Experimentalarchäologie im Lateinunterricht
Wie sah der Alltag der Kinder in der römischen Schule aus? Was und vor allem wie lernte man damals?
Auf die Suche nach Antworten zu all diesen Fragen begab sich die Klasse 5a zum Ende ihres ersten Lateinhalbjahres. Im Rahmen einer Projektwoche zur römischen Schule lernten die Kinder den Aufbau des römischen Schulsystems kennen und erhielten einen Einblick in den Unterrichtsalltag.
Um dem Alltag der römischen Kinder nachfühlen zu können, fertigten die Schülerinnen und Schüler der 5a Wachsschreibtafeln nach römischem Vorbild an. Anhand von Funden aus Pompeji lernten sie die römische Schrift kennen, die zum Schreiben auf einer Wachstafel besser geeignet ist als unsere heutige. Nach ersten Übungen der Schriftzeichen übersetzte die Klasse einen Text aus dem Deutschen ins Lateinische, der dann schlussendlich auf die Wachstafel geschrieben wurde. Es zeigte sich, dass man früher viel genauer arbeiten musste, da die Möglichkeit zum Korrigieren auf dem Wachs zwar vorhanden ist, das Ergebnis aber nicht so ausfällt, wie wir es heute z. B. von einem Radierer gewohnt sind. Mit viel Konzentration meisterten die Schülerinnen und Schüler zum Schluss aber auch diese Herausforderung.
Am Ende der Projektwoche hatte die Klasse nicht nur eine Vorstellung davon erhalten, wie Schule im Rom ausgesehen haben könnte, sondern stellte fest, dass sich der Unterricht im alten Rom zum Glück stark von ihrem Unterrichtsalltag heute unterscheidet.


