Adolf Eichmann – ein überzeugter Nationalsozialist oder ein gehorsamer Schwächling?
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Zur Theateraufführung „Adolf Eichmann“ folgender Bericht von Gina G. aus der Jahrgangsstufe 9:
Am Donnerstag, dem 16. April 2015, in der 5. und 6. Stunde fand für die 9. Klassen und am Nachmittag für die Q4 ein Theaterstück der Hannoverschen Kammerspiele statt. Das Theaterstück gab den Prozess gegen Eichmann anhand von Zeugenaussagen, Aussagen Eichmanns selbst und Zeitungsartikeln anschaulich
wieder. Viele Zeugen beschrieben Eichmann als einen „unscheinbaren Schwächling“ oder auch als ein „ängstliches Nervenbündel“. Einige von ihnen konnten sich nicht vorstellen, dass ein solcher Mensch zu derart brutalen Taten fähig sein könne. Zudem erklärte sich Eichmann selbst für unschuldig und verleugnete aus eigenem Antrieb bzw. aus eigener Überzeugung Juden ermordet zu haben.
Er beteuerte vielmehr, nur seine Pflichten erfüllt zu haben, erzählte sogar von einer ehemaligen Freundschaft mit einem Juden und beschrieb, wie ihm beim Anblick der vielen Toten schlecht geworden sei. Dem Theaterstück nach erhielten wir den Eindruck, Eichmann sei unschuldig gewesen.
In einer anschließenden Gesprächsrunde mit den Darstellern wurde aber klargestellt, dass Eichmann durchaus hinter seinen menschenverachtenden Taten gestanden habe. So habe er wohl oftmals durch Äußerungen durchblicken lassen, dass er die nationalsozialistische Ideologie befürworte.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die uns interessante Fakten über die damalige Zeit, passend zu unserem momentanen Geschichtsthema „Nationalsozialismus“, bot.
