SV-Vernetzungsseminar der katholischen weiterführenden Schulen in Hessen
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Das Franziskanische Bildungswerk (FBW) hat schon vor einigen Jahren ein Vernetzungsseminar für katholische Schulen ins Hessen ins Leben gerufen. Nach vielen jahren Pause gibt es dieses Angebot seit letztem Jahr wieder. Letzte Woche nahmen 12 von 18 katholischen Schulen teil und vertraten damit die Bistümer Mainz, Limburg und Fulda. Das Seminar startete mit einer intensiven Kennlernphase am 07.12.23 in der Jugendherberge in Fulda. Anschließend ging es in schulinterne Reflexionsrunden, was aktive oder geplante Aktionen der entsprechenden SVen sind, wo normale Aktionen wie die Nikolaus- oder Rosenaktion genannt wurden aber auch besondere Ideen vorgestellt wurden. Ebenfalls wurden Probleme und Schwierigkeiten der jeweiligen SVen genauso wie aktuelle große und kleine Themen an den Schulen besprochen und vorgestellt. So haben zum Beispiel neben der Kreuzburg auch andere Schulen immer wieder mit Vandalismus auf den Toiletten zu kämpfen. Außerdem ist die fehlende finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von Damenhygieneartikeln an vielen anderen Schulen und insbesondere an den drei vertretenen Mädchenschulen ebenfalls ein großes Problem.
Nach dem Abendessen teilten wir uns in fünf Expert*innengruppen auf, wo wir die größten Probleme und Themen besprachen. Dabei ging es um Kommunikation in der SV, aber auch um Kommunikation zwischen der SV und den Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern sowie der Schulleitung. Besprochen wurde auch die Themen Mental Health und Lebensraum Schule, da laut schulinternen Umfragen einiger anwesender Schulen die Schüler*innen zusehends unter Stress, Leistungsdruck und dem Thema Mobbing litten. Des Weiteren gab es eine Expert*innengruppe zu den verschiedenen Aktionen, wie sie umgesetzt werden können und welche Schwierigkeiten es zu bewältigen gibt. Zuletzt war Digitalisierung noch ein großes Thema, da es bei vielen Bistumsschulen auf Grund von diversen Regelungen Einschränkungen bei den Betriebsprogrammen gibt. Auch der Ausbau der Netzwerke in den Schulen erweist sich oft als schwierig. Hierbei versuchte die Vertretung der Kreuzburg ihre Erfahrung durch die gelungene Digitalisierung einzubringen und steht den Schulen, die sich aktuell auf dem Weg zur „Digitalen Schule“ befinden in Zukunft unterstützend zur Seite.
Am Morgen des 08.12.23 gab es ein stärkendes Frühstück woraufhin die Arbeit der restlichen Expertengruppen besprochen wurde.
Anschließend gab es einen Programmpunkt, auf den sich alle freuten, ihm aber auch mit skeptischer Spannung entgegenblickten. Die Albertus-Magnus-Schule hatte im Vorfeld dieses Seminars dazu aufgerufen, die Landesschüler*innenvertretung katholischer Schulen nach 13 Jahren wiederzubeleben. Zuletzt hatte sie 2012 aktiv gewirkt. So setzten sich die Teilnehmenden mit der Geschäftsordnung aus dem Jahr 2012 auseinander und berieten, wie Wahlen für den Vorstand durchzuführen seien. Dabei wurde sich an der „Ordnung der Schülervertretung an den katholischen freien Schulen in Hessen“ von 1994 orientiert. Nach Abschluss der entsprechenden Wahlen waren die sechs Ämter des Vorstands wieder besetzt. Das Amt des Landesschulsprechers hat Louis B. von der Albertus-Magnus-Schule in Viernheim inne. Die Vertretung übernimmt Daria S. von der Stiftschule St. Johann in Amöneburg. Geschäftsführerin ist Cansu A. von der Edith-Stein-Schule in Darmstadt. Die 3 Beisitzer*innen sind Eva T. (Maria-Ward-Schule Bad Homburg), Constantin K. (Ursulinenschule Fritzlar) und Luca F. (Stiftsschule St. Johann Amöneburg).. Die Delegierten haben vor, die alte Geschäftsordnung aus dem Jahr 2012 zu überarbeiten und ein funktionierendes Kommunikationsnetzwerk zwischen den einzelnen Schulen auszuarbeiten.
Zusammenfassend waren dies zwei äußerst produktive Tage auf dem SV-Seminar katholischer Schulen in Hessen, die den Zusammenhalt zwischen den einzelnen Schüler*innenvertretungen der verschiedenen Schulen festigten. Es wird sich auch weiterhin eine gute und produktive Zusammenarbeit erhofft, auch wenn das bevorstehende Jahr viele Herausforderungen mit sich bringt.
Ein Bericht von Jean Pierre Zschocke TG Kessler (12d)

