„Wie schön leuchtet der Morgenstern“
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Bericht im Gelnhäuser Tageblatt vom 30. Januar 2015 –
BAD ORB (ez). „Wie schön leuchtet der Morgenstern“: Unter dem Leitwort des wunderschönen Chorals gestaltete Dr. Maria-Elisabeth Heisler-Wiegelmann ein stimmungsvolles Chor- und Orgelkonzert zur ausgehenden weihnachtlichen Festzeit in der Bad Orber St. Martins-Kirche. Ausführende waren der Kammerchor des Franziskanergymnasiums Kreuzburg (Großkrotzenburg) und Regionalkantor Thomas Wiegelmann (Orgel) sowie Monika Wiegelmann (Violine). Gewidmet war das Konzert den Festen „Epiphanie“ („Dreikönigstag“) und „Darstellung des Herrn“ („Mariä Lichtmess“) und lag so mitten zwischen den beiden Tagen; brachte aber auch noch einen Hauch Weihnachten in die Pfarrkirche, in der ja auch noch die Krippe aufgebaut ist. „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ des hessischen Pfarrers Philipp Nicolai wird schließlich auch besonders gerne im Advent gesungen. „Morgenstern“ ist ein Bild für Jesus, und dieses besondere Lied trifft viele Sinne, ob der Text, die Gesangbuchmelodie oder die zahlreichen Variationen quer durch die Jahrhunderte. Immerhin stammt das Lied bereits aus dem Jahr 1597. Dr. Heisler-Wiegelmann und ihr Ehemann Thomas Wiegelmann hatten in einem liebevoll zusammengestellten Programm eine ganze Reihe von Kompositionen ausgesucht, die immer wieder den Morgenstern leuchten ließen, ob von Otto Dienel, Christoph Graupner, Johann Sebastian Bach oder Emil Wiedenhagen und weiteren Tonschöpfern, ob mit Chor und Orgel oder Orgel solo. Auch Alfred Herbert Brewers „Elegy“ für Orgel widmet sich dem Thema. Und so wurde das Konzert zu einer abwechslungsreichen Auseinandersetzung mit dem ganz besonderen und gern gesungenen Choral. Deutsche und englische Chor- und Orgelmusik rundete das Konzert bestens ab, darunter „Lord, now lettest thou thy servant“ und „Obe joyful in the Lord“ (Charles V. Stanford), „Du höchstes Licht, du heller Schein“ und „Herr, nun lässt du deinen Diener“ (Charles Hubert Parry) sowie die schwungvolle Orgelsonate „Allegro con brio“ (Mendelssohn Bartholdy). Und weil Kantor Wiegelmann zu Beginn gebeten hatte, den Beifall bis zum Schluss aufzuheben, wurde es ein Konzert „wie aus einem Guss“, mit ausgefeiltem Orgelspiel in atmosphärischer Dichte, ob solistisch oder begleitend, mit transparentem, schön phrasiertem Violinspiel oder einem Chor mit leuchtendem und feinem Klang samt dynamischem musikalischem Leistungsvermögen.
Der Eintritt für dieses nachklingende Konzert war frei. Es wurde um eine Spende für den Malteser-Hospizdienst gebeten. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, der ehrenamtliche Präsident des Malteser-Hilfsdienstes, erläuterte im Vorfeld des Konzerts, dass die Einrichtung auf Spenden angewiesen sei, insbesondere, um die Kosten für die Ausbildung der Helfer zu finanzieren. Zu Gast waren auch Vertreter des Kreuzburggymnasiums.
Text und Foto: Elsbeth Ziegler
