Gedenkstättenfahrt der Lehrer nach Auschwitz
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Die meisten Menschen, die das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besuchen wollen, glauben vermutlich, sie wissen, was auf sie zukommt, sie sind gut darüber informiert, was dort geschehen ist – und doch ist alles ganz anders, wenn man vor Ort ist.
Man durchläuft das Tor zum Stammlager Auschwitz und wird direkt und persönlich mit dem Geschehen konfrontiert. Man hört von den Schrecken und Gräueltaten, die hier passiert sind und kann es nicht fassen. Und doch sind sie da, die Gebäude, die davon erzählen – die Zahlen über die hier Inhaftierten und Getöteten, die es belegen – die Listen mit den vielen, vielen Namen, die an die Opfer erinnern – die Fotos, die eine Vorstellung von den Menschen geben, denen diese Schrecken widerfahren sind und die immer wieder auftauchenden Erzählungen über Einzelschicksale, die dies alles persönlich nahe bringen. Man bekommt eine ungefähre Vorstellung davon, was hier alles passiert ist und doch kann man letztlich nicht begreifen, wie es geschehen konnte.
Seit zwanzig Jahren führt das Franziskanergymnasium Kreuzburg für interessierte Schüler des Abgangsjahrgangs eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz durch. Über das verlängerte Himmelfahrtswochenende wurde diese Fahrt erstmals auch für das Kollegium angeboten. 21 Lehrerinnen und Lehrer stellten sich im damaligen Konzentrationslager dem Thema der größten Massenvernichtung des 20. Jahrhunderts. Eine ausführliche Führung erfolgte nicht nur durch das Stammlager Auschwitz sondern auch in Birkenau. Während in Auschwitz besonders die vielen hinterlassenen Gegenstände und Fotos erschreckten, war es in Birkenau vor allem die Größe des Geländes, anhand der man erahnen konnte, welch große Zahl an Menschen hier leiden musste. Auch die Länderausstellung, in der jedes Herkunftsland von Lagerinsassen die
Möglichkeit nutzt, auf seine Art und Weise der Opfer zu gedenken, beeindruckte sehr und hinterließ tiefe Spuren in jedem. Ein besonderer Schwerpunkt der Fahrt war auch die Verarbeitung des Leidens der Opfer in der Kunst.
So besuchte die Gruppe neben der Kunstausstellung im Stammlager mit der sehr kompetenten Erläuterung von Jan Kaplon, auch die von Marian Kolodjiej im Franziskanerkonvent Harmeze. Der Künstler Marian Kolodjiej wurde bereits 1940 ins Lager Auschwitz inhaftiert und erst bei Kriegsende befreit. Erst gegen Ende seines Lebens begann er, das dort Erlebte in Bildern zu verarbeiten. Er erschuf ein „Labyrinth“ schockierender Bilder, von denen er selbst sagte „weder Kunst, noch Bilder, sondern Worte, die in einer Zeichnung verschlossen sind.“
Ein Zeichen der Hoffnung und Versöhnung setzte die Gruppe in der Kreuzwegmeditation in Birkenau zum Abschluss der Gedenkstättenfahrt. Schweigend ging die Gruppe durch das Gelände und machte an 14 Punkten Station. Hier wurden jeweils die entsprechenden Stellen aus einer Textvorlage von Manfred Deselaers, Leiter des Zentrums für Dialog und Gebet in Oswiecim, vorgelesen. Die Texte beinhalteten neben Bibelzitaten Erlebnisberichte von ehemaligen Lagerinsassen und mündeten in einem Gebet.
Die Gruppe der Lehrer hat auf dieser Fahrt sicher keine abschließende Antwort auf die Frage gefunden, wie man am besten mit dem Wissen um das dort Geschehene umgeht und ähnliches für die Zukunft vermeiden kann. Jedoch ist auf jeden Fall geblieben, dass man mit dem Gedenken an die Opfer Zeichen der Versöhnung setzen kann und diejenigen, deren Leben auf so grausame und menschenverachtende Art und Weise ausgelöscht wurde, durch das Erinnern in Gedanken weiterleben lässt.
Ein großer Dank gilt Rainer Schäfer und Reinhold Günther, die neben der perfekten Organisation der Fahrt, sehr einfühlsam an das Thema heranführten, tausend Fragen beantworteten, zu jedem Ort eine Geschichte erzählen konnten und die Gruppe in ihrer Betroffenheit auch emotional begleiteten.
