Diakonie-Pfarrerin besucht Kreuzburg
Im Rahmen des Themenschwerpunktes „Füreinander da sein – Diakonie“ besuchte Pfarrerin Ute Engel kürzlich das Franziskanergymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg, um auf Einladung von Religionslehrer Wolfgang Runkel im Evangelischen Religionsunterricht in Jahrgangsstufe 7 die Arbeit des Diakonischen Werkes Hanau-Main-Kinzig vorzustellen und von Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin zu berichten.

Frau Engel berichtete von den verschiedenen Bereichen, in denen das Diakonische Werk Menschen hilft, die Schwierigkeiten in ihrem Leben haben. So stellte sie zunächst die ambulante Suchthilfe vor, die alkohol-, drogen- und glücksspielabhängige Menschen unterstützt, von ihrer Sucht loszukommen. Neben niederschwelligen Online-Beratungsangeboten über Videochat und Messengerdienste stellte sie die vor allem auf junge Menschen spezialisierten Programme „HaLT – Hart am Limit“ und „Quit the Shit“ vor, die bei übermäßigem Alkohol- bzw. Cannabiskonsum Hilfe zum Ausstieg bieten. Im Bereich der Schuldnerberatung waren die Schülerinnen und Schüler von der hohen Nachfrage beeindruckt, denn trotz sechs darauf spezialisierter Sozialarbeiter beträgt die Wartezeit etwa fünf Monate bis zur abschließenden Bearbeitung eines Falls. Pfarrerin Engel warnte vor den Verlockungen der digitalen Bezahldienste, die zum sorgenlosen Onlineshopping einladen und teilweise zu drastischen Konsequenzen durch Überschuldung führen können.
Auch das weite Feld der Flüchtlingsberatung stellte sie in bedrückenden Einzelschicksalen ebenso vor wie das psychologische Beratungsangebot, das bis zum Erhalt eines Therapieplatzes überbrückende Hilfe bietet. Über den Tellerrand des Diakonischen Werkes Hanau-Main-Kinzig blickend stellte Pfarrerin Engel die im Main-Kinzig-Kreis ansässigen Diakonie-Stationen und -Kliniken vor, sowie Kooperationen mit den Einrichtungen der Tafeln und der Stiftung Lichtblick. Auch in ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin gab sie Einblicke und vermittelte einen Überblick, wie die Arbeit des Diakonischen Werkes mit Geldern der Kirche, des Main-Kinzig-Kreises, der Stadt Hanau, und des Landeswohlfahrtsverband finanziell ermöglicht wird.
„Diakonie heißt, christliche Nächstenliebe in die Tat umzusetzen“, schloss die Pfarrerin ihre Ausführungen ab, bevor sie sich den Fragen aus dem Kurs stellte und noch von der ein und anderen Begebenheit aus ihrem Tätigkeitsfeld berichtete.

