Adventskonzerte zum Jahresabschluss am Franziskanergymnasium Kreuzburg
In einer bis auf den letzten Platz besetzen Aula fanden am Mittwoch, 20.12.2017, und Donnerstag, 21.12.2017, die alljährlich zum festen Bestand des kulturellen Schullebens gehörenden Adventskonzerte der Musik-Arbeitsgemeinschaften am Franziskanergymnasium Kreuzburg statt.
Eröffnet wurde die Konzerte durch das „Kleine Orchester“ (Leitung: Andreas Heindel), das sich in diesem Jahr als reines „Nachwuchs-Streichorchester“ präsentierte. Zu hören waren drei von Jiri Teml gesetzte tschechische Weihnachtslieder.
Die „Kleine Bigband“ (Leitung: Peter Loschert) erfreute das Publikum mit zwei Weihnachtsliedern aus England („Away in a Manger“ und „Good King Wenceslas“) sowie dem französischen Weihnachtslied „Gloria in excelsis deo“.
Diesen beiden Instrumentalensembles schlossen sich die Beiträge von drei Chören der Schule an. Zunächst erklangen drei „Neue geistliche Lieder“ zur Weihnachtszeit, zwei auf Texte von Eugen Eckert („Diese Nacht hat ein Geheimnis“, Musik: Robert Haas und „Wo immer ein Mensch“, Musik: Alejandro Veciana) und „Jesus Christus ist das Licht“ von Anselm Thissen nach einem Text von Thorsten
Schmölzing. Vorgetragen wurden sie von den „jüngsten“ Sängerinnen und Sängern der Kreuzburg, dem Chor der Jahrgangsstufe 5 (Leitung: Dr. Maria-Elisabeth Heisler-Wiegelmann, am Flügel begleitet von Thomas Wiegelmann). Der
Chor der 6. Jahrgangsstufe schloss sich mit drei deutschen Weihnachtsliedern an: Dem bekannten und beliebten „Stern über Bethlehem“ von Alfred Zoller, dem alten Volkslied „O Tannenbaum, o Tannenbaum, du trägst ein‘ grünen Zweig“ und dem vielen von den „Sternsingern“ wohlvertrauten „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ von Heinrich Rohr und Maria Ferschl. Mit „Take a Winter Walk with Me“ von Mary Donnelly wandte sich
der Chor, der von Peter Loschert vom Flügel aus geleitet wurde, dann beschwingt einem eher amerikanischen “Christmas-Feeling” zu. Der Jugendchor (Leitung: Andreas Heindel) wartete im Anschluss mit zwei weihnachtlichen Chorliedern auf. Dem gefühlvollen Anthem „Light a Candle of Hope“ von John Purifoy folgte „Tell me, tell me!“ von Sally K. Albrecht und Jay Althouse im Gestus. Daniel Walter begleitete souverän am Flügel.
Den Abschluss des ersten Konzertteils gestaltete traditionsgemäß die Bigband (Leitung: Ulrike Hoffmann). „Of Time and Change“ von James Swearingen, „Happy Xmas” von John Lennon/ Yoko Ono und „O Happy Day” von Ted Parson spannten einen Bogen von besinnlichen Klängen bis zum mitreißenden „Bigbandsound“.
Nach der Pause eröffnete der Elternchor unter der Leitung von Peter Loschert den zweiten Teil des Konzertes. In Eduard Karl Nösslers Motette „Tröstet mein Volk“ op. 39 nach Texten der Bibel und „Weihnachten“ aus Felix Mendelssohn-Bartholdys „Sechs Sprüche zum Kirchenjahr op. 79“ zeigte der Elternchor zunächst „a capella“ sein Können. Anschließend beschloss der Chor sein anspruchsvolles Programm, einfühlsam begleitet von Florian Briegel am Flügel, mit eine weihnachtlichen Bearbeitung von Maurice Ravels bekannter „Pavane pour une infante défunte“ durch P.M. Liebergen: „Pavane for a Silent Night“.
Der von Dr. Maria-Elisabeth Heisler-Wiegelmann geleitete und von Thomas Wiegelmann begleitete Kammerchor widmete sich in seinem Konzertbeitrag der englischen sakralen Chormusik des 20. Jahrhunderts. Nach den beiden hymnischen Gesängen „Today a Saviour Has Been Born to Us“ des früh verstorbenen Christopher Tambling nach Worten aus Lk 2 und Ps 96 und dem 2014 entstandenen „Hark the Glad Sound“ von Robert Jones lauschte das aufmerksame Publikum dem wundervollen „Angels‘ Carol“ des englischen Erfolgskomponisten John Rutter.
Das Kreuzburg-Orchester trug unter der Leitung von Peter Loschert zwei Werke zum Konzert bei: Ottorino Respighis bekannter „Balletto“ aus der I. Suite „Antiche Arie e Danze“ und eine Meditation über das Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ für Kammerorchester bearbeitet von Orchesterleiter Peter Loschert, deren tiefer Ernst in Kontrast zu Respighis heiterem Suitensatz stand.
Höhepunkt des Konzertes waren zwei Werke des lange Jahre in Frankfurt wirkenden Barockkomponisten Georg Philipp Telemann, dessen 250. Todestag die Musikwelt im Jahre 2017 beging. Zum einen erklang die motettische Komposition „Danket dem Herrn“ TWV 7:5 nach Ps 118 für Chor und Orchester (Leitung: Dr. Maria-Elisabeth Heisler-Wiegelmann), zum anderen „Meine Seele erhebet den Herrn“, ein Ausschnitt aus dem „Deutschen Magnificat“ Telemanns (Leitung: Peter Loschert). Beide Werke waren in der Woche zuvor in intensiven Proben im Rahmen eines Musikseminars auf Burg Rothenfels durch Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Chöre, des Orchesters und der Bigband erarbeitet worden.
Zum Abschluss erklang mit allen Beteiligten und unter eifriger Mitwirkung des Konzertpublikums eine Liedkantate über „Menschen, die ihr wart verloren“, die Regionalkantor Thomas Wiegelmann unter Einbezug von Chorsätzen von K. Rüding und C. Mawby für Chor und großes Orchester komponiert hatte.
Alle Mitwirkenden freuten sich über die große Publikumsresonanz und den herzlichen Beifall, der als Lohn für alle Mühen gerne entgegen genommen wurde.

