Advent – neu erzählt / „Überraschende Anfrage“
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In der Adventszeit veröffentlichen wir hier für alle zuhause die Impulse aus der 1. Stunde am Montagmorgen.
Grundlegendes zu den Morgenimpulsen im Advent 2015:
Über 2000 Jahre ist die Weihnachtserzählung schon alt. Da könnte sie wahrlich ein wenig eingestaubt sein. Aber sie ist so schön nostalgisch. Sie kann einem so ein vertrautes Gefühl geben. Das passt ja zum Advent und Weihnachten. Da muss ja alles so sein „wie es immer war“ – selbst schon für Kinder und Jugendliche. In diesem Advent wollen wir Euch die biblischen Geschichten des Adventes und Weihnachten neu erzählen. Vielleicht können wir spüren, dass das alles gar nicht so unmodern ist.
Biblischer Text (Lk1, 26-38) – neu erzählt
An diesem Morgen, der ist wie alle anderen Tage auch, steht jemand in ihrer Türe, den sie vorher noch nie gesehen hat.
Bevor sie nachdenken oder fragen kann, hört sie: „Maria!“
Und dann noch einmal: „Maria! Du wirst gebraucht!“
Maria fragt: „Klar, meine Familie braucht mich und mein Freund!“
„Ja“, sagt der andere. „Ja, die und noch viel mehr Leute. Aber wichtiger noch. GOTT braucht dich!“
„Mich braucht GOTT?“ und sie zweifelt. „Wie kann GOTT mich brauchen?“
Und der andere sagt: „Du wirst schwanger. Dein Kind wird die Welt verändern. Man wird sagen, dass es Gottes Sohn ist.“
Sie hört den Wind draußen, die Schritte auf der Straße, alles geht weiter, aber: Ihre Zeit steht still.
„Schwanger“ hallt es in ihrem Kopf. „Wieso schwanger? Das geht nicht. Das geht doch gar nicht.“ Sie hat andere Pläne. Josef heiraten. Eine eigene Familie – ganz normal.
„Wieso ich?“, will sie einwenden. „Sohn Gottes. Was heißt das denn? Das kann ich nicht!“
Alles gerät durcheinander.
„Nein“, will sie rufen. „Nein!“
Aber sie tut es nicht. Sie sieht das Licht, dieses warme Licht. Auf einmal hat sie keine Angst mehr.
„Die Kraft Gottes wird in dir sein“, sagt der andere.
Und sie antwortet: „Ja!“
Nichts anderes. Nur: „Ja!“
aus: Andere Zeiten-Kalender 2006 (leicht verändert)
Übertragung und Impuls:
Das kommt vor. Ich habe meinen Tag durchgeplant mit Lernen, Training und Freunde treffen. Aber dann geht das Handy. Eine Freundin ist dran. „Ich brauche dich“, sagt sie und du spürst, dass es stimmt. Und plötzlich weißt du, dass du jetzt all deine Pläne über den Haufen werfen musst, weil die andere wichtiger ist als dein Terminkalender.
Manche überraschende Nachricht fordert uns heraus. Dann hilft es nicht, lange zu überlegen.
Dann braucht es nur ein „Ja“ und das gleich.
Versuchen wir in dieser Woche auf die Nachrichten zu hören, die uns gesendet werden.
Seien wir besonders aufmerksam. Vielleicht gelingt es uns, ganz spontan zu reagieren. Dafür braucht es offene Ohren und Herzen.
Gebet und Segen
HERR, segne meine Augen!
HERR, segne meine Ohren,
dass sie Deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien für die Stimme in der Not,
dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören
aus: Gebet von St. Martin aus dem 4. Jahrhundert
Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung aus:
Der Andere Advent 2006/2007 © Boris Rostami/Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de
Grundlegendes zu den Morgenimpulsen im Advent 2015:
Über 2000 Jahre ist die Weihnachtserzählung schon alt. Da könnte sie wahrlich ein wenig eingestaubt sein. Aber sie ist so schön nostalgisch. Sie kann einem so ein vertrautes Gefühl geben. Das passt ja zum Advent und Weihnachten. Da muss ja alles so sein „wie es immer war“ – selbst schon für Kinder und Jugendliche. In diesem Advent wollen wir Euch die biblischen Geschichten des Adventes und Weihnachten neu erzählen. Vielleicht können wir spüren, dass das alles gar nicht so unmodern ist.

Biblischer Text (Lk1, 26-38) – neu erzählt
An diesem Morgen, der ist wie alle anderen Tage auch, steht jemand in ihrer Türe, den sie vorher noch nie gesehen hat.
Bevor sie nachdenken oder fragen kann, hört sie: „Maria!“
Und dann noch einmal: „Maria! Du wirst gebraucht!“
Maria fragt: „Klar, meine Familie braucht mich und mein Freund!“
„Ja“, sagt der andere. „Ja, die und noch viel mehr Leute. Aber wichtiger noch. GOTT braucht dich!“
„Mich braucht GOTT?“ und sie zweifelt. „Wie kann GOTT mich brauchen?“
Und der andere sagt: „Du wirst schwanger. Dein Kind wird die Welt verändern. Man wird sagen, dass es Gottes Sohn ist.“
Sie hört den Wind draußen, die Schritte auf der Straße, alles geht weiter, aber: Ihre Zeit steht still.
„Schwanger“ hallt es in ihrem Kopf. „Wieso schwanger? Das geht nicht. Das geht doch gar nicht.“ Sie hat andere Pläne. Josef heiraten. Eine eigene Familie – ganz normal.
„Wieso ich?“, will sie einwenden. „Sohn Gottes. Was heißt das denn? Das kann ich nicht!“
Alles gerät durcheinander.
„Nein“, will sie rufen. „Nein!“
Aber sie tut es nicht. Sie sieht das Licht, dieses warme Licht. Auf einmal hat sie keine Angst mehr.
„Die Kraft Gottes wird in dir sein“, sagt der andere.
Und sie antwortet: „Ja!“
Nichts anderes. Nur: „Ja!“
aus: Andere Zeiten-Kalender 2006 (leicht verändert)
Übertragung und Impuls:
Das kommt vor. Ich habe meinen Tag durchgeplant mit Lernen, Training und Freunde treffen. Aber dann geht das Handy. Eine Freundin ist dran. „Ich brauche dich“, sagt sie und du spürst, dass es stimmt. Und plötzlich weißt du, dass du jetzt all deine Pläne über den Haufen werfen musst, weil die andere wichtiger ist als dein Terminkalender.
Manche überraschende Nachricht fordert uns heraus. Dann hilft es nicht, lange zu überlegen.
Dann braucht es nur ein „Ja“ und das gleich.
Versuchen wir in dieser Woche auf die Nachrichten zu hören, die uns gesendet werden.
Seien wir besonders aufmerksam. Vielleicht gelingt es uns, ganz spontan zu reagieren. Dafür braucht es offene Ohren und Herzen.
Gebet und Segen
HERR, segne meine Augen!
HERR, segne meine Ohren,
dass sie Deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien für die Stimme in der Not,
dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören
aus: Gebet von St. Martin aus dem 4. Jahrhundert
Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung aus:
Der Andere Advent 2006/2007 © Boris Rostami/Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de

