O-Saft-Aktion der Religionsgruppe 9b
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Die katholische Religionsgruppe der Klasse 9b hatte sich in den letzten drei Wochen mit den kirchlichen Hilfswerken beschäftigt, über die Motivationen aus dem christlichen Glauben gesprochen und die Bedeutung dessen in den Mittelpunkt gestellt, dass man vom Reden zum Handeln kommen muss.Das katholische Hilfswerk Misereor machte in diesem Jahr den Projektvorschlag, an Schulen eine Orangensaft-Bar zu organisieren, an der vor allem informiert wird, aber eben auch fair gehandelter Orangensaft verkauft wird. Der Erlös geht dann an Projekte, die von Misereor unterstützt werden.
So hatte sich die Religionsgruppe darauf verständigt, noch vor den Osterferien, eine solche Aktion an zwei Tagen durchzuführen. Tatwillige Schülerinnen und Schüler hatten sich gemeldet und ließen sich auch für diese Aufgabe wählen.
Der Erfolg bestand vor allem darin, dass folgende Zusammenhänge vermittelt wurden:Der größte Teil des Orangensaftes, den wir in Europa trinken, kommt aus Brasilien. Für Kleinbauernfamilien ist die Situation dort allerdings besonders schwierig, denn nahezu die gesamte Verarbeitung der Orangen wird von nur drei Unternehmen kontrolliert. Ihre Marktmacht ist so groß, dass der Einkaufspreis für Orangen manchmal nicht einmal die Produktionskosten deckt. Dieser enorme Preisdruck verursacht auch gesundheitsgefährdende und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in Plantagen.
Der Faire Handel der GEPA ist nun ein deutliches Zeichen: Die Früchte für den bei der Aktion verkauften „Merida-Orangensaft“ wurden von Kleinbauern der Genossenschaft COOPEALNOR im Bundesstaat Bahia produziert. Als Partner des Fairen Handels bekommen sie dafür einen angemessenen Preis, der ihnen und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Wir danken allen, die die Aktion der 9b beachtet und unterstützt haben!
Bruder Bernardin

