es beispielsweise in einer Rückmeldung.
Andere wurden sogar noch deutlicher: „Großes, super, sinnvolles Angebot – unser Projekt war das beste!“
Natürlich gab es auch Verbesserungsvorschläge. Mehr Möglichkeiten zum Selbermachen, etwas mehr Freizeit und „mehr Bio“ standen auf der Wunschliste.
Aber schließlich wäre es keine echte naturwissenschaftliche Projektwoche, wenn am Ende nicht auch kritisch ausgewertet würde.
Unser Fazit: Naturwissenschaften sind weit mehr als Formeln, Reagenzgläser und komplizierte Fachbegriffe. Sie stecken in unserer Musik, unseren Alltagsprodukten, moderner Technik und spannenden Berufsfeldern. Und manchmal machen sie sogar richtig Spaß – besonders dann, wenn man sie selbst ausprobieren darf.

