Adventsimpuls, Montag der 04. Dezember 2023
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„An der Krippe“
Begrüßung und Eröffnung
Lied: „Ich steh an deiner Krippe hier“
Unterstufe zum Mitsingen (4.01 Min): Ich steh an deiner Krippe
für Mittel- und Oberstufe:
zum Mitsingen (5.49 min)
zum Zuhören(2.20 min)
Einstimmung
In diesem Jahr steht zum ersten Mal in der Aula eine begehbare Krippe. Diese Krippe haben Eltern und Schüler in den vergangenen Wochen entworfen und gebaut. Das hat einen Grund. Vor 800 Jahren inszenierte Franziskus in einem Dorf in Italien mit dem Namen Greccio zum ersten Mal ein Weihnachtsspiel. Daraus entstand die Tradition, Krippen in Kirchen und später auch zuhause aufzustellen. Anlässlich dieses Jubiläums wurde es Zeit, dass auch unsere Schule eine eigene Krippe bekommen sollte. Das Vorhaben umgesetzt.
In diesem Advent wollen wir die Morgenandachten zum Thema Krippe gestalten. Wir möchten Euch alle einladen, diese Krippen-Minuten mit uns zu gehen. Am Ende der Andacht bitten wir Euch jeweils, eine Aktion zu unterstützen. Sie wird nur gelingen, wenn Ihr möglichst alle mitmachen werdet.
Wir möchten Euch nun mit nach Greccio nehmen. Heute noch ist Greccio nur ein kleines Dorf. Als Franziskus und seine Brüder dort waren, gab es noch kein Kloster, keine Kapelle oder Klosterkirche. Die Brüder lebten unter freiem Himmel, in Höhlen oder waren bei den Menschen zu Gast, die sie aufnahmen. Es heißt, die Menschen dort waren besonders gastfreundlich. Franziskus mochte die Leute da sehr. Um Weihnachten 1223 geschah Folgendes:
Die Krippe im Wald
Es war spät im Jahr, als Franziskus nach Greccio kam. Der Weihnachtstag stand vor der Tür. Dieses Mal wollte Franziskus anders als sonst an die Geburt des Jesuskindes erinnern. Das sollte ein Fest werden, wie es noch niemand gefeiert hatte.
Deshalb ließ Franziskus den befreundeten Ritter Giovanni rufen. „Das göttliche Kind wurde in einer zugigen, feuchten Höhle geboren“, sagte er zu dem Edelmann. „Es lag auf Heu und war arm und schutzlos. Nur der Ochse und der Esel gaben dem Kind Wärme. Aber das ist lange her. Es wird Zeit, dass wir wieder daran denken.“ Dann bat er den Ritter ihm bei den Vorbereitungen für das Fest zu helfen.
Als der Heilige Abend anbrach, funkelten am nachtblauen Himmel die ersten Sterne. Da wurde es im Dorf lebendig. Von überall her strömten die Menschen zu dem Berg der Brüder. Sie stiegen die steilen Pfade empor und sangen dabei. Das Echo ihrer Lieder hallte von den Felsen wider. Auch die Gefährten von Franziskus hatten sich den Einwohnern aus Greccio angeschlossen. Der Feuerschein ihrer Fackeln erhellte den Wald.
Vor einer Grotte hielten die Menschen an. Dort stand eine Krippe für das Jesuskind. Der Ritter Giovanni füllte sie mit Heu. Sogar ein Ochse und ein Esel waren von ihm heraufgebracht worden. Die beiden Tiere zupften an den Halmen.
