Fastenimpuls für Montag, den 13. März 2017
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Die Stadt – meine Freunde.
Lied: „Lass uns deinem Namen, Herr“.
Aus dem Leben von Franziskus –
Es war dunkel geworden über Assisi. Nur der Mond schaute ab und zu mit seinem Licht durch die Wolken am Himmel. Auf der Dachterrasse eines Hauses saß Franziskus und sang leise vor sich hin. In den Händen hielt er eine Gitarre. Wer genau hinhörte, merkte erstaunt, dass er ein Lied in französischer Sprache sang. Obwohl er in Italien lebte, hatte er dies Lied von seiner Mutter gelernt, die aus Frankreich stammte.
Plötzlich sah man Gestalten durch die engen Gassen huschen. Sie versammelten sich alle vor Franziskus‘ Haus und schauten zur Dachterrasse hinauf. Sie machten sich bemerkbar. Ein paar Steinchen flogen hinauf. Sofort hörte das Singen auf. Franziskus beugte sich über die Brüstung und sah unten die Schatten seiner Freunde. Da die Mutter schlief, schlich er sich leise durchs Haus. Die Freunde begrüßten ihn fröhlich: „Die Nacht ist viel zu warm und zu schön, um sie zu verschlafen! Lass uns etwas unternehmen. Franziskus, du hast die besten Ideen. Was sollen wir machen?“ Die Freunde wussten, dass Franziskus nicht nur Geld hatte, sondern auch viel Phantasie. Wenn er etwas sagte und vorschlug, machten sie es meistens auch so. Oft stellten sie dabei Unsinn an. Die Beschwerden kamen zu seinem Vater. Franziskus aber wusste genau, wie er seinen Vater um den Finger wickeln konnte.Heute Abend nun hatte Franziskus wieder so eine Idee für eine Unternehmung: „Lasst uns den Leuten in der Stadt noch ein Ständchen bringen“, sagte er lachend. Und so zogen sie los durch die engen Gassen und grölten lauthals ihre Lieder. Manche Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen. Die einen schimpften, während andere nur den Kopf schüttelten über die „verrückte Jugend“ und deren Anführer, diesen Franziskus. Denn alle in Assisi wussten, dass Franziskus dabei war, wenn in der Stadt irgendwo etwas los war.
(nach: Franz Josef Kröger: Franziskus, Kevealar 2001)
Gedanken
Franziskus lebte wie die meisten Jugendlichen seiner Zeit. So hatte er auch viele Freunde. Sie probierten ihre Grenzen aus und handelten sich manchen Ärger ein. Das gehört zum Leben dazu. Mit Freunden und Freundinnen macht es mehr Spaß, die Phantasie auszuleben und Talente zu entdecken. Wir brauchen einander! So steht auch gleich am Beginn der Bibel das Wort Gottes: „Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist“ (Gen 2,18).Impuls
Wie sehen Eure Freundeskreise aus? Wie würdet Ihr Eure Freundschaften beschreiben? Was sind Eure Stärken? Tauscht Euch doch mal in den Freundeskreises aus, was Euch wichtig ist, was Ihr euch einander bedeutet.Vielleicht könnt Ihr Euch eine Sache überlegen, die Ihr in dieser Woche als etwas „Vernünftiges“ oder „Besonderes“ mit den Freunden machen könntet, z.B. einander etwas Gutes tun oder in der Schule gemeinsam Verantwortung für die Klasse (die TG) übernehmen.
Oder vielleicht kannst Du nächsten Tage für deine Freundinnen und Freunde beten.
Gebet/Segen
Behüte, Gott,all meine Freunde, die mir verbunden sind.
Erhalte sie gesund an Leib und Seele,
und führe sie an deiner guten Hand.
Sie alle schenken mir ihr Vertrauen
und haben so viel Gutes mir getan.
Dankbar will ich an sie denken.
O Gott, schau sie mit deiner Liebe an.

