„Ich achte auf mich“ – 3. Morgenimpuls im Advent
1. Lied
Wir sagen euch an, den lieben Advent“
2. Geschichte
Am späten Vormittag saß ein Fischer unter einer Palme am Strand und blickte zufrieden aufs Meer hinaus. Der Morgen hatte ihm einen guten Fang beschert, von dem seine Familie und auch die Leute im Dorf satt werden würden. Da kam ein Geschäftsmann des Weges, „Warum sitzt du da unter der Palme und schaust aufs Meer, statt hinauszufahren und Fische zu fangen?“, fragte er den Fischer.
Der ließ sich nicht in seiner Ruhe stören
. „Ich war schon draußen“, sagte er nur.
„Ja, und wie viel hast du gefangen?“
„Genug, dass wir heute satt werden.“
Der Geschäftsmann griff sich an den Kopf. „Mehr nicht?“
Das verstehe ich nicht … Du hast doch Zeit, warum fährst du nicht raus und machst noch einen Fang?“
Der Fischer sah den Geschäftsmann verständnislos an. „Wozu denn?“
„Du könntest mehr Fische verkaufen“, ereiferte sich der Geschäftsmann. „Du könntest dir von dem verdienten Geld ein tüchtigeres Boot kaufen, bessere und größere Netze. Damit fängst du mehr und kannst sogar Leute einstellen, die für dich arbeiten, und dein Erlös vermehrt sich. Vielleicht kannst du sogar eine eigene Fischkonservenfabrik gründen und die Fische weltweit vertreiben …“
„Und wenn ich das alles geschafft habe, was mache ich dann?“
„Dann … ja, dann kannst du es ruhig angehen lassen. Du kannst dich irgendwo unter eine Palme setzen und den Blick aufs Meer genießen“, schlug der Geschäftsmann vor.
Der Fischer lachte lauthals. „Und was tue ich jetzt?“ …
(aus Han Shan: Achtsamkeit (2012))
3. Impuls
Je näher Weihnachten kommt, umso mehr ist noch zu tun. Die Erwachsenen sorgen sich um die Organisation des Festes. Die Jüngeren müssen noch Weihnachtsgeschenke basteln oder besorgen. Die meisten zählen, wie viele Adventsfeiern es noch zu besuchen gilt. Und viele haben schon keine Lust mehr auf Weihnachten. Dabei könnte es doch so schön werden. Warum gönnen wir uns darum so selten die Ruhe? Ein paar Augenblicke dafür haben wir auf jeden Fall.
Wir wäre es, in dieser Woche als Morgengebet in den Klassen und Kursen nur 5 Minuten still zu sein und/oder eine Musik laufen zu lassen – ohne viele Wort den Morgen genießen? Probiert es einfach! Musik habt Ihr alle dabei!
Darüber hinaus achte eine Woche auf dich selbst:…
– Sammle jeden Tag schöne Augenblicke.
– Gönne dir, nicht alles perfekt machen zu müssen.
– Genieße eine Mahlzeit pro Tag ganz bewusst, lasse Dir Zeit beim Essen und Trinken
– Übe, ganz freundlich „Nein“ zu sagen, um etwas Zeit zu finden.
4. Gebet
Gott,
gib
mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine von dem andern zu unterscheiden.
(Reinhold Niebuhr, 1943)


