Doppelte Auszeichnung für das Franziskanergymnasium Kreuzburg
Erneut als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ geehrt
Das Franziskanergymnasium Kreuzburg ist erneut für seine Arbeit in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie für die Gestaltung digitaler Bildung ausgezeichnet worden. Bei der hessenweiten Ehrung am 17. September 2026 in Bensheim erhielt die Schule sowohl das Siegel „MINT-freundliche Schule“ als auch die Auszeichnung „Digitale Schule“. Überreicht wurden die Auszeichnungen durch den Hessischen Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, gemeinsam mit der bundesweiten Initiative „MINT Zukunft schaffen!“.
Die beiden Siegel würdigen Schulen, die MINT-Bildung beziehungsweise digitales Lernen nach festgelegten Kriterien dauerhaft in ihrem Schulalltag verankern. Eine Fachjury prüft die freiwilligen Bewerbungen; die Auszeichnungen sind jeweils zeitlich befristet und setzen damit eine kontinuierliche Weiterentwicklung voraus. In Bensheim wurden 88 hessische Schulen mit insgesamt 103 Auszeichnungen geehrt, 15 Schulen erhielten beide Siegel. Das Franziskanergymnasium gehört damit erneut zu den wenigen Schulen, die beide Entwicklungsfelder sichtbar miteinander verbinden.
Für die Kreuzburg ist die Ehrung keine erstmalige Momentaufnahme. Seit 2017 wurde die Schule regelmäßig als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Als „Digitale Schule“ wird das Franziskanergymnasium seit 2018 geführt und 2026 ebenfalls erneut geehrt. Die aktuellen Siegel bestätigen damit einen Weg, der über mehrere Jahre hinweg aufgebaut und weiterentwickelt wurde.
Naturwissenschaften: verstehen, fragen, selbst tätig werden
MINT-Bildung bedeutet an der Kreuzburg mehr als die Vermittlung fachlicher Inhalte. Naturwissenschaftliches Lernen lebt davon, Fragen an die Welt zu stellen, Zusammenhänge zu untersuchen, Vermutungen zu prüfen und aus Beobachtungen begründete Schlüsse zu ziehen. Experimentieren, mathematisches Modellieren und informatisches Denken eröffnen Schülerinnen und Schülern Zugänge zu einer Welt, die zunehmend von Wissenschaft und Technik geprägt ist.
Die Förderung dieser Fähigkeiten ist deshalb zugleich ein Beitrag zur Persönlichkeitsbildung. Wer lernt, genau hinzusehen, eigene Annahmen zu überprüfen und auch bei schwierigen Fragestellungen beharrlich nach tragfähigen Lösungen zu suchen, erwirbt Kompetenzen, die weit über einzelne Unterrichtsfächer hinausreichen. Wettbewerbe, Projekte, eigenständiges Forschen und Kooperationen mit außerschulischen Partnern ergänzen dabei den regulären Unterricht und schaffen Räume, in denen Neugier in eigenes Handeln übergehen kann.
Digitale Bildung: Technik nutzen und verantwortlich mitgestalten
Ähnlich versteht die Kreuzburg digitale Bildung nicht als Frage der Ausstattung allein. Digitale Werkzeuge gehören heute selbstverständlich zu Lernen, Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe. Entscheidend ist deshalb, dass junge Menschen lernen, sie fachlich sinnvoll, kritisch und verantwortlich einzusetzen. Dazu gehören Anwendungskompetenz und Medienbildung ebenso wie die Fähigkeit, Informationen zu beurteilen, digitale Prozesse zu verstehen und neue Entwicklungen – bis hin zu künstlicher Intelligenz – nicht nur zu konsumieren, sondern reflektiert mitzugestalten.
Im Schulprogramm sind MINT und Medienbildung entsprechend als eigenständige Bereiche des Unterrichtsprofils verankert. Angebote wie die IT-Scouts und die kontinuierliche Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur ergänzen diesen Ansatz. Die Auszeichnung als „Digitale Schule“ bestätigt damit nicht allein vorhandene Technik, sondern vor allem den Anspruch, digitale Möglichkeiten pädagogisch begründet in Schule und Unterricht einzubinden.
Franziskanisch gedacht: Wissen wird zur Verantwortung
Gerade an einer franziskanisch geprägten Schule erhalten MINT und Digitalisierung dabei eine zusätzliche Perspektive. Wissenschaftliche Erkenntnis und technischer Fortschritt sind kein Selbstzweck. Sie gewinnen ihren Wert dort, wo sie dem Menschen dienen, verantwortliches Handeln ermöglichen und zu einer lebenswerten Zukunft beitragen.
Franziskanische Bildung richtet den Blick zudem auf einen achtsamen Umgang mit Menschen und Schöpfung. Naturwissenschaften helfen, die Welt genauer zu verstehen; aus diesem Verstehen kann Verantwortung für ihre Bewahrung wachsen. Digitale Kompetenzen eröffnen neue Möglichkeiten der Kommunikation, des Lernens und der Teilhabe; zugleich verlangen sie Urteilsfähigkeit, Maß und einen bewussten Umgang mit den Folgen technischen Handelns. Bildung bedeutet deshalb auch, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Entwicklungen nicht einfach hinzunehmen, sondern nach ihrem Nutzen für Menschen, Gemeinschaft und Umwelt zu fragen.
Die erneute doppelte Auszeichnung ist für das Franziskanergymnasium Kreuzburg deshalb Anerkennung und Auftrag zugleich. Sie bestätigt die Arbeit vieler Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiterer Mitglieder der Schulgemeinschaft. Vor allem aber ermutigt sie dazu, naturwissenschaftliche Neugier, digitale Souveränität und verantwortliche Zukunftsgestaltung weiterhin miteinander zu verbinden – fachlich anspruchsvoll, offen für Entwicklung und getragen von der Frage, wie Wissen und Können dem Guten dienen können.
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