Wieviel IT brauchen Schulen?
Treffen der schulischen Medienbeauftragten des MKK.
Regelmäßig treffen sich die Medienbeauftragten der Sekundarschulen des Main-Kinzig-Kreises zu einem Erfahrungsaustausch, der dieses Mal an unserer Schule stattfand. Tine Nowak von der TU Darmstadt stimmte in einem Impulsvortrag auf das Thema ein. Die Denkanstöße, die sie zum Thema „Lehren und Lernen mit Online-Medien – Neuland für Schulen?“ gab, stammten aus der Auswertung verschiedenster Umfragen sowie aus ihrer eigenen Erfahrung in der Ausbildung für Lehrer. So räumte sie z.B. mit dem Vorurteil auf, dass junge Lehrer dadurch, dass sie mit neuen Medien aufgewachsen sind, diese auch automatisch eher im Unterricht einsetzen, als ältere Kollegen. Gleichwohl ist es notwendig, in den Schulen Online-Medien wesentlich stärker zu nutzen, zumal sie eine wesentliche Bedeutung für aktuelle und künftige Arbeitsplätze haben. Es stellt sich die Frage, warum so wenige der aktuellen Möglichkeiten von Mediennutzung in den Schulen umgesetzt werden. Tine Nowak nannte hierfür in ein ganzes Bündel von Ursachen, angefangen bei den grundsätzlichen Einstellungen der Lehrkräfte zu neuen Medien bis hin zu den strukturellen Bedingungen der Schulen im Spannungsfeld zwischen politischen und rechtlichen Vorgaben, Finanzierungsproblemen und technischer Entwicklung.
Ausgehend von diesen Betrachtungen stellte das Franziskanergymnasium sein eigenes IT-Konzept vor. Der Medienbeauftragte der Schule, Carsten Reichert, erläuterte das Mediencurriculum, in dem das pädagogische Konzept, die Inhalte und Anforderungen der Medienbildung der Schule verankert sind. Angefangen bei einem Grundunterricht im Umgang mit dem Computer, den die Schüler in der 5. Klasse erhalten, sind dort auch die weiteren Medienkompetenzen festgehalten, die in verschiedenen Unterrichtsfächern vermittelt werden sollen.
Die dazu erforderlichen technischen Lösungen präsentierte der IT-Beauftragte Jörg Müller in einer Übersicht über die vorhandene Computer-Infrastruktur. In der abschließenden Aussprache tauschte man sich angeregt über die Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Schulen aus.
Das Treffen schloss Ulrich Mayer, Leiter der gymnasialen Oberstufe der Kopernikusschule, Freigericht, mit einem Bericht aus der Steuergruppe IT des Main-Kinzig-Kreises. In dieser Steuergruppe beraten Vertreter des Schulträgers Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit Vertretern des Staatlichen Schulamtes sowie Vertretern der verschiedenen Schulformen über Fragen der Ausstattung der Schulen mit Neuen Medien im Zusammenhang mit den medienpädagogischen Anforderungen.
