Roboter als zukünftige Pflegekräfte?
Der Fachkräftemangel in der Pflege steht fast täglich in den Zeitungen und macht nicht nur Politikern sondern auch Senioren, die pflegebedürftig sind, und deren Angehörigen große Sorgen. Diese Sorge soll, wenn es um die Entwickler sozialer Roboter geht, bald vorbei sein. Längst sind soziale Roboter, wie die Robbe Paro oder Roboterwagen für Medikamente und Wäsche in Pflegeheimen in der Erprobungsphase und werden gut angenommen. Doch wie weit können Roboter in der Pflege eingesetzt werden und welche Aufgaben können ihnen übertragen werden?
Am vergangenen Freitag stellten sich vier Schülerinnen und Schüler im Schulfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ dieser komplexen Frage. Dabei stellte die Pro-Seite (vertreten durch Elias B. und Justus B.) vor allem heraus, dass es sich beim Einsatz von Robotern nur um Hilfstätigkeiten handeln könne, die keine komplexe Entscheidungsfindung benötigen würden. Sie zeigten auf, dass Pflegeroboter zeitintensive Aufgaben übernehmen könnten, sodass die eigentlichen menschlichen Pflegekräfte mehr Zeit für den nahen Kontakt zu den Pflegebedürftigen und deren Behandlung investieren könnten.
Die Contra-Seite (vertreten durch Hanna B. und Annika S.) hielt entgegen, dass der Kostenfaktor für die Pflegeroboter zu berücksichtigen sei und Roboter auch fehlerhaft agieren könnten. Auch die kalte Atmosphäre der Roboter könnte dazu beitragen, dass die Senioren sich nicht gut betreut fühlen würden, da die Pflegeaufgaben vor allem durch soziale Interaktion geprägt seien.
Am Ende der Debatte überzeugten Annika S. und Elias B. mit ihrem engagierten Auftreten und ihren fundierten Argumenten in der Schulfinal-Debatte. Sie werden in den Regionalwettbewerb von Jugend debattiert einziehen und dort unsere Schule vertreten. Wir wünschen den beiden viel Erfolg dabei!



