Zwischen Pizza und Pasta – Dolce vita beim Italienaustausch mit Brescia
Im September 2024 fand zum ersten Mal ein Austausch mit dem Liceo Luzzago in Brescia / Italien statt. 12 Schülerinnen und Schüler der E-Phase nahmen daran teil. Von ihren Erlebnissen handelt der folgende Bericht von Julia und Rebecca.
Nachdem unsere Austauschpartner uns Mitte September für eine Woche hier in Großkrotzenburg besucht hatten, waren endlich wir an der Reihe, die historische norditalienische Stadt Brescia zu besuchen und unsere italienischen Freunde wiederzusehen. In Begleitung von Frau Rosenschon und Frau Eichenhofer landeten wir Sonntagnachmittag in Mailand und wurden sofort herzlichst von den Familien begrüßt.
Bereits einen Tag später lernten wir die Millionenstadt Mailand kennen. Dabei haben uns unsere italienischen Freunde mit vielen Informationen durch die Stadt geführt und wir konnten unzählige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Mailänder Dom oder das Bosco-Verticale bewundern.
Am Dienstag wurden wir im Prunksaal der Schule von der Schulleitung empfangen und konnten die wunderschönen Deckengemälde bestaunen. Die Schule ist ein historisches Bauwerk mit vielen Dekorationen, Statuen und Wandgemälden. Darauf folgte ein Besuch im mindestens genauso schönen Rathaus, wo nicht nur Politik, sondern auch Kunst und Kultur ihr Zuhause finden. Der Bezirksbürgermeister erklärte uns dort die verschiedenen Funktionen im Stadtrat und lieferte uns spannende Einblicke in das politische Geschehen von Brescia. Nachmittags haben sich einige von uns zum Beachvolleyball spielen getroffen, wo die Italiener klar jedes Spiel gewannen.
Als Auftakt des nächsten Tages machten wir kreative Selbstportraits, um uns auf das Kunstangebot einzustimmen. Denn wir konnten unsere kreative Ader entfalten und ein Thema darstellen, wie wir wollten – los ging also das Schmieren, Zeichnen und Spachteln mit Farbe. Daraufhin besichtigten wir das nicht weit entfernte Museum Santa Giulia, was uns atemberaubende Ausgrabungen aus der Römerzeit präsentierte. Am Nachmittag lernten wir die Innenstadt mit Hilfe einer Schatzsuche genau kennen und sahen die versteckteren Ecken der italienischen Stadt.
Am nächsten Vormittag durften wir unsere Austauschpartner in ihren Unterricht begleiten und uns ist sofort der Unterschied der Lautstärke, der in der Klasse herrscht, aufgefallen. Ein paar Schüler konnten sogar bei einer Deutscharbeit mitschreiben und von der Lehrerin ihr „Wort des Tages“ lernen, diesmal war es „Semmelmehl“. Den Rest des Tages verbrachten wir zusammen mit unseren neuen Familien, die uns schon so ans Herz gewachsen sind, dass es sich anfühlte, als wären wir selbst schon ein echtes Familienmitglied.
Da der Gardasee nicht weit entfernt von Brescia liegt, nahmen wir freitagmorgens einen Bus in Richtung Sirmione, was eine wunderschöne Halbinsel im Süden des Sees ist. Dort bewunderten wir die Scaligerburg und die Grotten des Catull, die einst eine riesige Villa direkt am Wasser waren. Später schlenderten wir durch die süßen Gassen der kleinen Stadt, wo wir uns mit Eis und Souvenirs eindeckten und in etliche Touristenfallen liefen. Nach der endlosen Busfahrt nachhause, inklusive einiger Runden Stille Post quer durch den Bus, trafen wir uns abends wieder, um im Restaurant des Vaters einer unserer Austauschschülerinnen gemeinsam original italienische Pizza zu essen.
Der Samstag war uns mit unseren Familien freigestellt und viele einigten sich auf einen Besuch in Verona, um dort die wundervollen Straßen und Monumente zu sehen. Abends trafen sich die Partywütigen unter uns, um Brescias Center einen Besuch abzustatten und dort mal das italienische Nachtleben kennenzulernen. Auf einem Platz mitten in der Stadt treffen sich abends immer hunderte Menschen, um mit Freunden und Fremden einen schönen Abend zu verbringen. Doch auch dieser Tag verging wie im Flug und schon war der letzte Abend vergangen.
Der Abreisetag war gekommen und wir mussten die Rückreise ins kalte Deutschland antreten. Der Abschied von unseren Austauschpartnern und ihren Familien fiel schwer, da wir in den gemeinsamen Wochen tiefe Freundschaften knüpfen konnten. Nach vielen langen Umarmungen und dem Versprechen, sich auf jeden Fall wieder besuchen zu kommen, ging es schließlich nach Hause. Die Woche war ein voller Erfolg und wir sind uns alle einig, dass diese Reise unser Highlight des Jahres ist. Wir sind uns alle sicher: Wir kommen wieder nach Brescia!
Von Rebecca und Julia

