Projekttag „Meinungsfreiheit und Manipulation im Netz „
Gibt es Meinungsfreiheit in sozialen Medien? Woran erkenne ich manipulierte Bilder und fake news?
Gemeinsam mit den „Agenten des Rechtstaats“ gestalteten die Klassen 10a und 10b am 18. Februar einen gelungenen Projekttag.
„Der Projekttag war sehr gut und lehrreich zudem wurden alle Fragen beantwortet. Die Rollenspiele haben mir auch sehr gut gefallen und es war auch interessant zu sehen, wie viele sehr verschiedene Meinungen aufeinandertrafen. […] Es ist wichtig aufzuzeigen wie man sehr einfach manipuliert werden kann und wie man seine eigene Meinung vertritt.“ (Schüler der 10.Klasse)
Zentrale Diskussionsfragen an diesem Tag waren: Wie frei muss die Gesellschaft im Rechtsstaat sein, wie verbindlich ist der Rechtsstaat für die Gesellschaft? oder Wie können grundlegende Verfassungsfragen in der Breite der Bevölkerung diskutiert und gleichzeitig akzeptiert werden? Und wie steht es um die Toleranz gegenüber anderen Meinungen – wo ist die Grenze, und setzen wir sie richtig?
Im Projekt wurde die Bedeutung von Recht und Verfassung für eine freie Gesellschaft herausgestellt und gleichzeitig eine Plattform für kritische Diskussionen geliefert, die im schulischen oder außerschulischen Alltag nur selten möglich sind. Zum Beispiel zu der Frage „Wieviel Macht möchte ich dem Staat geben, um in meine Privatsphäre einzugreifen?“ „Es war sehr interessant auch mal mit einem Journalisten und einer Richterin zu sprechen. Diese Möglichkeit hat man sonst fast nie und so konnte man auch mal einige Fragen stellen. Außerdem konnte man sich über den Tag hinweg sehr gut eine eigene Meinung bilden, basierend auf Fakten.“ (Schülerin der 10. Klasse)
Überwachungsstaat oder Meinungsverbote: die Debatte war eröffnet! In Interviewfilmen stellten sich „Insider“ des Rechtsstaats der Debatte und positionieren sich zu Themen wie hate speech, Extremismus und social media – die Teilnehmer konnten sich anschließen, widersprechen oder ganz neue Thesen erarbeiten. Zum Abschluss waren der FAZ-Journalist Hanns Mattes und die Richterin Marie Stojanik, Richterin der ersten großen Strafkammer des Landgerichts Hanau, zu Gast und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dabei lagen Schwerpunkte auf dem Vertrauen in den Rechtsstaat und ob wir uns in sozialen Medien im rechtsfreien Raum befinden. Weiterhin wichtig war das Thema Hate Speech und deren Grenzen und auch, ab wann wird die Ehre eines Menschen verletzt wird.
„Anfangs haben wir viele Grundlagen zu Thema Recht und Meinungsfreiheit gelernt, was uns alle auf einen gemeinsamen Stand gebracht hat. Uns wurde anhand eines konkreten Beispiels detailliert unsere Rechte gegenüber dem Staat erklärt, das war sehr spannend. Später haben wir in Gruppen eingeteilt ein Thema lösen müssen, und das hat mir gezeigt, wie schwierig Kompromisse zu finden sind, aber auch dass das „darüber reden“ unverzichtbar ist. Am besten war das Treffen mit der Richterin und dem Journalisten, denn sie konnten Fragen zu vielen Themen (egal ob zu ihrem Beruf oder zur Wehrhaftigkeit der Demokratie) beantworten. Insgesamt hat mir der Tag aufgrund seiner Vielfältigkeit sehr gut gefallen.“ (Schülerin der 10. Klasse)


