„Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“
In der Woche vor den hessischen Herbstferien findet an unserer Schule die bundesweit erste Projektwoche zum Thema „Moritz Daniel Oppenheim und das Zeitalter der jüdischen Emanzipation“ statt. Sie steht ganz im Zeichen des in Hanau geborenen jüdischen Malers Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882), dessen Statue auf dem Freiheitsplatz in Hanau zu sehen ist.
An der Auftaktveranstaltung am Montag, dem 17. Oktober 2022, wird die ehemalige stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, teilnehmen. Als Generalsekretärin des Vereins „321-2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ war sie im Jahre 2021 für die Ausrichtung des Festjahres mitverantwortlich.
In Zusammenarbeit mit der Hanauer Filmemacherin Isabel Gathof ist ein bislang einzigartiges interdisziplinäres Bildungsprojekt entstanden. Die gesamte 9. Jahrgangsstufe des Franziskanergymnasiums Kreuzburg wird sich fächerübergreifend eine Woche lang mit dem Teil der deutsch-jüdischen Geschichte auseinandersetzen, der im Lehrplan oft wenig Beachtung findet. Über ein halbes Jahr haben Lehrkräfte verschiedene Projekte erarbeitet. Schülerinnen und Schüler nähern sich inhaltlich und produktiv auf der Grundlage des Dokumentarfilms „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ und nach ihren Neigungen dem Thema „Jüdische Emanzipation“.
Auf dem Programm stehen zwei Exkursionen: Unter dem Motto „Vom jüdischen Ghetto ins Bürgertum“ besuchen die 9. Klassen das Museum Judengasse und das Jüdische Museum in Frankfurt sowie den alten jüdischen Friedhof und die Jüdische Gemeinde in Hanau. Ziel ist es, den rund 150 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass jüdisches Leben in der Region alles andere als nur Geschichte, sondern vielmehr ein lebendiger Bestandteil der Gesellschaft ist.

