Advent – neu erzählt / „Bodenlose Enttäuschung“
Comment are off
Einstimmung:
Maria hat eine überraschende Botschaft bekommen. Sie ist schwanger. Wir hören nun, wie die Geschichte weitergeht:
Biblischer Text (Mt 1, 18-25) – neu erzählt
Als sie ihm von der Schwangerschaft erzählt, bricht seine Welt zusammen. Er rennt raus. Er stolpert in die Nacht; nur alleine sein, nichts mehr hören, bloß ihr Gesicht nicht mehr sehen. Wie konnte sie ihm das antun? Maria! Seine Maria! Er liebt sie doch so sehr. Der Boden unter seinen Füßen bricht weg. Alles ist zerstört. Warum? Warum nur? Warum?
Dass sie schwanger ist, schwanger nicht von ihm, ist ja schon genug.
Aber warum erzählt sie ihm solch eine Geschichte – vom Engel, von Gottes Sohn, vom Vertrauen, dass alles gut werden wird?
Er will weg. „Nur weg von hier“, denkt er. Irgendwo neu anfangen. Sie nie wiedersehen.
Er spricht mit keinem. Packt einfach seine Sachen.
Aber dann kommt dieser Traum. Anders als andere Träume. So klar. So hell. Der Traum heftet sich in seinem Kopf fest und in seinem Herzen.
„Fürchte dich nicht“, hört er. „Fürchte dich nicht!“
Er spürt im ganzen Körper diese Stimme: „Fürchte dich nicht, bei Maria zu bleiben. Sie ist deine Frau. Ihr Kind ist Gottes Geschenk.“
Er wird wach. Die Worte aber bleiben. Lange hallen sie in ihm nach.
Zärtlich klingen sie und kraftvoll: „Fürchte dich nicht!“
aus: Andere Zeiten-Kalender 2006 (leicht verändert)
Übertragung und Impuls:
Es kann vorkommen, dass dich die Menschen verletzen, die du am meisten liebst und schätzt. Du rechnest einfach nicht damit, dass dein bester Freund über dich mit anderen redet oder bei einem Lehrer verpetzt – warum auch immer. Du hättest nie gedacht, dass deine Eltern dich vergessen und du eine Stunde auf sie warten musst und keiner geht ans Telefon. Wie schnell sagst du dann im Zorn: „Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben!“
Aber dann spürst, dass die Freundschaft so viel wert ist. Ihr habt so vieles miteinander durchgestanden. Der Verlust der Freundschaft würde schwerer wiegen als der momentane Zorn. Tief im Herzen spürst Du: „Ich möchte diesen Menschen nicht verlieren. Unsere Freundschaft (unsere Liebe) hält das aus.“ Wenn du es schaffst, deinem Gefühl zu trauen, dann kann die Freundschaft weitergehen – anders gewiss. Aber sie geht weiter.
Versuchen wir in der kommenden Woche auf unser Herz zu hören, nicht nachtragend zu sein und bei Streit den ersten Schritt zu wagen, damit Freundschaft weiter wachsen kann.
Gebet und Segen
HERR, segne meinen Mund!
HERR, segne mein Herz,
dass es Wohnstatt sei Deinem Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.
HERR, segne mein Herz!
aus: Gebet von St. Martin aus dem 4. Jahrhundert
Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung aus:
Der Andere Advent 2006/2007 © Boris Rostami/Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de
Maria hat eine überraschende Botschaft bekommen. Sie ist schwanger. Wir hören nun, wie die Geschichte weitergeht:

Biblischer Text (Mt 1, 18-25) – neu erzählt
Als sie ihm von der Schwangerschaft erzählt, bricht seine Welt zusammen. Er rennt raus. Er stolpert in die Nacht; nur alleine sein, nichts mehr hören, bloß ihr Gesicht nicht mehr sehen. Wie konnte sie ihm das antun? Maria! Seine Maria! Er liebt sie doch so sehr. Der Boden unter seinen Füßen bricht weg. Alles ist zerstört. Warum? Warum nur? Warum?
Dass sie schwanger ist, schwanger nicht von ihm, ist ja schon genug.
Aber warum erzählt sie ihm solch eine Geschichte – vom Engel, von Gottes Sohn, vom Vertrauen, dass alles gut werden wird?
Er will weg. „Nur weg von hier“, denkt er. Irgendwo neu anfangen. Sie nie wiedersehen.
Er spricht mit keinem. Packt einfach seine Sachen.
Aber dann kommt dieser Traum. Anders als andere Träume. So klar. So hell. Der Traum heftet sich in seinem Kopf fest und in seinem Herzen.
„Fürchte dich nicht“, hört er. „Fürchte dich nicht!“
Er spürt im ganzen Körper diese Stimme: „Fürchte dich nicht, bei Maria zu bleiben. Sie ist deine Frau. Ihr Kind ist Gottes Geschenk.“
Er wird wach. Die Worte aber bleiben. Lange hallen sie in ihm nach.
Zärtlich klingen sie und kraftvoll: „Fürchte dich nicht!“
aus: Andere Zeiten-Kalender 2006 (leicht verändert)
Übertragung und Impuls:
Es kann vorkommen, dass dich die Menschen verletzen, die du am meisten liebst und schätzt. Du rechnest einfach nicht damit, dass dein bester Freund über dich mit anderen redet oder bei einem Lehrer verpetzt – warum auch immer. Du hättest nie gedacht, dass deine Eltern dich vergessen und du eine Stunde auf sie warten musst und keiner geht ans Telefon. Wie schnell sagst du dann im Zorn: „Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben!“
Aber dann spürst, dass die Freundschaft so viel wert ist. Ihr habt so vieles miteinander durchgestanden. Der Verlust der Freundschaft würde schwerer wiegen als der momentane Zorn. Tief im Herzen spürst Du: „Ich möchte diesen Menschen nicht verlieren. Unsere Freundschaft (unsere Liebe) hält das aus.“ Wenn du es schaffst, deinem Gefühl zu trauen, dann kann die Freundschaft weitergehen – anders gewiss. Aber sie geht weiter.
Versuchen wir in der kommenden Woche auf unser Herz zu hören, nicht nachtragend zu sein und bei Streit den ersten Schritt zu wagen, damit Freundschaft weiter wachsen kann.
Gebet und Segen
HERR, segne meinen Mund!
HERR, segne mein Herz,
dass es Wohnstatt sei Deinem Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.
HERR, segne mein Herz!
aus: Gebet von St. Martin aus dem 4. Jahrhundert
Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung aus:
Der Andere Advent 2006/2007 © Boris Rostami/Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de

