Im Riesenaquarium und auf Safari: Zweite Gruppenreise nach Mato Grosso do Sul (7.-11.8.)
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Nach dem Wochenende mit einer Mischung aus Erholung, Wäsche waschen und erneutem Kofferpacken ging es für unsere Kreuzburg-Brasiliengruppe am Montag wieder auf Reisen. Doch zunächst begann der Tag mit einem ersten Einblick in das Schulleben an einer der drei Schuleinheiten des Colégios Visconde de Portoseguro im Stadtviertel Panamby /Sao Paulo mit Schulführung und Deutschunterricht. Nachmittags startete der Flug nach Campo Grande, der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso do Sul, der so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland. Doch nicht genug der Superlative: In Mato Grosso do Sul befindet sich ein Teil (ein Drittel) des größten Sumpfgebietes der Erde mit Namen „Pantanal“, seit 2000 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Der lange Reisetag war für die 3 Teilnehmer der Partnerschule aus Lörrach, die Kreuzburg-Gruppe mitsamt Reiseleiter, Begleitlehrerin Karin Bachmann und dem Koordinator des Brasilienaustauschs der Porto Seguro, Andreas Goldstein, erst nach 4 Stunden Busfahrt im Anschluss an den Flug zu Ende: Endstation „Bonito“ (portugiesisch für „schön, hübsch“) mit dem sehr komfortablen Hotel Marruá.
Nach so viel „Sitzerei“ war am nächsten Tag nach einer kurzen Bootsausfahrt viel Bewegung angesagt: Schnorcheln im glasklaren Rio (Fluss) Formoso.
Nachdem die Shorts mit einem schnorcheltauglichen Spezialanzug getauscht wurden und nach einer fachgerechten Einweisung konnte das Abenteuer beginnen: Sich, zur Sicherheit begleitet von einem Boot mit fachkundigem Guide, entspannt kilometerweit mit der Strömung in einer Art Riesenaquarium treiben lassen und die Pflanzen- und Fischwelt unter der Wasseroberfläche bestaunen, vor allem Dourados, Piraputangas und Curimbatás. Neben dem Programmpunkt „Papageien in freier Wildbahn erleben“ gehört das Schnorcheln zu den beliebtesten Aktivitäten des Ökotourismus in der Region Bonito, auch am letzten Tag vor der Abreise konnte die Gruppe das noch einmal im kristallklaren Wasser des Rio da Prata („Silberfluss“) genießen. Danach schmeckte das Essen am All-you-can-eat-Buffet besonders gut und endlich konnten auch die in Brasilien sehr gehypten und besonders gesunden Acai-Früchte getestet werden!
Am nächsten Tag wurden Wasser- und Landtiere bestaunt: Fahrt ins Pantanal Sul zur Fazenda San Francisco; mit der Holzstatue des bekanntermaßen tierliebenden Franziskus gab es immerhin e i n e bekannte Größe auf dem exotischen Terrain! Nun ging es auf ein chilliges Floß, das langsam den Fluss hinuntertrieb, immer wieder entdeckte die Gruppe am Rand oder auch etwas näher träge Kaimane und Jacarés (Krokodilunterart). Keine Sorge, alle haben überlebt – auch das Piranhaangeln! Nachmittags ging es mit einem offenen Geländewagen auf Safari, die Augen geschärft und den Hals gereckt versuchte jede:r possierliche und weniger possierliche Tiere zu entdecken. Der Guide als Späher hielt vorne im Wagen Ausschau und machte auf dies und das aufmerksam. Die bunte Tiervielfalt wurde zum Abschluss von prächtigen Papageien ergänzt, um deren leibliches Wohl sich die Besucher:innen kümmerten.
Nach so vielen Aktivitäten bei Tagestemperaturen um 33/34 Grad und noch dazu Poolfreuden in der Hotelanlage beanstandete tatsächlich niemand die Zimmerruhe ab 22.00 Uhr!
In der kommenden letzten Woche des fünfwöchigen Aufenthalts wird es weniger exotisch und „wild“ zugehen: Schulprogramm, Sportaktivitäten, Kennenlernen der Sozialprojekte der Schule, Zusammensein mit den brasilianischen Gastfamilien und Freundinnen und Freunden. Der Abschied rückt näher und wird schwer werden…