Da begann Franziskus die Geschichte von Weihnachten zu erzählen. „Seht her“, sagte er, „so war es damals, als das Jesuskind zu uns kam. Es lag in einer Futterkrippe, die für die Tiere bestimmt war. Wie alle Kinder dieser Welt hat der kleine Gottessohn geweint und sich erst in den Armen seiner Mutter beruhigt.“
Während Franziskus sprach, beugte er sich voller Begeisterung zu der Krippe hinunter. Da schien es den Leuten, als läge auf dem Heu tatsächlich ein Kind. Darüber staunten alle und waren so glücklich wie noch nie in ihrem Leben. Sie sangen fröhliche Lieder. Erst am Morgen kehrten die Menschen zurück nach Greccio. Überall im Land berichteten sie von der wunderbaren Nacht. Von nun an gehörte die Krippe mit Ochse und Esel zu jedem Weihnachtsfest.
leicht verändert aus Erich Jooß/Renate Seelig: Franz von Assisi und die Sprach der Tiere. Stuttgart (2013)
Impuls und Aktion
Franziskus lädt die Menschen ein, zur Krippe zu kommen, sich an die Krippe zu stellen. Die Krippe in Greccio ist jedoch leer. Da liegt kein Kind. Die Menschen können mit dem kommen, was sie in ihrem Leben bewegt. Sie können ihre Bitten an die Krippe bringen.
Auch unsere Krippe ist noch leer. Wir möchten Euch bitten, in den nächsten Tagen Eure Gebete und Bitten auf einen Zettel zu schreiben und diese in die Krippe zu legen. In der kommenden Woche wollen wir Eure Bitten und Gedanken in den Morgenimpuls einbringen. Ihr füllt mit Euren Bitten nicht nur die Krippe, sondern auch unsere morgendliche Andacht.
1 Minute für den Frieden
Die erste Krippe stand im Heiligen Land. Dort jedoch herrscht zurzeit alles andere als weihnachtlicher Friede. Menschen sterben dort. Der Krieg wirkt sich auf den Frieden in anderen Ländern aus. Auch in Deutschland werden wieder Juden angegriffen.
Wir wollen 1 Minute schweigen und für den Frieden beten.
Vater unser
Gebet
Herr Jesus Christus,
bald wirst du kommen, in diese Krippe in der Aula,
die jetzt noch leer ist.
Kein Platz ist dir zu gering, kein Ort zu armselig,
dass du dort nicht hingehen würdest.
Schau auf mich! Komm auch zu mir,
Ich danke dir und warte auf dich – sehnsüchtig!
(nach: Pater Werner Pieper OMI)
Begrüßung und Eröffnung
Lied: „Ich steh an deiner Krippe hier“
Unterstufe zum Mitsingen (4.01 Min): Ich steh an deiner Krippe
für Mittel- und Oberstufe:
zum Mitsingen (5.49 min)
zum Zuhören(2.20 min)
Einstimmung
In diesem Jahr steht zum ersten Mal in der Aula eine begehbare Krippe. Diese Krippe haben Eltern und Schüler in den vergangenen Wochen entworfen und gebaut. Das hat einen Grund. Vor 800 Jahren inszenierte Franziskus in einem Dorf in Italien mit dem Namen Greccio zum ersten Mal ein Weihnachtsspiel. Daraus entstand die Tradition, Krippen in Kirchen und später auch zuhause aufzustellen. Anlässlich dieses Jubiläums wurde es Zeit, dass auch unsere Schule eine eigene Krippe bekommen sollte. Das Vorhaben umgesetzt.
In diesem Advent wollen wir die Morgenandachten zum Thema Krippe gestalten. Wir möchten Euch alle einladen, diese Krippen-Minuten mit uns zu gehen. Am Ende der Andacht bitten wir Euch jeweils, eine Aktion zu unterstützen. Sie wird nur gelingen, wenn Ihr möglichst alle mitmachen werdet.
Wir möchten Euch nun mit nach Greccio nehmen. Heute noch ist Greccio nur ein kleines Dorf. Als Franziskus und seine Brüder dort waren, gab es noch kein Kloster, keine Kapelle oder Klosterkirche. Die Brüder lebten unter freiem Himmel, in Höhlen oder waren bei den Menschen zu Gast, die sie aufnahmen. Es heißt, die Menschen dort waren besonders gastfreundlich. Franziskus mochte die Leute da sehr. Um Weihnachten 1223 geschah Folgendes:
Die Krippe im Wald
Es war spät im Jahr, als Franziskus nach Greccio kam. Der Weihnachtstag stand vor der Tür. Dieses Mal wollte Franziskus anders als sonst an die Geburt des Jesuskindes erinnern. Das sollte ein Fest werden, wie es noch niemand gefeiert hatte.
