„Man kann eigentlich nichts verkehrt machen!“
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„Man kann eigentlich nichts verkehrt machen“. Dieses Fazit zog am 16. Juni 2016 Elias Spreiter, der als Referent für Energiepolitik im hessischen Wirtschaftsministerium arbeitet und der auf Einladung von Herrn Reichert passend zum Powi-Thema der E2-Phase einen Vortrag für alle Zehntklässler über die Energiewirtschaft und Energiewende hielt. Den Schülern wurden zunächst die landschaftlichen Veränderungen durch die üblichen Energie- und Ressourcengewinnungsmethoden im Vergleich zu denen der erneuerbaren Energien vor Augen geführt. Bereits an diesem Punkt des Vortrags zeigten sich die Vorteile und auch vor allem die Begeisterung des Referenten für die Energiewende. Er erläuterte die Richtlinien der Energiewende-Politik und versuchte, den Schülern deutlich zu machen, dass die Energiewende niemandem schaden solle, sondern nur helfe. Dabei ging er auch auf die Probleme ein, die die Durchsetzung von Projekten in diesem Bereich mit sich bringt. So stehe dem Bau von Windkraftanlagen häufig der Tierschutz (Fledermäuse, Feldmäuse) entgegen oder es fehle die Akzeptanz und Bereitschaft zu Solaranlagen auf dem eigenen Hausdach – auch wegen unzureichender Fördermöglichkeiten.
„Bei der Energiewende geht es aber nicht nur um Strom“, erklärte E. Spreiter. Lediglich 17 % des Energiebedarfs entstünden durch den Verbrauch von Strom. Es sei daher viel wichtiger, den Verbrauch von Energie im Verkehr und bei der Wärmegewinnung zu mindern und vielleicht auch im Winter mit der Heizung bedachter umzugehen, um vor allem sog. Rebound-Effekte zu verhindern. Zum Beispiel: Man lässt die Lampen länger brennen, da diese ja mit Energiesparleuchten ausgestattet sind. Oder man dreht die sparsamere Heizung nicht mehr zurück, wenn man lüftet.Am Ende des Vortrags führten einige Schüler mit Elias Spreiter noch eine angeregte Diskussion. Mit viel Humor erläuterte Spreiter die Wichtigkeit der Energiepolitik und begeisterte die meisten Schüler mit seinem Vortrag. Wichtig sei es, die Energiewende aktiv zu begleiten. Denn: Man könne ja nichts falsch machen. Auch kleine Effekte seien hilfreich. Zudem entwickelten sich die Möglichkeiten unentwegt weiter.
Ein Bericht von Lea H., TG Reichert

