Wahlanalyse
Die Powi-Orientierungskurse der E-Phase von Björn Reese und Carsten Reichert hatten am 10. November 2021 die Gelegenheit zur „Wahlanalyse“. Auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung konnten die Schülerinnen und Schüler via Zoom mit Simon Hauser sprechen, der gemeinsam mit den beiden Kursen die Bundestagswahl im September Revue passieren ließ. Neben den Wahlergebnissen wurden auch die Wählerbewegungen und Präferenzen der Erst- und Jungwähler und -wählerinnen in den Blick genommen. Dabei konnten auch Besonderheiten des diesjährigen Wahlergebnisses geklärt werden, warum etwa der Südschleswigsche Wählerverband im Bundestag vertreten ist oder die Linke in Fraktionsstärke trotz Verpassen der 5%-Hürde. Und auch Ursachen für das Wahlergebnis wurden erörtert: Welche Rolle spielten Fehltritte der Spitzenkandidaten Baerbock und Laschet für das Abschneiden von Grünen und CDU? Was führte zum Erfolg der SPD, die vor wenigen Monaten noch weit abgeschlagen in den Umfragen platziert war?
Schnell wurde aber auch klar: So spannend wie diesmal waren Bundestagswahlen selten. Auch am Wahlabend blieben viele Fragen offen. Neben altbekannten Koalitionsoptionen zeichneten sich auch neue Mehrheiten zur Regierungsbildung ab. Mittlerweile gilt als wahrscheinlich, dass künftig eine Ampel-Koalition regieren wird. Aber wie geht es nun weiter? Simon Hauser erläuterte auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise, was eigentlich Sondierungen und weitere Schritte zur Regierungsbildung sind. Gleichzeitig hatte die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Standpunkte einzubringen.
Der inhaltliche Input schloss mit der Frage, was im Koalitionsvertrag geregelt wird und was die drei Partner – SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – planen und welche Themen ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Zum Abschluss hatten beide Kurse die Gelegenheit, gemeinsam zu diskutieren, inwiefern die Interessen der jungen Generation in der nächsten Amtszeit ausreichend politisch berücksichtigt werden. Dabei wurden auch konkrete Debatten aufgegriffen, wie etwa die Absenkung der Wahlalters auf 16 Jahre.
In 90 Minuten kann man viele Aspekte natürlich nur anreißen. Diese Doppelstunde „Wahlanalyse“ rückte das politische Tagesgeschäft aber gekonnt in den Fokus und bot einmal einen anderen Zugang zu den Themen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts. Ein Dankeschön an die Bundeszentrale für politische Bildung für diese Gelegenheit.