Man durchläuft das Tor zum Stammlager Auschwitz und wird direkt und persönlich mit dem Geschehen konfrontiert. Man hört von den Schrecken und Gräueltaten, die hier passiert sind und kann es nicht fassen. Und doch sind sie da, die Gebäude, die davon erzählen – die Zahlen über die hier Inhaftierten und Getöteten, die es belegen – die Listen mit den vielen, vielen Namen, die an die Opfer erinnern – die Fotos, die eine Vorstellung von den Menschen geben, denen diese Schrecken widerfahren sind und die immer wieder auftauchenden Erzählungen über Einzelschicksale, die dies alles persönlich nahe bringen. Man bekommt eine ungefähre Vorstellung davon, was hier alles passiert ist und doch kann man letztlich nicht begreifen, wie es geschehen konnte.
Seit zwanzig Jahren führt das Franziskanergymnasium Kreuzburg für interessierte Schüler des Abgangsjahrgangs eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz durch. Über das verlängerte Himmelfahrtswochenende wurde diese Fahrt erstmals auch für das Kollegium angeboten. 21 Lehrerinnen und Lehrer stellten sich im damaligen Konzentrationslager dem Thema der größten Massenvernichtung des 20. Jahrhunderts. Eine ausführliche Führung erfolgte nicht nur durch das Stammlager Auschwitz sondern auch in Birkenau. Während in Auschwitz besonders die vielen hinterlassenen Gegenstände und Fotos erschreckten, war es in Birkenau vor allem die Größe des Geländes, anhand der man erahnen konnte, welch große Zahl an Menschen hier leiden musste. Auch die Länderausstellung, in der jedes Herkunftsland von Lagerinsassen die
Möglichkeit nutzt, auf seine Art und Weise der Opfer zu gedenken, beeindruckte sehr und hinterließ tiefe Spuren in jedem. Ein besonderer Schwerpunkt der Fahrt war auch die Verarbeitung des Leidens der Opfer in der Kunst.
So besuchte die Gruppe neben der Kunstausstellung im Stammlager mit der sehr kompetenten Erläuterung von Jan Kaplon, auch die von Marian Kolodjiej im Franziskanerkonvent Harmeze. Der Künstler Marian Kolodjiej wurde bereits 1940 ins Lager Auschwitz inhaftiert und erst bei Kriegsende befreit. Erst gegen Ende seines Lebens begann er, das dort Erlebte in Bildern zu verarbeiten. Er erschuf ein „Labyrinth“ schockierender Bilder, von denen er selbst sagte „weder Kunst, noch Bilder, sondern Worte, die in einer Zeichnung verschlossen sind.“
Ein Zeichen der Hoffnung und Versöhnung setzte die Gruppe in der Kreuzwegmeditation in Birkenau zum Abschluss der Gedenkstättenfahrt. Schweigend ging die Gruppe durch das Gelände und machte an 14 Punkten Station. Hier wurden jeweils die entsprechenden Stellen aus einer Textvorlage von Manfred Deselaers, Leiter des Zentrums für Dialog und Gebet in Oswiecim, vorgelesen. Die Texte beinhalteten neben Bibelzitaten Erlebnisberichte von ehemaligen Lagerinsassen und mündeten in einem Gebet.
Die Gruppe der Lehrer hat auf dieser Fahrt sicher keine abschließende Antwort auf die Frage gefunden, wie man am besten mit dem Wissen um das dort Geschehene umgeht und ähnliches für die Zukunft vermeiden kann. Jedoch ist auf jeden Fall geblieben, dass man mit dem Gedenken an die Opfer Zeichen der Versöhnung setzen kann und diejenigen, deren Leben auf so grausame und menschenverachtende Art und Weise ausgelöscht wurde, durch das Erinnern in Gedanken weiterleben lässt.
Ein großer Dank gilt Rainer Schäfer und Reinhold Günther, die neben der perfekten Organisation der Fahrt, sehr einfühlsam an das Thema heranführten, tausend Fragen beantworteten, zu jedem Ort eine Geschichte erzählen konnten und die Gruppe in ihrer Betroffenheit auch emotional begleiteten.