Deshalb ließ Franziskus den befreundeten Ritter Giovanni rufen. „Das göttliche Kind wurde in einer zugigen, feuchten Höhle geboren“, sagte er zu dem Edelmann. „Es lag auf Heu und war arm und schutzlos. Nur der Ochse und der Esel gaben dem Kind Wärme. Aber das ist lange her. Es wird Zeit, dass wir wieder daran denken.“ Dann bat er den Ritter ihm bei den Vorbereitungen für das Fest zu helfen.
Als der Heilige Abend anbrach, funkelten am nachtblauen Himmel die ersten Sterne. Da wurde es im Dorf lebendig. Von überall her strömten die Menschen zu dem Berg der Brüder. Sie stiegen die steilen Pfade empor und sangen dabei. Das Echo ihrer Lieder hallte von den Felsen wider. Auch die Gefährten von Franziskus hatten sich den Einwohnern aus Greccio angeschlossen. Der Feuerschein ihrer Fackeln erhellte den Wald.
Vor einer Grotte hielten die Menschen an. Dort stand eine Krippe für das Jesuskind. Der Ritter Giovanni füllte sie mit Heu. Sogar ein Ochse und ein Esel waren von ihm heraufgebracht worden. Die beiden Tiere zupften an den Halmen.
Da begann Franziskus die Geschichte von Weihnachten zu erzählen. „Seht her“, sagte er, „so war es damals, als das Jesuskind zu uns kam. Es lag in einer Futterkrippe, die für die Tiere bestimmt war. Wie alle Kinder dieser Welt hat der kleine Gottessohn geweint und sich erst in den Armen seiner Mutter beruhigt.“
Während Franziskus sprach, beugte er sich voller Begeisterung zu der Krippe hinunter. Da schien es den Leuten, als läge auf dem Heu tatsächlich ein Kind. Darüber staunten alle und waren so glücklich wie noch nie in ihrem Leben. Sie sangen fröhliche Lieder. Erst am Morgen kehrten die Menschen zurück nach Greccio. Überall im Land berichteten sie von der wunderbaren Nacht. Von nun an gehörte die Krippe mit Ochse und Esel zu jedem Weihnachtsfest.
leicht verändert aus Erich Jooß/Renate Seelig: Franz von Assisi und die Sprach der Tiere. Stuttgart (2013)
Impuls und Aktion
Franziskus lädt die Menschen ein, zur Krippe zu kommen, sich an die Krippe zu stellen. Die Krippe in Greccio ist jedoch leer. Da liegt kein Kind. Die Menschen können mit dem kommen, was sie in ihrem Leben bewegt. Sie können ihre Bitten an die Krippe bringen.
Auch unsere Krippe ist noch leer. Wir möchten Euch bitten, in den nächsten Tagen Eure Gebete und Bitten auf einen Zettel zu schreiben und diese in die Krippe zu legen. In der kommenden Woche wollen wir Eure Bitten und Gedanken in den Morgenimpuls einbringen. Ihr füllt mit Euren Bitten nicht nur die Krippe, sondern auch unsere morgendliche Andacht.
1 Minute für den Frieden
Die erste Krippe stand im Heiligen Land. Dort jedoch herrscht zurzeit alles andere als weihnachtlicher Friede. Menschen sterben dort. Der Krieg wirkt sich auf den Frieden in anderen Ländern aus. Auch in Deutschland werden wieder Juden angegriffen.
Wir wollen 1 Minute schweigen und für den Frieden beten.
Vater unser
Gebet
Herr Jesus Christus,
bald wirst du kommen, in diese Krippe in der Aula,
die jetzt noch leer ist.
Kein Platz ist dir zu gering, kein Ort zu armselig,
dass du dort nicht hingehen würdest.
Schau auf mich! Komm auch zu mir,
Ich danke dir und warte auf dich – sehnsüchtig!
(nach: Pater Werner Pieper OMI)

