Fastenimpuls für Montag, den 6. März 2017
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Geburtshaus – meine Familie
Aus dem Leben von Franziskus
Assisi ist eine Stadt in Italien. Dort lebten vor mehr als 800 Jahren Pica und Pietro Bernardone in einem prächtigen Haus. Sie handelten mit auserlesenen Stoffen und waren sehr reich.
Eines Tages war für Frau Bernardone die Zeit gekommen, dass sie ihr Kind zur Welt bringen sollte. Es war Nacht. Da geschah etwas Geheimnisvolles:Vor dem Tor stand ein alter Mann und klopfte an. Er war gekleidet wie ein frommer Pilger, der unterwegs war nach Jerusalem. Er sprach: „Gott will, dass das Kind nicht in Glanz und Reichtum geboren wird, sondern in der Armut eines Viehstalles.“ Da wunderten sich die Leute und wollten den seltsamen Mann wegschicken. Frau Bernardone aber sagte: „ Es soll geschehen, wie der Mann gesagt.“ So gingen sie also zu einem nahe gelegenen Stall, und als der Morgen nahte, wurde das Kind geboren. Sie legten es auf Heu und Stroh und wollten es Johannes nennen.
Pietro Bernardone war zur Zeit der Geburt auf Geschäftsreise. Als er wieder daheim war, nahm er seinen Sohn auf die Arme und sagte: „Nein! Er soll nicht Johannes heißen. Weil seine Mutter, meine liebe Frau, aus Frankreich stammt, wollen wir unseren Sohn Franziskus nennen, das bedeutet: mein Französlein!“
(nach: Josef Quadflieg: Franziskus, Düsseldorf 2000)
Gedanken
Was uns die Lebensbeschreibung hier erzählt, ist zum Teil wahr – wie die Geschichte um die Namensgebung – und zum anderen Teil eine Legende. Aber so ist das ja bei allen Geburten. Da gibt es Geschichten, die wirklich so passierten. Anderes verändert sich in der Erinnerung der Eltern.Von Franziskus wissen wir, dass er eine tolle Kindheit und Jugend hatte. Seine Eltern haben ihn geliebt und ihm zunächst vieles erlaubt. Es ist gut, in solch einer Familie aufwachsen zu können. Da können auch Meinungsverschiedenheiten und Streit ausgehalten werden. Wir wissen ja, dass wir zueinander stehen.
In unserer Schule sprechen wir von „Klassenfamilien“. Das bedeutet, dass uns eigentlich mehr verbinden sollte, als nur ein gemeinsamer Stundenplan. Wir wollen vielmehr eine gemeinsame Geschichte haben, in der wir aufeinander achten wie Schwestern, Brüder und wie Eltern.
Impuls
Wie ist das bei Euch? Kennt Ihr Geschichten um Eure Geburt? Wisst Ihr, wie Ihr zu Eurem Namen gekommen seid?Erzählt Euch in der Klasse, im Kurs oder einfach nebenbei mal davon. Das ist unglaublich spannend, manchmal witzig, oft erstaunlich. Und beim Erzählen werdet Ihr merken, wie Euch das nahe bringen und wie die Klassen- (oder Kursfamilie) dadurch noch enger zusammenwachsen kann.
Gebet- Segen
Liebender Gott,schütze und bewahre unsere Familie.
Schenke uns immer wieder Glück.
Hilf uns, Liebe und Freude miteinander zu teilen,
aber auch in Enttäuschungen und Leiden einander beizustehen.
Lass uns in Liebe für dich und füreinander da sein,
wie Jesus es uns vorgelebt hat.
Dazu segne uns der liebende Gott:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

