„In Rom sollte man bequeme Schuhe tragen“ – Maria Regina Kaiser stimmt unsere 6. Klassen auf die Romfahrt ein
Im letzten Jahr hatten die damaligen 5. Klassen schon die Gelegenheit, das alte Rom mit Hilfe eines Ratekrimis von Franjo Terhart kennenzulernen. Was lag da näher, als in diesem Jahr das Thema noch einmal aufzugreifen und den Romeindruck zu vertiefen – sozusagen als geistigen Vorgriff auf die Romfahrt im Herbst.
Maria Regina Kaiser ist studierte Archäologin und erfolgreiche Jugendbuchautorin; sie stellte am 18. April sich und einige ihrer Rom-Bücher unseren 6. Klassen in der Bibliothek vor. Das bekannteste ist „Lukios – Neffe des Kaisers“, das gerade auch von einigen Schülern im Unterricht gelesen wird – eine spannende Entführungs- und Verwechslungsgeschichte voller Alltagsdetails.
Während ihrer Lesung kam Frau Kaiser daher immer wieder auf interessante Einzelheiten des normalen römischen Lebens zu sprechen, und Schüler, die besonders gut mitdachten, bekamen von ihr sogar ein Buchgeschenk. So erfuhren sie, wie das mit den Männernamen war, wie ein normaler Tagesablauf aussah, wie das Verhältnis zu Sklaven war und welche Münzen es zum Bezahlen alles gab.
Die Schüler konnten fast alle ihre vorbereiteten Fragen an die Autorin loswerden und erfuhren auf diese Weise nicht nur spannende Details über die alten Römer, sondern auch über Freud’ und Leid des Bücherschreibens heute, die Macht der Verlage und den Einfluss des Marktes. So seien momentan Mittelalter-Themen, die die Autorin auch beherrscht, viel besser verkäuflich als solche aus der Antike. Umso dankbarer muss man Frau Kaiser sein, dass sie die Antike, die wir im Herbst alle sehen werden, durch spannende Geschichten ein wenig lebendiger gemacht hat.
Joachim Schieb
(Lesebeauftragter)

